Junge Union taucht in Geheimnisse der Finanzmärkte ein
Wie ist es möglich, dass der weltweite Finanzmarkt völlig aus den Fugen gerät? Was steckt hinter den Begriffen wie Financial Futures, Hedging oder Hebelzertifikate? Die Junge Union im Kreisverband Bremen ist den Fragen dieser Tage nachgegangen und hat den langjährigen Banker und Hochschuldozenten Norbert Wilke befragt. In einem hoch spannenden Vortrag lieferte der Fachmann für manchen Teilnehmer im CDU-Haus überraschende Erklärungen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen der Spekulationshandel und die Kreditwürdigkeit von Ländern. Am Beispiel von Griechenland wurde deutlich, wie Rating-Agenturen arbeiten. „Die psychologischen Einflussmöglichkeiten von Rating Agenturen sind enorm! Japan hat eine viel höhere Schuldenlast als Griechenland, bekommt jedoch ein besseres Rating und kann daher leichter Kredite aufnehmen“, sagte der JU Kreisvorsitzende Dennis Vosteen. Und: „Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Griechenlands ist völlig falsch eingeschätzt worden.“ Die ausgebliebenen Zahlungen anderer Euroländer sowie die mangelnde Liquidität der Kreditversicherer führten zwangsläufig zu einer so genannten Kreditblase. Selbst weltweit führende Banken haben sich in der aktuellen Finanzkrise an falschen Vorhersagen orientiert.
„Besser kann man die Mechanismen der Finanzmärkte nicht erklärt bekommen“, fasste der für die Organisation verantwortliche Kreisgeschäftsführer Dennis Wagner den Abend zusammen. „Gerade die rund halbstündige Diskussion nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung hat gezeigt, wie verwirrend aber auch interessant die weltweiten Finanzverflechtungen sind“, hob Dennis Vosteen abschließend hervor.
Ferlemann: Weservertiefung kommt
Enak Ferlemann geht fest davon aus, dass die Außenweser im Jahr 2011 vertieft wird. Das sagte der Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums während einer Veranstaltung der CDU-Bürgerschaftsfraktion am Mittwochabend im Speicher XI. Auf Einladung der Christdemokraten hatten Unternehmer und Bürger die Möglichkeit, direkt mit dem Staatssekretär über wichtige Verkehrsprojekte zu sprechen. Dabei ging es auch um die Hafenanbindung in Bremerhaven. Ferlemann mahnte den rot-grünen Senat an, endlich seine Hausaufgaben zu machen und die Finanzierung des Landesanteils sicherzustellen.
Die Veranstaltung der Bremer CDU-Fraktion hätte zeitlich nicht besser fallen können. Morgens noch titelte der Weser Kurier, dem Bund würden die Mittel für die Weservertiefung fehlen. Der Grund: Im Bundeshaushalt seien nur zwei Millionen Euro berücksichtigt. Eine Meldung, die Enak Ferlemann vor fast 50 Gästen umgehend einfing. „Das Projekt wird natürlich bezahlt“, stellte er klar. Wegen der langen Planungszeiten seien Verschiebungen bei den Haushaltsstellen üblich. Anders als berichtet beliefen sich die Kosten auf rund 50 Millionen Euro – 20 Millionen kostet das Ausbaggern der Unterweser, 30 Millionen die Vertiefung der Außenweser. Er widersprach auch Gerüchten, das Bremer Projekt würde so lange hinausgezögert, bis die parallel diskutierte Elbvertiefung abgeschlossen sei. „Die Hamburger werden viel länger brauchen, weil das Verfahren wesentlich komplexer ist“, sagte er. Außerdem könne die Bremer Wirtschaft nicht länger auf die Umsetzung des Projekts warten.
Die Vertiefung der Wasserwege hat in den Verkehrsplanungen Priorität. Prognosen zufolge wird sich der Güterverkehr bis zum Jahr 2025 vervielfachen. Ferlemann: „Wenn wir die Infrastruktur nicht anpassen, fahren künftig auf Autobahnen Lastwagen auf zwei von drei Spuren.“ Um den Verkehrskollaps zu vermeiden, wollen die Planer möglichst viel Verkehr auf die Schiene und die Wasserwege verlagern.
Auf Unverständnis stößt derweil das Verhalten des rot-grünen Senats bei der geplanten Untertunnelung der Cherbourger Straße in Bremerhaven. Das Projekt ist Kernstück einer besseren Hafenanbindung. „An sich wäre der Ausbau schon zur Fertigstellung des Containerterminals IV nötig gewesen. Dieses Versäumnis fällt nur wegen der Wirtschaftskrise nicht auf“, sagte der Staatssekretär. Der Bund habe ein hohes Interesse an dem Projekt und seinen Anteil längst bereitgestellt. „Bremen muss nur seine Hausaufgaben machen und den Landesanteil finanzieren. Als Vertreter der Region wünsche ich mir, dass das zügig vonstatten geht“, so der Cuxhavener.
(2. September 2010)
Bremen muss Entwicklung von Elektroautos vorantreiben
Die Bremer CDU-Fraktion sieht für das Land Bremen große Chancen, bei der Entwicklung von Elektroautos eine Vorreiterrolle zu übernehmen. Das ist am Montag während einer öffentlichen Sitzung der Christdemokraten im Festsaal der Bürgerschaft deutlich geworden. „Die Energieversorgung wird sich in den kommenden Jahren radikal ändern. Das Thema birgt gewaltige Chancen für die Schaffung von Arbeitsplätzen und für einen besseren Umweltschutz“, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Heiko Strohmann. Geht es nach dem Willen der CDU, muss die Forschung massiv vorangetrieben und Bremen zur Pilotregion für Elektromobilität ausgebaut werden. Ein entsprechender Antrag wird in dieser Woche im Parlament beraten.
Die Vision: Schon in wenigen Jahren sollen Autofahrer ihren Wagen zu Hause in der Garage oder im Carport „aufladen“ können. Im Idealfall mit eigens per Solaranlage erzeugtem Strom, vielleicht sogar schon induktiv - also ohne Stromkabel. Die heutigen Tankstellen würden überflüssig. „Die Entwicklung moderner Antriebe ist ein Paradebeispiel dafür, dass sich Ökologie und Ökonomie nicht ausschließen müssen“, sagt Frank Imhoff, umweltpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. Wie sich der Weg in diese umweltfreundliche und erschwingliche Zukunft gestaltet, ließen sich die Christdemokraten von drei externen Fachleuten erklären: Prof. Dr. Matthias Busse vom Fraunhofer Institut, Daimler-Projektleiter Dr. Lothar Ulsamer und Dr. Jörg Hermsmeier, beim Energieversorger EWE zuständig für den Bereich Forschung und Entwicklung. Sie alle waren einig: Den erneuerbaren Energien gehört die Zukunft. Und Deutschland muss sich anstrengen, wenn es im weltweiten Wettrennen um die beste Antriebstechnik die Nase vorn haben will. „Wir werden in dem Wettbewerb nur siegreich sein, wenn die Aktivitäten der Beteiligten gebündelt werden“, mahnte Lothar Ulsamer ein gemeinsames Vorgehen von Forschern, Autobauern und Energiekonzernen an.
Die Herausforderungen sind groß, wie ein Blick auf den Marktplatz im Vorfeld der Sitzung zeigte. Dort standen Prototypen von Elektroautos, die mit der Leistungsfähigkeit von Brennstoffmotoren längst noch nicht mithalten können. Der Kleinwagen der EWE beispielsweise kann bei einer Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h rund 170 Kilometer weit fahren. Leistungsfähige Akkus müssen her, um zumindest die Reichweite zu erhöhen. „Wir müssen in den Batterien nicht nur Energie speichern, sondern sie auch entladen können“, erklärte Jörg Hermsmeier. Aus seiner Sicht zahlen sich Elektroautos nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Fahrer durch niedrigere Betriebskosten aus: „Wenn Sie heute 100 Kilometer zurücklegen, zahlen Sie an der Tankstelle fast 14 Euro. Das Aufladen eines Elektroautos kostet dagegen nur etwa 3,50 Euro.“
Elektroautos sind im nordwestdeutschen Raum derzeit fast nur als Mietwagen im „Carsharing“ erhältlich. Ein Netz von Ladestationen, beispielsweise in Parkhäusern, muss erst noch aufgebaut werden. Die CDU-Fraktion fordert in ihrem Antrag für die Bürgerschaft den Senat auf, zusammen mit den regionalen Akteuren aus Forschung, Wirtschaft und Energiebranche ein „Spitzencluster“ zu gründen. So soll eine stabile regionale Wertschöpfungskette aufgebaut und die Innovationsfähigkeit verbessert werden. Außerdem soll Rot-Grün bis November 2010 ein Konzept zur Elektromobilität entwickeln, das Fragen zur Forschungsförderung, Fördermittelakquise, zu Verkehrskonzepten und zur Sicherung des Fachkräftebedarfs beantwortet.
