Bürgerschaftswahl 2023

CDU Wümme nominiert Bürgerschaftskandidaten

Kandidaten Wümme

Mit vier Kandidaten, zwei Frauen und zwei Männer, will die CDU Wümme für die Bürgerschaftswahl im Mai nächsten Jahres antreten: Jannis Fricke (Borgfeld), Theresa Gröninger, Claus Gülke und Dorothea Lutze (alle aus Horn-Lehe). Sie alle konnten eine große Mehrheit der anwesenden 25 Mitglieder der CDU-Hauptversammlung auf sich vereinigen. Auf der Delegiertenversammlung zur Aufstellung der Landesliste am 5. November müssen sie sich noch dem Votum der Delegierten aus Bremen-Stadt und Bremen-Nord stellen. Dann wird auch über die Platzierung auf der Landesliste entschieden. Der CDU-Stadtbezirksvorsitzende Claus Gülke erhebt den Anspruch, dass sich mindestens zwei Kandidaten unter die ersten 20 auf der Bürgerschaftsliste wiederfinden sollten. Schließlich sei Wümme mit 170 Mitgliedern nach Schwachhausen der zweitstärkste Stadtbezirksverband der CDU im Land Bremen. „In Borgfeld und Horn wohnen viele CDU-Stammwähler“, so Gülke. Diese müssten auch angemessen im Parlament repräsentiert werden.

Der jüngste der aufgestellten Kandidaten ist der 22-jährige Zugdisponent Jannis Fricke aus Borgfeld. Er kam über den Jugendbeirat zur CDU und ist bereits sachkundiger Bürger im Sozialausschuss des Borgfelder Beirates. Jannis Fricke will sich in seiner politischen Arbeit insbesondere für Verkehrsthemen und die Jugend einsetzen. „Politik muss näher an Jugendliche herangetragen werden“, fordert er. Das sei nur durch einen permanenten Austausch mit Politikern möglich. Den ÖPNV möchte der Borgfelder durch einen Ausbau und eine stärkere Vernetzung der Verkehrsarten (Bus, Bahn, Leihfahrräder, Roller etc.) voranbringen, beispielsweise durch eine App für alles.

Die 29-jährige Marketing-Managerin Theresa Gröninger aus Horn hat sich sowohl beruflich als auch politisch ganz der Digitalisierung verschrieben. Neue Wirtschaftskraft durch digitale Techniken schaffen, das ist ihr Thema. Auch die Entbürokratisierung könne durch die Digitalisierung vorangetrieben werden, Schnittstellen zwischen Bürgern und Verwaltung verbessert werden. „Es ist an der Zeit, Aktenstapel auf die Diskettenberge der Vergangenheit zu werfen.“, beschreibt sie ihr Vorhaben bildhaft.  Politisch sitzt sie an der Quelle, denn die Managerin ist auch eine der Autorinnen des CDU-Wahlprogramms für die Bürgerschaftswahl.

Der 47-jährige Bankbetriebswirt Claus Gülke will Horn-Lehe und Borgfeld eine Stimme im Parlament geben, wenn er gewählt wird. Besonders unzufrieden ist er mit der Bäderlandschaft in Bremen. „Der Abriss des Uni-Bades ist eine politisch falsche Entscheidung“, ist der Banker überzeugt. Deshalb kämpft Gülke, der seit mehreren Jahren bereits CDU-Fraktionsvorsitzender im Beirat Horn ist, weiter für den Fortbestand. Auch der Zustand der Verwaltung ist ihm ein Dorn im Auge. „Bremen hat mehr verdient als rot-grün-rotes Chaos“, beklagt er. Allein die Beantragung einer simplen Meldebescheinigung dauere mehrere Monate, gibt er ein Beispiel.

Die selbständige Friseurmeisterin Dorothea Lutze aus Horn-Lehe setzt sich mit ganzer Leidenschaft für das Handwerk ein. Die Coronakrise habe viele ihrer Kollegen in die Pleite getrieben, die Energiekrise treibe die Preise so sehr in die Höhe, dass Kunden wegblieben und die Schwarzarbeit blühe. Vor lauter Verzweiflung hätten Kollegen von ihr schon Selbstmord begangen. Sie sei vom Vorstand der Friseurinnung und der Kreishandwerkerschaft ausdrücklich aufgefordert worden, sich politisch in der Bürgerschaft für das Handwerk einzusetzen, so die 56-Jährige. Ihre erste Forderung: Die Mehrwertsteuer auf Handwerksleistungen müsse von 19 auf sieben Prozent gesenkt werden.
 

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