„Wegfall der Lufthansa-Verbindung trifft Bremen und den gesamten Nordwesten – Bremer Senat und die Niedersächsische Landesregierung müssen gemeinsam handeln"
Die Entscheidung der Lufthansa, die Direktverbindung zwischen Bremen und Frankfurt einzustellen, trifft nicht nur den Wirtschaftsstandort Bremen, sondern die gesamte nordwestdeutsche Wirtschaftsregion. Darauf machen Heiko Strohmann, Vorsitzender des CDU-Landesverbands Bremen, und Jochen Steinkamp, Vorsitzender des CDU-Landesverbands Oldenburg, gemeinsam aufmerksam.
„Der Flughafen Bremen ist das zentrale Luftverkehrs-Tor für einen Wirtschaftsraum, der von Wilhelmshaven und der ostfriesischen Küste im Norden und Westen bis nach Vechta und Cloppenburg im Süden reicht. Für Unternehmen aus gesamten Metropolregion Bremen-Oldenburg ist der Bremer Flughafen der nächstgelegene Anschluss an internationale Drehkreuze. Wer künftig nach Frankfurt muss, verliert wertvolle Stunden – das ist ein konkreter Wettbewerbsnachteil für den gesamten Nordwesten", erklärt Jochen Steinkamp.
Heiko Strohmann ergänzt: „Die CDU-Bürgerschaftsfraktion hat zu Recht eine Aktuelle Stunde in der Bremischen Bürgerschaft beantragt. Rund 30.000 Arbeitsplätze und eine Bruttowertschöpfung von 2,3 Milliarden Euro hängen direkt oder indirekt am Flughafen Bremen. Bürgermeister Bovenschulte muss jetzt persönlich Verantwortung übernehmen und den Flughafen zur Chefsache erklären."
Beide Landesverbände betonen die länderübergreifende Dimension des Problems. „Der Flughafen Bremen ist Infrastruktur für zwei Bundesländer. Deshalb erwarten wir auch von der niedersächsischen Landesregierung, dass sie sich dieser Frage annimmt und aktiv auf eine Lösung hinwirkt.
Ministerpräsident Lies ist gefordert, gemeinsam mit dem Bremer Senat an einem Tisch zu sitzen und eine abgestimmte Strategie für die Zukunft des Standorts zu entwickeln", so Strohmann und Steinkamp.
Beide Verbände sehen in der Streichung ein Symptom einer verfehlten Standortpolitik. „Es geht nicht um eine einzelne Flugverbindung. Es geht darum, ob der Nordwesten Deutschlands dauerhaft wettbewerbsfähig bleibt. Die Politik – in Bremen, in Hannover und auch in Berlin – muss jetzt die richtigen Rahmenbedingungen schaffen: attraktive Entgeltstrukturen, strategische Flughafenentwicklung und konkrete Anreize für Fluggesellschaften", so Strohmann und Steinkamp übereinstimmend.
Beide Verbände unterstützen ausdrücklich die Forderung der CDU-Bürgerschaftsfraktion, dass der Bremer Senat gegenüber der Lufthansa aktiv auf eine Revision der Entscheidung hinwirken und eine Gesamtstrategie für die Zukunft des Flughafens vorlegen soll.