(24. August 2010)
CDU-Fraktion hinterfragt Entwicklungen im Bremer Westen
Angst vor Gewalt, erschwertes Einsteigen an Bushaltestellen, übler Geruch aus Kanaldeckeln – die Abgeordneten der CDU-Bürgerschaftsfraktion bekamen am Dienstag eine Menge zu hören. Einen ganzen Tag lang waren die Parlamentarier, Deputierten und Beiratsmitglieder im Rahmen der Aktion „Bremer Begegnungen“ in Gröpelingen, Walle und Findorff unterwegs. Ihr Ziel: Herauszufinden, welche Probleme die Menschen vor Ort bewegen und auf welche gesellschaftlichen Veränderungen die Politik Antworten finden muss.
16 Einrichtungen und Firmen besuchte die CDU, darunter die Berufsschule an der Ellmerstraße, den Recyclinghof in Findorff, Umweltschutz Nord in Gröpelingen und das Seniorenzentrum am Weidedamm. „Wir haben eine Menge Fragebögen verteilt und uns Notizen zu Themen gemacht, bei denen wir in den Deputationen nachhaken werden“, bilanzierte Heiko Strohmann, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Bürgerschaftsfraktion. Besonders auffällig waren demnach die Beschwerden zur Nutzung von Bussen. „Viele Senioren haben an den Haltestellen durch Höhenunterschiede Probleme beim Einsteigen. Außerdem hagelte es Beschwerden über unfreundliche Busfahrer. Wir werden das Gespräch mit der BSAG suchen“, kündigt Strohmann an.
Beeindruckt zeigten sich die Christdemokraten von der Aufbereitung kontaminierter Böden bei der Firma Umweltschutz Nord und von dem Leistungsspektrum des Recyclinghofs in Findorff, der sich an einem Programm für Langzeitarbeitslose beteiligt. So hilft beispielsweise eine Sozialpädagogin Betroffenen, in einen regelten Arbeitstag zurückzufinden.
Die CDU hat im Vorfeld der „Bremer Begegnungen“ Fragebögen verschickt und die Haushalte über den Besuchstag informiert. Wer an der Veranstaltung nicht teilnehmen konnte, hat trotzdem die Möglichkeit, seine Meinung zu sagen. Der Fragebogen kann ganz einfach auf www.cdu-bremen.de ausgefüllt werden. Die Antworten werden ausgewertet und fließen in die parlamentarische Arbeit ein.
(18. August 2010)
Umweltminister Norbert Röttgen baut auf Windkraft
Bundesumweltminister Norbert Röttgen macht sich für die finanzielle Absicherung von Offshore-Projekten durch den Bund stark. Dies sicherte er Vertretern der Windkraftbanche während eines mehrstündigen Besuchs in Bremerhaven zu. Dazu eingeladen hatte der Bremer CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Röwekamp. Zu der Delegation gehörten auch der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister und Enak Ferlemann, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.
Norbert Röttgen war in der Seestadt ein gern gesehener Gast. Er setzt sich massiv für den Ausbau der regenerativen Energien ein - ein Geschäftsfeld, das für die Region von herausragender Bedeutung ist und von der CDU im Land unterstützt wird. "Wenn es Gegenwind aus dem Süden gibt, erhältst Du von uns den Rückenwind aus dem Norden", spielte Thomas Röwekamp auf den nicht unumstrittenen Kurs des Umweltministers an.
Während des Besuchs wurde klar: Die Windenergienutzung auf dem Meer ist Motor für die regionale wirtschaftliche Entwicklung an den deutschen Küsten. Die Branche hat sich zum Jobmotor entwickelt. Allein in der Windagentur Bremen/Bremerhaven sind rund 300 Unternehmen vernetzt.
Zu den Besuchszielen zählte die Firma PowerBlades, das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik und das Klimahaus in Bremerhaven. Anschließend besichtigten die Spitzenpolitiker die AMBAU GmbH, die Cuxhaven Steel Construction GmbH sowie das Schwerkraft-Testfundament für Windenergieanlagen der Firma Strabag in Cuxhaven.
Röttgen: "Obwohl die Nutzung der Offshore-Windenergie in Deutschland erst am Anfang steht, zeigt sich bereits jetzt das große wirtschaftliche Potenzial, das in dieser Technik steckt. Wenn wir jetzt die richtigen Weichen stellen, wird die Windenergie auf hoher See unsere Ausbauziele im Bereich der erneuerbaren Energien in großen Schritten voranbringen."
Niedersachsens Ministerpräsident McAllister sagte: "Der Ausbau der Offshore-Windenergie bietet große Chancen für die Küstenregion. Viele qualifizierte Arbeitsplätze werden geschaffen. Allein die schon genehmigten 17 Offshore-Windparks, deren Strom in Niedersachsen eingespeist werden soll, bedeuten Investitionen von etwa 15 Milliarden Euro. Davon werden Niedersachsen und Bremen mit ihren Hafen- und Produktionsstrukturen besonders profitieren. Der Energiestandort Niedersachsen wird immer bedeutender."
Die CDU-Politiker informierten sich bei Ihren Besuchen aber auch über die technischen und strukturellen Probleme, die den weiteren Ausbau der Windenergie bislang behindern. Dazu gehören Fragen der Finanzierung, der Genehmigung und der Netzanbindung. Auch aus technischer Sicht steht die Offshore-Windenergie noch vor großen Herausforderungen, beispielsweise bei der Anpassung der Komponenten an die rauen Bedingungen der offenen See und die Optimierung der Rotoren für die maximale Ausnutzung des Windes. Gleichzeitig muss es beim Ausbau natürlich auch eine vernünftige Abwägung mit den Interessen des Naturschutzes geben.
Röttgen bilanzierte am Ende des ganztägigen Besuchs: "Die Nutzung der Windenergie auf dem Meer kennt eigentlich nur Gewinner: Sie entlastet die Atmosphäre von CO2 und ist damit ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, sie bietet der Wirtschaft erhebliches Expansionspotenzial und schafft zukunftsfähige Arbeitsplätze. Damit leistet sie einen entscheidenden Beitrag zu einer sicheren und bezahlbaren Energieversorgung der Zukunft, die auf Ressourcenschonung statt auf Ressourcenverbrauch setzt".
(26. Juli 2010)
Bremer Stadtläufer unterstützen erneut Schattenriss
Der Termin für den nächsten Spendenlauf der "Bremer Stadtläufer" steht fest: Am Samstag, 7. August, wird Initiator Thomas Röwekamp erneut für einen guten Zweck den Werdersee umrunden. Mit der Aktion unterstützt der CDU-Fraktionsvorsitzende die Beratungsstelle "Schattenriss", die sich um sexuell missbrauchte Mädchen kümmert. Der Spendenlauf startet um 10 Uhr am Deich des Werdersees in Höhe des Rewe-Marktes am Buntentorsteinweg. Anmeldungen sind schon jetzt per Email unter info@cdu-bremen.de möglich.
Thomas Röwekamp engagiert sich schon seit vielen Jahren für Schattenriss. Mehr als 300 Mädchen und Frauen suchen jährlich die Hilfe des Vereins auf, um Zuflucht zu finden oder traumatische Erlebnisse zu verarbeiten. Die Helferinnen bieten eine professionelle Unterstützung. Die Angebote richten sich sowohl an erwachsene Frauen als auch an Kinder. Der Verein ist angesichts wachsender Aufgaben und Kosten dringend auf Spenden angewiesen. Thomas Röwekamp hat mit seiner Initiative "Bremer Stadtläufer" bislang mehr als 18.000 Euro eingeworben. "Schattenriss leistet eine unverzichtbare und wertvolle Arbeit. Mein besonderer Dank gilt nicht nur den ehramtlich Tätigen in dem Verein, sondern auch den treuen Sponsoren. Mit ihnen steht und fällt diese Aktion", sagt Thomas Röwekamp.
