Streit im Senat um Finanzierung der Landestourismus-Strategie

Meyer-Heder: ‚Zwei Städte-Ein Land‘ auch beim Tourismus

Carsten Meyer-Heder in Bremerhaven

Das Land Bremen darf seine touristische Vermarktung in schwierigen Zeiten nicht auf die Kommunen abwälzen. Das betont CDU-Landesvorsitzender Carsten Meyer-Heder mit Blick auf eine aktuelle Entscheidung des Senats, keine Mittel aus dem landesseitigen Bremens-Fonds für die Landestourismus-Strategie bereitzustellen. Meyer-Heyer dazu. „In der Krise entscheidet sich, wer künftig die Nase vorn hat. Genau jetzt müssen wir uns überregional in den Köpfen der Menschen als lohnenswertes Reiseziel verankern. Das Potenzial dazu haben wir. Denn welche Destination entlang der gesamten Nordseeküste hat so viele kulturelle, architektonische, landschaftliche und kulinarische Verschiedenheiten zu bieten wie unser Paket aus Bremen und Bremerhaven? Bei uns können Touristen immer noch den kurzen Abstecher in die andere Stadt machen. Das ist unser Plus. Aber wie alle Tourismus-Ziele hat die Branche auch bei uns schwer gelitten. Hier ist die Vermarktung des Landes gefragt. Den Geldhahn zuzudrehen und sich öffentlich darüber zu streiten, das ist das völlig falsche Signal von Senator Strehl und Senatorin Voigt. Wir erwarten sofort eine landesseitige Finanzspritze beim Tourismus.“

Bremen hat sich als Bundesland 2018 bewusst dafür entschieden, eine integrierte Tourismusstrategie zu verabschieden, die dem Leitgedanken „Zwei Städte. Ein Land“ folgt. Die CDU Bremen steht hinter diesem Ansatz und findet es richtig, dass die beiden Städte zusammengedacht werden. Obwohl sich der Tourismus in Bremen und Bremerhaven 2021 im Vergleich zu 2020 leicht erholt hat, liegen die Zahlen nach wie vor deutlich unter denen des Vorkrisenjahres 2019. Erst nach Wegfall der Corona-Beschränkungen im Mai und Juni zog der Städtetourismus wieder an. Meyer-Heder weiter: „Insbesondere in unserem Stadtstaat, in dem die Wirtschaftssenatorin gleichzeitig Landesministerin und kommunal Zuständige der Stadtgemeinde Bremen ist, wirken Kompetenz- und Abgrenzungsfragen Richtung Bremerhaven völlig aus der Zeit gefallen und geradezu absurd. Politisch hieße das ja, dass sich die Landesregierung aus der Tourismuspolitik insgesamt verabschiedet. Das kann niemand wollen.“
 

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