Die Strecke um den Werdersee ist 8,5 Kilometer lang. Wer sich die Distanz nicht zutraut, kann natürlich auch weniger laufen. Wenn Sie spenden möchten, dann überweisen Sie Ihren Betrag bitte mit dem Stichwort "Spendenlauf" auf folgendes Konto:
Kto.: 162 88 09
BLZ: 290 501 01 (Sparkasse Bremen)
Jeder Euro hilft! Selbstverständlich erhalten Sie von Schattenriss eine Spendenbescheinigung. Weitere Informationen über den Verein finden Sie auf www.schattenriss.de. Ein Video über die "Bremer Stadtläufer" finden Sie in unserem Flashvideo-Bereich.
(22. Juni 2010)
Bremer Ampel leuchtet auf Sparflamme
Die Ampel für die Wahl der Mitglieder der 14. Bundesversammlung – sie leuchtete heute in der Bremischen Bürgerschaft auf Sparflamme. SPD, Grüne und FDP bekamen nicht die erforderliche Mehrheit zusammen, um im Alleingang die Wahlmänner und –frauen für die Wahl des neuen Bundespräsidenten zu bestimmen. Am Ende musste ein Münzwurf von Bürgerschaftspräsident Christian Weber entscheiden und das Projekt von SPD, Grünen und FDP unter Dach und Fach bringen. Ein unwürdiger Abschluss unter ein unwürdiges Verhalten der Beteiligten.
Der Nachfolger von Horst Köhler wird am 30. Juni gewählt. Die CDU schickt den niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff ins Rennen, SPD und Grüne den Bürgerrechtler Joachim Gauck. Die Mehrheitsverhältnisse in der Bundesversammlung sind klar: Schwarz-Gelb verfügt über ein Plus von 21 Sitzen. Ungeachtet dessen bot sich die Bremer FDP der rot-grünen Koalition im Land als Partner für ein Zählbündnis an. Das Ziel: Der CDU einen Sitz abzujagen, um Joachim Gauck eine zusätzliche Stimme zu verschaffen.
Das Verhalten der FDP führt aktuell nicht nur unter den Liberalen zu einer Zerreißprobe, sondern stößt auch bei der CDU auf Kritik. „Wer gute Gründe hat, mag Herrn Gauck seine Stimme geben. Dafür muss man seine Seele aber nicht an Rot-Grün verkaufen“, kritisierte der CDU-Landesvorsitzende Thomas Röwekamp im Vorfeld der Bürgerschaftssitzung. Er spricht von einer beispiellosen Postenschieberei, die dem Amt des Bundespräsidenten nicht würdig sei. „Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir uns an diesem Geschacher nicht beteiligen werden. Die Bremer FDP bricht mit einer Jahrzehnte alten Tradition, nach der sich die Mehrheitsverhältnisse in der Bürgerschaft auch bei der Wahl der Mitglieder für die Bundesversammlung widerspiegelt“, sagt Röwekamp. Das Verhalten der Liberalen sei kurzsichtig. Obwohl der CDU nun eine Stimme fehlt, ist die Mehrheit in der Bundesversammlung für Christian Wulff nicht gefährdet. Röwekamp: „Rot-Grün hat vielleicht den FDP-Landesvorsitzenden Oliver Möllenstädt für sich gewonnen. Ob sich seine liberalen Freunde und Wählerinnen und Wähler darüber freuen, wird sich zeigen.“
An der Bundesversammlung werden die Bremer Christdemokraten Thomas Röwekamp und kraft Amtes Bernd Neumann teilnehmen. Als Stellvertreterin von Thomas Röwekamp fährt Luisa-Katharina Häsler nach Berlin, die der CDU-Nachwuchsförderung angehört.
(16. Juni 2010)
Reinhard Grindel zu Gast beim Spargelessen der CDU
Zum ersten Spargelessen des CDU-Kreisverbandes Bremen-Stadt konnte der CDU-Kreisvorsitzende Hans-Georg Gerling über 60 Mitglieder und Interessenten im „Grollander Krug“ begrüßen. Gastredner war der CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhard Grindel, Obmann der CDU/CSU im Innenausschuss des Bundestages. Er betonte in seiner Rede „Klares Profil in der Innenpolitik“, die Union könne stolz darauf sein, dass sie die einzige Partei sei, die Kinderpornografie im Internet mit der nötigen Konsequenz bekämpfe. In diesem Zusammenhang warf Grindel FDP-Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger unzureichendes politisches Engagement vor. „Wir müssen mit dem Löschen und Sperren von kinderpornografischen Seiten für einen optimalen Schutz der Kinder sorgen. Jeder Klick ist eine Anstiftung zum neuerlichen Missbrauch von Kindern, den wir konsequent bekämpfen müssen“, sagte der CDU-Innenexperte. Grundsätzlich müsse im Internet gelten, dass alles, was in der realen Welt verboten ist, auch in der virtuellen Welt nicht erlaubt sein kann. Grindel forderte die FDP-Justizministerin ebenso auf, zügig einen Gesetzentwurf für die Vorratsdatenspeicherung vorzulegen. „Das Bundesverfassungsgericht lässt ausdrücklich bei der Verfolgung schwerster Straftaten diesen Rückgriff auf Verbindungsdaten bei Handys oder Internet zu. Wenn es etwa um Terrorismusverdacht geht, müssen unsere Strafverfolgungsbehörden auf dieses Instrument zurückgreifen können. Es gilt dabei, endlich auch eine entsprechende EU-Richtlinie umzusetzen.“ Der CDU-Innenpolitiker aus Niedersachsen verlangte außerdem einen besseren Schutz von Polizeibeamten, die immer öfter Opfer gezielter Gewalttaten seien. In diesem Zusammenhang müsse auch endlich zur Kenntnis genommen werden, dass die linksextremistischen Gewaltakte sprunghaft angestiegen seien und den Rechtsstaat mindestens genauso herausforderten wie der Rechtsextremismus. Wegen der Verbindungen zwischen linksextremistischen Gewalttätern und der Partei „DIE LINKE“ müsse es auch bei der Beobachtung der SED-Nachfolger durch den Verfassungsschutz bleiben. Hans-Georg Gerling kündigte zum Abschluss des Abends an, dass die politischen Spargelessen zu einer Tradition werden sollen.
(26. Mai 2010)
Zeitzeugin berichtet über Vertreibung nach dem Krieg
Zwei Frauen – zwei Schicksale: Die eine kam 1945 mit zwölf Jahren aus Schneidemühl, heute Nordwest-Polen, nach Borgfeld: Jutta Malla, Landesvorsitzende des Bundes der Vertriebenen in Bremen. Die andere, gebürtig aus Omsk in Sibirien, kam 1991 nach Bremen, Frieda Banik, Jahrgang 1951, Bremer Vorsitzende der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. Malla und Banik referierten beim Stammtisch der Borgfelder CDU über ihren Weg nach Bremen, die Ansiedlung der Vertriebenen in Borgfeld und die Bedeutung der Integration.
Jutta Malla hatte Glück. Als sie am 27. Januar 1945 nach Borgfeld kam, fand sie bei Verwandten auf dem Brandenhof am Erbrichterweg ein neues Zuhause. Viele bäuerliche Vertriebene, die aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten und aus Bessarabien nach Borgfeld kamen, hatten jedoch erhebliche Probleme, eine Arbeit in ihrem angestammten Beruf zu finden. Sie mussten sich zunächst als Hilfs- und Hafenarbeiter verdingen. Die 1948 gegründete Interessengemeinschaft der Flüchtlinge und Ausgewiesenen und das Flüchtlingssiedlungsgesetz halfen. In den Stadtrandgebieten, so auch in Borgfeld, entstanden Nebenerwerbssiedlungen. In Borgfeld waren es am 1. Mai 1963 insgesamt 144 Grundstücke mit einer Größe von mindestens 1.200 qm. „Die Grundstücke waren ausreichend für die Haltung einer Kuh, eines Schweins und von Geflügel“, erklärte Jutta Malla den zahlreichen Zuhörern. Noch heute sei eine Straße in Borgfeld nach den langen Streifen, der Grundstücksform, benannt, so Malla. In Eigenarbeit mussten die Siedler die Straßen anlegen, dabei wurde Trümmerschutt zerkleinert und planiert. Ausschachtungsarbeiten für die Häuser und Klärgruben entstanden in Eigenarbeit mit einfachsten Werkzeugen. Über die Mitarbeit in der Kirche und das Vereinsleben hätten sich die Vertriebenen in die Borgfelder Gesellschaft integriert. „Die Menschen aus den Ostgebieten waren frömmer“, ergänzte der im Publikum anwesende Pastor Jens Motschmann, der gerade zum Landesvorsitzenden der Senioren-Union gewählt worden ist. Insgesamt habe die Durchmischung des Volkes aber gut getan, um konfessionelle Grenzen zu überwinden, so Motschmann. Als Frieda Banik 1991 nach Deutschland kam, musste sie in einem 56-seitigen Antragsformular erst einmal beweisen, dass sie eine Deutsche ist. „Vielleicht entsteht deshalb der Eindruck, wir wären mehr Deutsche als andere“, sagte die quirlige Russischlehrerin. Teilweise hätten die Familien fünf bis sieben Jahre warten müssen, bis sie endlich aussiedeln konnten. Eine Gesetzesänderung im Jahre 2005 habe die Ausreise erschwert. Übersiedeln dürfe nur noch, wer den vorgeschriebenen deutschen Sprachtest bestehe. Für manche Familien sei dies schwierig, da in der UdSSR lange Zeit die deutsche Sprache aus dem öffentlichen Leben verbannt gewesen sei. Mit 70 Mark in der Tasche kamen die Familien hierher. Von der Illusion, in Deutschland alles in den Schoß gelegt zu bekommen, mussten sie sich verabschieden. Zwar habe es ein Begrüßungsgeld von 100 Mark und Startkredite gegeben. Erst einmal hätten sie jedoch Unterschlupf in einer Gemeinschaftsunterkunft in der Schule gefunden. „Wir waren einfach zu viele“, erinnert sich Banik mit Blick auf die über 200.000 Aussiedler, die Anfang der 90er Jahre jährlich aus den ehemaligen GUS-Staaten nach Deutschland kamen. Eine wichtige Hilfe zur Integration in die Gesellschaft habe dann die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. geboten. Diese hätten Hilfe in allen Lebenslagen geleistet, ob das nun die Unterstützung im Umgang mit Behörden oder das gesellige Beisammensein sei. Weder Frieda Banik noch Jutta Malla möchten zurück in ihr Herkunftsland. „Das wichtigste ist, dass wir hier einfach nur Mensch sein können“, fasste Frieda Banik am Ende des Abends zusammen. Die CDU-Ortsvorsitzende von Borgfeld, Gabi Piontkowski, kündigte an, dass die CDU die Gespräche mit den Vertriebenen und Russlanddeutschen fortsetzen werde.
(25. Mai 2010)
CDU-Landesvorstand: Wert der Gewoba ermitteln
Der CDU-Landesvorstand hat in der Diskussion um die städtischen Anteile an der Gewoba Position bezogen. Nach eingehender Beratung am Dienstagabend im Bremerhavener „t.i.m.e. Port II“schließt das Gremium einen Verkauf als Beitrag zur Haushaltskonsolidierung nicht grundsätzlich aus. Vor weiteren Überlegungen müsse jedoch zunächst der Wert des Unternehmens ermittelt werden. „Die Entscheidung über eine mögliche Veräußerung kann erst nach Ermittlung des Wertes sowie der Festlegung klarer Rahmenbedingungen zum Schutze der Interessen der Mieterinnen und Mieter, der Beschäftigten und der Stadt erfolgen“, heißt es in einem entsprechenden Beschluss. Das Gremium folgt damit der Empfehlung einer Kommission, die ein entsprechendes Eckpunkte-Papier erarbeitet hat.
Die Gewoba-Anteile der Stadt galten bislang als unantastbar. Auch die CDU hatte sich in der Vergangenheit gegen eine Veräußerung ausgesprochen. Im Herbst vergangenen Jahres allerdings regte der Landesvorsitzende Thomas Röwekamp an, die bisherige Position zu überdenken. Die Gründe: Zum einen verfüge das Land über einen ausgeglichenen Wohnungsmarkt, zum anderen verfolge das Unternehmen inzwischen Geschäftsinteressen außerhalb Bremens. „Angesichts der dramatischen Verschuldung unseres Landes dürfen wir uns bei der Lösungssuche keine Denkverbote auferlegen“, sagte er damals.
Die vom Landesvorstand eingesetzte Kommission macht ihre Empfehlung an fünf Punkten fest.
1. Die Mietangebote in Bremen und Bremerhaven zeichnen sich durch ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Heißt: Der Markt funktioniert, ohne dass der Staat Einfluss nehmen müsste.
2. Die Stadt hält knapp 75 Prozent der Gewoba-Anteile, die komplett kreditfinanziert sind. Laut Geschäftsbericht 2009 wird das Unternehmen von den Gewinnen rund 8,5 Millionen Euro an Bremen ausschütten. Wirtschaftlich müsse geprüft werden, ob sich eine Veräußerung von Anteilen lohnt, sprich: ob der Erlös über die ersparten Kreditzinsen hinausgeht. Nur dann kommt eine Veräußerung von Anteilen in Betracht. Ein Verkauf nur um des Verkaufens wegen macht hingegen keinen Sinn.
3. Über 25 Prozent der Gewoba sind bereits in Besitz von Banken, ohne dass die Mieterinnen und Mieter Nachteile spüren. Im Falle eines Verkaufs müsse eine Sozialcharta nach Dresdner Vorbild ausgehandelt werden, wonach unter anderem der Unternehmenssitz in Bremen bleiben müsse sowie die Interessen der Mieter und Beschäftigten langfristig geschützt werden.
4. Angesichts der Haushaltsnotlage ist das Land kein idealer Aktionär für die beabsichti gte Expansion der Gewoba im nordwestdeutschen Raum.
5. Grundlage für weitere Überlegungen ist eine ergebnisoffene Unternehmensbewertung.
Thomas Röwekamp begrüßte in der Sitzung des Landesvorstands die kontroverse und lebendige Debatte. Die Beschlussempfehlung und die zehn wichtigsten Fragen und Antworten zur GEWOBA finden Sie in Kürze hier.
(19. Mai 2010)
CDU-Abgeordnete besuchen stadtbremische Häfen

- Treffen auf der MS Senator: CDU-Abgeordnete und Vertreter der ISH.
Von der Leistungsfähigkeit der innerstädtischen Häfen konnten sich dieser Tage Abgeordnete der CDU-Bürgerschaftsfraktion überzeugen. Das Besondere: Die Parlamentarier sahen sich von der Wasserseite aus um. Fast zwei Stunden lang fuhren sie mit der MS Senator durch die Hafenbecken und unterhielten sich mit führenden Köpfen der dort tätigen Unternehmen. Dazu eingeladen hatte die „Initiative Stadtbremische Häfen e. V.“, ein Zusammenschluss von 50 mittelständischen Unternehmen.
Die ISH hat sich 2003 mit dem Ziel gegründet, die stadtbremischen Häfen zu sichern und sich aktiv in die Gestaltung einzubringen. Zahlen machen deutlich, wie wichtig dieser Bereich für die Wirtschaftskraft des Landes ist: 5.875 Menschen finden in den Firmen Arbeit, hinzu kommen 380 Auszubildende. Mehr als sechs Millionen Tonnen an Gütern werden pro Jahr umgeschlagen, dazu zählen unter anderem der Holz-, Maschinen- und Mineralölhandel. Das Problem: Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen die Hafenbecken vertieft werden. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Röwekamp erinnerte daran, dass unter der rot-grünen Landesregierung die wirtschaftliche Weiterentwicklung zum Erliegen gekommen ist. „Nicht umsonst haben wir den Begriff Null-Null-Nagel erfunden“, sagte er. Der ehemalige SPD-Wirtschafts- und Häfensenator musste sich von der CDU mehrfach den Vorwurf gefallen lassen, sich nicht ausreichend für die unternehmerischen Interessen einzusetzen. In den Haushaltsberatungen ging er bei der Verteilung der zur Verfügung stehenden Mittel leer aus.
An dem Gespräch mit der ISH nahmen sowohl die Fraktionsspitze als auch Abgeordnete und Deputierte aus den Fachbereichen Bau und Wirtschaft teil.
(10.5.2010)
Neuer Slogan der Bremer CDU enthüllt
„Richtig gute Partei“ – so lautet der neue Slogan der Bremer CDU, den Markenbotschafter der Union am Donnerstagabend im Lichthaus gegenüber der Waterfront enthüllt haben. Dabei handelte es sich um eine Veranstaltung der ganz besonderen Art: Die Union lud ihre Mitglieder erstmals zu einem „Markenworkshop“ ein. Das Ziel: Die Basis soll herausarbeiten, wofür die Partei unabhängig von Wahlkämpfen steht und was sie unverwechselbar macht. Statt lange Reden zu hören, diskutierten und stritten sie miteinander.
„Interaktion heißt das Ziel“, sagte der CDU-Landesvorsitzende Thomas Röwekamp in seiner Auftaktrede. Die Persönlichkeit einer Institution, egal ob Partei, Verband oder Unternehmen, entstehe erst durch die Kommunikation dieser Werte innerhalb der Organisation und nach außen. „Ein Selbstbild lässt sich nicht verordnen, sondern nur von jedem einzelnen Akteur mit Leben füllen“, so Röwekamp.
„Richtig gute Partei“ leitet sich aus dem Markenkern „kompetent. fair. innovativ.“ ab, den die Landesspitze unter professioneller Begleitung einer auf Markenentwicklung spezialisierten Agentur entwickelt hat. Mit dabei waren auch erfahrene Leute wie der ehemalige Wirtschaftssenator und Beck’s-Vorstand Josef Hattig sowie der ehemalige Vorstandschef der Atlanta AG, Peter Jung. „Dieser Markenkern bringt unsere Werte hervorragend zum Ausdruck. Er beschreibt unser Selbstverständnis und soll eine Richtschnur für unser gesamtes politisches Handeln sein“, erläuterte Thomas Röwekamp. Ziel sei es, unabhängig von Diskussionen um Spitzenkandidaten und Listenplätze den Wählerinnen und Wählern Orientierung und Vertrauen zu geben.
Was die Marke CDU ausmacht, diskutierten die Mitglieder anschließend in drei Workshops. Sie brachten ihre Ideen und Gedanken zu Papier. Die Veranstaltung war Auftakt für einen intensiven Entwicklungsprozess: Nach dem Grundsatzprogramm ist die Basis ein weiteres Mal gefordert, die Zukunft der Partei mit zu gestalten. Dafür schwärmen in den kommenden Wochen „Markenbotschafter“ in die Stadtbezirksverbände aus. Zu dem Team gehören Dr. Thomas vom Bruch, Oliver Otwiaska, Carl Kau, Elisabeth Motschmann, Yvonne Averwerser, Claas Rohmeyer, Hans-Georg Gerling, Rainer Bensch, Dr. André-Michael Schultz, Wilhelm Hinners, Gabi Piontkowski, Dr. Wolfgang Schrörs, Martin Roth und Thomas Röwekamp.
(30. April 2010)
Experten streiten um besseren Kinderschutz
Reichen die bisherigen Bemühungen zur Sicherung des Kindeswohls aus? Sind alle notwendigen Lehren aus dem Fall Kevin gezogen worden? Was kann Bremen von anderen Großstädten lernen? Vier ausgewiesene Experten stritten am Mittwochabend im Haus der Bürgerschaft um Antworten. Zu der Podiumsdiskussion eingeladen hatte die CDU-Bürgerschaftsfraktion. Ihr Ziel: Kein politischer Zoff, sondern eine Auseinandersetzung unter Fachleuten aus der Praxis. Unter der Leitung von Center TV-Chefredakteur Christoph Sodemann diskutierten die Kinderchirurgin Dr. med. Heidrun Gitter, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Kinderhilfe, Georg Ehrmann, der Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Reinhart Wolff sowie Gabriele Witte, Bereichsleiterin der Caritas Erziehungshilfe.
Vor rund 60 Zuschauern im Festsaal der Bürgerschaft drehte sich der Streit vor allem um Qualitätsstandards. „Das Kernproblem im Kinderschutz ist, dass 600 Jugendämter in Deutschland unterschiedlich arbeiten“, kritisierte Georg Ehrmann. Beispielsweise werde in München mit Kindern alkoholabhängiger Eltern anders umgegangen als in Berlin. Der Vorstandschef der Deutschen Kinderhilfe weiß, wovon er spricht. Er hatte nicht nur nach dem Fall Kevin das Kinder- und Jugendhilfesystem im Land Bremen unter die Lupe genommen, er war unter anderem auch als Sachverständiger des Sonderausschusses „Jessica“ in Hamburg tätig. Für Bremen forderte er eine bessere Aufklärung über den Datenschutz, um Fallmanagern die Verunsicherung zu nehmen. Außerdem müssten Kinderärzte verbindlich in Fallkonferenzen einbezogen werden.
Letzteres ist Wasser auf die Mühlen der Kinderchirurgin Dr. Heidrun Gitter. Als Ärztin kommt sie häufig als Erste Fällen von Vernachlässigung oder Misshandlung auf die Spur. Sie begrüßte zwar, dass die vorgeschriebenen U-Untersuchungen bei Kindern erfasst und ausgewertet werden. Doch noch immer suchten Behörden viel zu selten den Kontakt zu Kinderärzten. „Unser Fachwissen wird nicht verbindlich abgefragt“, sagte sie.
Unterdessen lobte Gabriele Witte die bessere Kommunikation unter den Beteiligten im Umgang mit Problemfamilien. Die Bereichsleiterin der Caritas mahnte weitere Verbesserungen an. „Der Kinderschutz funktioniert nur dann gut, wenn wir Helferinnen und Helfer haben, die belastbar sind. Gerade junge Kollegen brauchen eine intensive Einarbeitung – die kostet Geld und Zeit.“
Nach Meinung einiger Beobachter im Publikum blieb Prof. Dr. Reinhart Wolff in der Diskussion unter seinen Möglichkeiten. Der Erziehungswissenschaftler hatte nach dem Fall Kevin die Qualitätsstandards für die Kinder- und Jugendhilfe mitentwickelt und schult die Beschäftigten im Amt für soziale Dienste. Er versuchte sich zunächst durch persönliche Angriffe auf Georg Ehrmann in Szene zu setzen und fiel anschließend mehr als Fragensteller denn als Antwortgeber auf.
(15. April 2010)
CDU-Kreisparteitag: Vorstand im Amt bestätigt
Der CDU-Kreisverband Bremen-Stadt wird auch in den kommenden zwei Jahren von Hans-Georg Gerling geführt. Das ist das Ergebnis des Kreisparteitags, der am Montagabend im Bürgerzentrum Vahr stattfand. 152 von 178 Stimmberechtigten sprachen sich für eine weitere Amtszeit von Gerling aus, 16 stimmten dagegen, 10 enthielten sich. Zu Gerlings Stellvertretern wählten die Mitglieder Gabi Piontkowski, Claas Rohmeyer und Franz Roskosch. Schatzmeisterin bleibt Susanne Grobien.
Als Gastredner trat der CDU-Landesvorsitzende Thomas Röwekamp auf. Er zeichnete die Modernisierung der CDU nach, die mit der Erarbeitung des ersten Grundsatzprogramms der Partei durch die Basis begonnen hat. Er schwor die Unionsanhäger auf die bevorstehende Bürgerschaftswahl im Frühjahr 2011 ein. Röwekamp bescheinigte der rot-grünen Landesregierung Versagen auf ganzer Linie. „Es gibt nichts, was man wirtschafts- und arbeitsmarktpolitisch mit dieser Regierung identifizieren kann“, sagte er. Innerhalb von zweieinhalb Jahren hat die Koalition mit dem Bremerhavener Sozialdemokraten Martin Günthner den inzwischen dritten Wirtschaftssenator ernannt. „Und der war sogar nur noch vierte Wahl“, so der CDU-Landesvorsitzende. In seiner Rede sprach er sich einmal mehr dafür aus, die Bildungskompetenz der Länder auf den Bund zu übertragen. „Bildung ist unser wichtigster Rohstoff. Deshalb brauchen wir dafür auch eine nationale Rahmenverantwortung“, sagte er. Röwekamp forderte den Senat zu einer besseren Bekämpfung der Drogenkriminalität auf. „Wer mit offenen Augen durch das Leben geht, sieht das Problem“, kommentierte er einen Medienbericht, wonach das SPD-geführte Innenressort die Drogenszene sucht. Dealer müssten stärker verfolgt und Abhängige eine bessere psychosoziale Betreuung angeboten bekommen, um sich aus der Sucht zu befreien.
Der wiedergewählte Kreisvorsitzende Hans-Georg Gerling bedankte sich bei den Mitgliedern für das Vertrauen und kündigte an, den vor zwei Jahren eingeschlagenen Weg fortzusetzen. „Ziel muss es sein, die Stadtbezirksverbände noch stärker mit dem Kreisverband zu verzahnen“, sagte er. Gerling verwies auf erfolgreiche Projekte wie die Kreisverbandszeitung „Blickpunkt“ und Diskussionsveranstaltungen. Stärker denn je müsse sich die Partei um die Gewinnung neuer Mitglieder bemühen.
Abgestimmt wurde bei dem Kreisparteitag über mehrere Anträge. Nach einer kontroversen Debatte überwiesen die Mitglieder einen Antrag des Stadtbezirksverbands Osterholz zur Zukunft der Gewoba zur weiteren Beratung an den Landesvorstand. Außerdem sprachen sie sich einstimmig dafür aus, Kompetenzen in der Bildungspolitik auf den Bund zu übertragen.
Der Kreisverbands-Vorstand im Überblick:
Vorsitzender: Hans-Georg Gerling
Stv. Gabi Piontkowski, Claas Rohmeyer, Franz Roskosch
Schatzmeisterin: Susanne Grobien
Beisitzer: Markus Bersebach, Christian Conreder, Elvira Eckert, Norbert Holzapfel, Günter Kräkel, Jochen Leinert, Michael Meinke, Martyna Nowak, Sabine Reuter, Gerhard Scherer, Barbara Schmidt-Hoppe, Vanessa Kirsten Werschky
(13. April 2010)
Unionsfraktionen wollen bessere Vergleichbarkeit von Studienabschlüssen
Die CDU/CSU-Landtagsfraktionen wollen die Vergleichbarkeit von Studienabschlüssen in Europa vorantreiben und bestehende Probleme wie die hohe Prüfungsdichte lösen. Das geht aus einem Positionspapier hervor, das die wissenschaftspolitischen Sprecher der Unions-Landtagsfraktionen dieser Tage in Düsseldorf beschlossen haben. „Es gibt eine Reihe an Missständen, für die die Politik eine Lösung finden muss“, sagt Dr. Iris Spieß, wissenschaftspolitische Sprecherin der Bremer CDU-Bürgerschaftsfraktion. Gemeint sind unter anderem die scharfen Beschränkungen des Zugangs zu Masterstudiengängen und eine bürokratische Intransparenz des gestuften Studiensystems. Die Unionsfraktionen machen deutlich, dass sie an der europäischen Vergleichbarkeit und Anerkennung von Studiengängen festhalten. Dies ist ein richtiges und wichtiges Signal“, kommentierte Dr. Iris Spieß, wissenschaftspolitische Sprecherin der Bremer CDU-Bürgerschaftsfraktion, das Ergebnis.
Die Unionspolitiker haben sich in dem Papier auf neun Punkte verständigt. So soll der Prüfungsaufwand auf das notwendige Maß reduziert sowie die Studien- und Prüfungsleistungen an allen europäischen Hochschulen anrechenbar sein. Das Positionspapier finden Sie hier.
(9. April 2010)
Frauen Union: Kinder besser vor Missbrauch schützen

- Jutta Wolters (l.) und Sigrid Grönert.
Frauen, die geschlagen und dann missbraucht werden. Mädchen, an denen sich Männer wieder und wieder vergehen. Die jüngsten Opfer besuchen sogar noch den Kindergarten. Die Erschütterung über solche Schilderungen war Sigrid Grönert an den Gesichtszügen abzulesen. Die Kreisvorsitzende der Frauen Union besuchte dieser Tage die Beratungsstelle "Schattenriss", die sich um sexuell missbrauchte Mädchen kümmert. Die Delegation wollte sich über die Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen informieren. Sigrid Grönert wurde dabei deutlich: Sexueller Missbrauch ist weiter verbreitet als man denkt. Das machen auch jüngste Berichte über Missbrauchsfälle in verschiedenen Internaten deutlich. Und mehr denn je müssen Kinder gestärkt werden, um sich dagegen zu wehren und über das Erlebte zu sprechen.
"Sexueller Missbrauch ist eines der abscheulichsten Verbrechen, das an Frauen begangen werden kann", sagte Sigrid Grönert nach ihrem Besuch. Meistens würden die Taten wiederholt begangen und dem Opfer trickreich angedroht, dass alles ein Geheimnis bleiben muss. "Dabei werden Ängste geschürt, die fast immer zu lebenslangen psychischen Belastungen führen", erläuterte sie. Die Beraterinnen von Schattenriss versuchen diese Entwicklung zu stoppen. Die Einrichtung bietet Betroffenen Schutz und psychologische Hilfe. Die umfangreichen Angebote werden maßgeblich durch Spenden finanziert. Der CDU-Fraktions- und Landesvorsitzende Thomas Röwekamp unterstützt Schattenriss regelmäßig durch Spendenläufe. So hat er mit der Aktion "Bremer Stadtläufer" schon mehr als 18.000 Euro eingeworben.
Bei dem Besuch der Frauen Union schilderte Diplom-Pädagogin Jutta Wolters, wie feinfühlig und vorsichtig sie in Beratungen auf die Opfer eingehen muss, um Informationen zu erhalten und Hilfen aufzeigen zu können. Viele sind kaum in der Lage, in aller Offenheit über das Erlebte zu sprechen. "Wir brauchen eine gute Präventionsarbeit in Schulklassen und Vereinen", sind sich Sigrid Grönert und ihre Stellvertreterin Gabriele Klaassen einig. Schattenriss sei auf diesem Gebiet in Zusammenarbeit mit der Polizei sehr aktiv. Die Angebote müssen allerdings dauerhaft finanziell abgesichert werden. Die Frauen Union will ihren Teil dazu beitragen, dass die Diskussion über sexuellen Missbrauch mehr in das Licht der Öffentlichkeit gerückt und die Arbeit von Schattenriss unterstützt wird.
Einen Film über die Spendenläufe von Thomas Röwekamp finden Sie in unserem Videobereich. Mehr über Schattenriss erfahren Sie auf www.schattenriss.de.
(31. März 2010)
CDU Obervieland unterstützt Aktion für Sicherheit im Straßenverkehr

- Hatten Spaß beim Kleben: Mitglieder der CDU-Obervieland.
Die CDU in Obervieland macht sich für mehr Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr stark. Mitglieder unterstützten dieser Tage die Aktion "Nur bei grün der Kinder wegen" und brachten entsprechende Aufkleber an Ampeln an. Das Ziel: Erwachsene sollen an ihre Vorbildfunktion erinnert werden und nicht bei Rot über die Straße gehen. Die Aktion ist ein gemeinsames Projekt von Weser-Kurier, Polizei und Verkehrswacht Bremen.
"Bei der Auftaktaktion im vergangenen Jahr stand nur die City im Vordergrund. Aber schließlich gibt es auch in Obervieland mit seinen großen Neubaugebieten nicht gerade wenige Kinder", begründet die CDU-Stadtbezirksvorsitzende Sabine Blumstengel das Engagement. Zahlreiche Ampeln verzierten sie mit den Aufklebern, los ging es an der Kreuzung Engelkestraße/Karl-Marx-Straße in Habenhausen. Dort wurden sie sogar von Kindergarten-Kindern und dem Verkehrspolizisten Axel Behme unterstützt. Auch an der Kita am Arsterdamm/Ecke Martin Buber Straße und vor zwei weiteren Schulen brachten sie Aufkleber an.
25. März 2010
Kastendiek mahnt bessere Mittelstandspolitik an
Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, Jörg Kastendiek, hat den rot-grünen Senat aufgefordert, sich stärker für mittelständische Unternehmen einzusetzen. Im Parlament forderte er eine bessere Verzahnung von Firmen und Forschung sowie stärkere Bemühungen um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Nachholbedarf bestehe außerdem im Bereich der Integrationsarbeit. Anlass für die Debatte war der Jahresbericht über die Situation der mittelständischen Wirtschaft in der Freien Hansestadt Bremen 2009.
"Der Senat hat seine Hausaufgaben bislang nicht gemacht", stellte Kastendiek in seiner Rede nüchtern fest. Die CDU hatte in der Vergangenheit mehrfach kritisiert, dass die Unternehmen im Land von SPD und Grünen vernachlässigt werden. Vor allem dem ehemaligen SPD-Wirtschaftssenator Ralf Nagel war Taten- und Ideenlosigkeit vorgeworfen worden.
Die mittelständische Wirtschaft habe in der Vergangenheit zwar ihre Beständigkeit unter Beweis gestellt, so Kastendiek. "Doch für eine nachhaltige Stärkung reichen die bisherigen Bemühungen des Senats nicht aus." Ziel müsse es sein, die Stärken des Landes besser für Wachstum und Beschäftigung zu bündeln und zu nutzen. "Wir müssen es schaffen, den Mittelstand und die Wissenschaft zusammenzuführen", sagte er. Außerdem forderte er mehr Anstrengungen für die Integration von Ausländern. Online-Wegweiser auf unterschiedlichen Sprachen würden den Betroffenen nur begrenzt helfen. Wichtiger sei das Erlernen der deutschen Sprache, um sich in der Gesellschaft und der Wirtschaft zurecht zu finden. Dafür seien gesonderte Integrationsprogramme notwendig.
(18. März 2010)
CDU setzt sich für besseren Schutz vor Missbrauch ein
Große Einigkeit in der Bremischen Bürgerschaft: Kinder sollen in Zukunft noch besser vor sexuellem Missbrauch geschützt und Täter zur Rechenschaft gezogen werden. Darüber waren sich die Fraktionen parteiübergreifend einig. Die CDU hatte einen Dringlichkeitsantrag eingebracht, in dem sie die Aufhebung von Verjährungsfristen bei Missbrauchsfällen fordert. Grund sind die jüngst bekannt gewordenen Missbrauchsfälle an verschiedenen Einrichtungen. Auch die rot-grüne Koaltion hat einen Antrag eingebracht. Das Ziel: Durch eine Bundesratsinitiative soll überprüft werden, ob die bisherige Prävention ausreicht und ob die unterschiedlichen Strafandrohungen in einem angemessenen Verhältnis zur Schwere der Tat steht.
"Wer sich an Kindern vergreift, bricht ein letztes Tabu", sagte Elisabeth Motschmann, kirchenpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion. "Wir sind es den Kindern schuldig, dass alles dafür getan wird, damit derartiger Missbrauch sich nicht wiederholen kann." Die Abschaffung von Verjährungsfristen sei wichtig für die Opfer, die häufig erst Jahrzehnte nach den Taten in der Lage seien, über das Erlebte zu sprechen."Juristisch betrachtet sind Missbrauchsfälle vielfach schon verjährt, die Opfer leiden jedoch häufig ihr Leben lang", argumentierte die CDU-Politikerin. In ihrer Rede griff sie auch die katholische Kirche an, die im Mittelpunkt der aktuellen Diskussion steht. "Sie hat eine schwere Schuld auf sich geladen", sagte sie. Elisabeth Motschmann forderte eine offene Debatte über den Zölibat.
Die Mehrheit der Bürgerschaft mochte dem Antrag der CDU wegen juristischer Bedenken nicht zustimmen. Die Christdemokraten votierten ihrerseits für den Antrag der rot-grünen Koaltion.
(17. März 2010)
Böhrnsen liefert schwache Regierungserklärung ab
SPD-Bürgermeister Jens Böhrnsen hat in der Bürgerschaft die von der CDU geforderte Regierungserklärung zu den Sparbemühungen des Landes abgegeben. Wer eine überzeugende Rede erwartet hatte, wurde allerdings enttäuscht. Statt Wege aus der Schuldenfalle aufzuzeigen, bot der Sozialdemokrat eine Mischung aus Zustandsbeschreibung und Vergangenheitsbewältigung. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Röwekamp warf Böhrnsen daraufhin Versagen vor der finanzpolitischen Verantwortung vor. "Sie haben nicht den Mut, die Kraft und den Willen, unser Land aus der Verschuldung zu führen", sagte er.
Böhrnsen sprach zwar von bevorstehenden Einschnitten, musste sich aber von der Opposition vorhalten lassen, alle unterbreiteten Sparvorschläge abgelehnt zu haben. Thomas Röwekamp erinnerte in seiner Rede an den von ihm vorgeschlagenen Pakt für Bremen, eine Enquetekommission und die Gesprächsbereitschaft zum gemeinsamen Sparen. Rot-Grün lehnte bislang alle Angebote ab. "Sie haben keinen Weg aufgezeigt, wie Bremen künftig ohne neue Schulden auskommen soll. Sie haben nur den Weg gezeigt, wie Sie bequem zur nächsten Wahl kommen", hielt Röwekamp dem SPD-Bürgermeister vor.
Das Land Bremen steuert bis zum Jahresende auf die Rekordverschuldung von 17 Milliarden Euro zu. Die CDU hatte diverse Vorschläge gemacht, um die Entwicklung aufzuhalten. Dabei brachten die Christdemokraten unter anderem den Abschluss eines Sondertarifvertrags für den öffentlichen Dienst in Notlageländern und die Veräußerung von Beteiligungen an Gesellschaften wie der Brepark oder der Gewoba ins Spiel. "Wir haben dafür viel Kritik einstecken müssen", resümierte Röwekamp und räumte ein, dass unliebsame Vorschläge nicht originäre Aufgabe einer Opposition seien. Wer das Land retten wolle, müsse sich jedoch dieser Verantwortung und Diskussion stellen. Er bedauerte, dass Rot-Grün vor der Auseinandersetzung bisher nur geflüchtet ist.
Die CDU hat als einzige Fraktion im Land die Bremerinnen und Bremer sowie die Bremerhavenerinnen und Bremerhavener um ihre Meinung gefragt und Sparvorschläge erbeten. Mehr als 750 Antwortkarten mit Ideen und Anregungen sind bereits im CDU-Haus am Wall eingeflattert. Wer sich an der Aktion noch beteiligen möchte, kann dies hier tun. Außerdem haben die Christdemokraten ein Online-Forum eingerichtet.
FU präsentierte sich beim internationalen Frauentag

- Corinna Lüdemann, Gabriele Klaassen, Sigrid Grönert (v. l.)
Bei dem internationalen Frauentag durfte die Frauen Union natürlich nicht fehlen: Mit einem Infostand waren am Montagabend die FU-Kreisvorsitzende Sigrid Grönert, ihre Stellvertreterin Gabriele Klaassen und das Vorstandsmitglied Corinna Lüdemann im Gewerkschaftshaus am Bahnhofsplatz vertreten. Vier Stunden lang informierten sie Besucherinnen und Besucher über die Arbeit der Frauen Union. Dabei zeigten sich vor Ort auch viele der anderen Frauenorganisationen, die gemeinsam mit der FU unter dem Dachverband des „Bremer Frauenausschusses“ organisiert sind. "Wir haben die Chancen zum Netzwerken genutzt und viele gute Gespräche geführt", resümierte Sigrid Grönert. Dass sie und ihre Mitstreiterinnen beim nächsten Mal wieder dabei sein werden, versteht sich von selbst.
(10. März 2010)
Lob fürs Bohren dicker Bretter
Hundertfach klirrten am Montagabend Sektgläser im „Outer Roads“ auf dem Teerhof. Die Beluga-Bar im 7. Stock war fest in Frauenhand. Der Grund: Die Frauen Union im CDU-Landesverband Bremen feierte ihr 60-jähriges Bestehen. Prominenter Gast unter den mehr als 160 Besucherinnen war die Bundesvorsitzende und Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer. Sie zeigte sich bei dem Blick über Bremens Dächer begeistert: „Die Wahl eines Veranstaltungsortes sagte eine ganze Menge über die Arbeit der Frauen Union aus.“ Modern, weitsichtig und zukunftsorientiert eben.
Solch eine Feier war vor rund 60 Jahren fast undenkbar. Männer dominierten die Politik und beäugten selbstbewusst auftretende Frauen mit großer Skepsis. „Von Konrad Adenauer bis Angela Merkel war es ein weiter Weg“, stellte Maria Böhmer in ihrer Rede fest und fügte hinzu: „Dass wir heute eine Bundeskanzlerin haben, wird den Weg für viele Frauen leichter machen. Wir spielen heute als Frauen in der Union in einer anderen Liga.“ Der Kampf um Gleichberechtigung war hart, auch innerhalb der Bremer CDU. Das machte Roswitha Erlenwein in ihrem Grußwort anschaulich. Sie führte den Landesverband der Frauen Union von 1980 bis 1988. „Wir brachten das Machtgefüge durcheinander und Unruhe in das Vertraute“, sagte sie. Der Frauentag sei von den Männern als „sozialistische Bewegung“ abgelehnt worden. Umso größer war die Verunsicherung, als die Frauen Union sich plötzlich daran beteiligte.
Bei dem Blick auf die Errungenschaften der vergangenen sechs Jahrzehnte war vielfach vom „Bohren dicker Bretter“ die Rede. „Wir sind heute mit 134.000 Mitgliedern das wichtigste politische Netzwerk für Frauen in Deutschland“, sagte Maria Böhmer. Als wichtige Meilensteine nannte sie die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Anrechung von Erziehungszeiten für die spätere Rente. Doch noch immer gebe es Ungerechtigkeiten, beispielsweise bei den Lohnunterschieden zwischen Männern und Frauen. „Wir müssen an dieser Stelle alles daran setzen, dass aus der Gleichberechtigung Realität wird“, sagte sie. Die Staatsministerin forderte außerdem eine schärfere Bekämpfung von Kinderpornografie und eine ernsthafte Debatte um Hartz IV und Armut. „Wenn wir Kinderarmut bekämpfen wollen, müssen wir im Bildungsbereich ansetzen. Wir müssen Kinder bestmöglich fördern, damit sie die Hartz IV-Spirale durchbrechen können.“
Unterdessen kündigte der CDU-Landesvorsitzende Thomas Röwekamp an, noch stärker um die Beteiligung von Frauen an Politik zu werben. „Die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat Frauen den Zugang bereits erleichtert. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, den Frauenanteil in unserer politischen Arbeit weiter zu erhöhen.“
Am Ende blieb doch die Erkenntnis: Trotz aller Bemühungen muss an vielen Stellen weiter um Gleichberechtigung gekämpft werden. Das Präsent von Sandra Ahrens für die Staatsministerin hatte da schon fast Symbolcharakter: „Dies ist ein echter Eiswett-Weißwein. Wie bei dem Schaffermahl sind Frauen von dieser Veranstaltung ausgeschlossen. Vielleicht kriegen wir dieses dicke Brett auch noch gebohrt."
Vorstandswahlen im CDU-Stadtbezirksverband Oberneuland
Dr. Thomas vom Bruch ist mit großer Mehrheit als Vorsitzender des CDU-Stadtbezirksverbands Oberneuland bestätigt worden. Die Vorstandswahlen standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung, die dieser Tage im "Herman Post" stattfanden. Zu seiner Stellvertreterin wurde erneut die Bürgerschaftsabgeordnete Sandra Speckert gewählt. Als Beisitzer gehören Sabine Ahrens, Rainer Kahl, Tamina Kreyenhop, Jochen Leinert, Stefan Martin und Sigrid Speckert dem Vorstand an. Der Beiratssprecher Siegfried Fliegner wurde kooptiert.
Kaum waren die Personalentscheidungen gefallen, machten sich die Christdemokraten wieder an die inhaltliche Arbeit. Auf einem Flugblatt haben sie ihre Positionen und Ziele zu den Bereichen Lebensqualität, Bau- und Stadtentwicklung sowie Schule und Jugend formuliert. So setzen sie sich für den Erhalt des dörflichen Charakters Oberneulands ein, wollen den Baumbestand sichern und die Verkehrssicherheit insbesondere für Kinder und Senioren erhöhen. Entlang der Bahnlinie soll kurzfristig der Lärmschutz verbessert werden, außerdem macht sich die CDU für eine bessere Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr stark. Auf der Liste steht auch der Bau eines öffentlichen Spielplatzes für Kinder. Das Flugblatt finden Sie hier.
Frauen Union feiert 60-jähriges Bestehen
Bremen bekommt Besuch von CDU-Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer. Grund sind die Feierlichkeiten anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Frauen Union. Der Festakt steigt am kommenden Montag, 1. März, im Outer Roads auf dem Teerhof. Dass die Staatsministerin mit dabei ist, versteht sich von selbst - schließlich ist sie Bundesvorsitzende der Frauen Union.
Aus der jüngeren Generation wissen wohl die wenigsten, dass die Frauen Union einst Frauenarbeitsgemeinschaft hieß. Vorsitzende des Bremer Landesverbands ist Sandra Ahrens, in der CDU-Bürgerschaftsfraktion zuständig für Jugendpolitik. Seit Wochen ist sie mit der Organisation der Veranstaltung beschäftigt. "Natürlich werden wir am Montag einen Blick zurück auf die Anfänge und die Entwicklung der Frauen Union werfen", sagt sie. Als Gastrednerin hat sie dafür Roswitha Erlenwein gewinnen können. Sie war von 1980 bis 1988 Landesvorsitzende der FU.
Grußworte wird außerdem der CDU-Landesvorsitzende Thomas Röwekamp halten. Beginn der Veranstaltung im Outer Roads ist um 18.30 Uhr.
CDU Huchting feiert Neujahrsempfang
Dass Unternehmer der CDU in Huchting Räume für den Neujahrsempfang zur Verfügung stellen, hat Tradition. Diesmal führte der Weg ins Gewerbegebiet zu der Firma Active Blue. Praktisch: Die Gastgeber sind Spezialisten in Veranstaltungstechnik. So war das Material für den Bühnenbau, die Ton- und die Lichttechnik gleich vor Ort. Mehr als 100 Gäste folgten der Einladung von Organisator Hans-Georg Gerling. Mit dabei war auch der Fraktions- und Landesvorsitzende der CDU, Thomas Röwekamp. Er stellte der rot-grünen Landesregierung in seiner Rede ein schlechtes Zwischenzeugnis aus. Bilder von der Veranstaltung finden Sie in unserer Galerie.
(1. Februar 2010)
CDU hinterfragt „Cito“-Panne
SPD-Bildungssenatorin Renate Jürgens-Pieper hat sich im Parlament für Falschaussagen ihrer Behörde zum „Cito“-Test entschuldigt. Elternvertreter hatten aufgedeckt, dass Fragen der Opposition zur Durchführung und Qualität des Tests nicht wahrheitsgemäß beantwortet wurden. CDU und FDP beantragten daraufhin für den Landtag eine „Aktuelle Stunde“. Die Senatorin räumte ein: „Hier ist fachlich unpräzise gearbeitet worden.“
Bei „Cito“ handelt es sich um eine Sprachstandserhebung im Vorschulbereich. Ziel ist es, Vierjährige auf etwaige Defizite hin zu testen, die dann durch eine verpflichtende Förderung bis zur Einschulung behoben werden sollen. Eine erste Auswertung fiel im vergangenen Jahr verheerend aus: Für fast jedes zweite Kind im Alter von vier Jahren wurde ein Förderbedarf festgestellt. Die CDU hielt dieses Ergebnis schon damals für fragwürdig. Der Grund: Der Test fand ausschließlich am Computer statt, weder der Wortschatz noch die Aussprache und die Satzbildung wurden dabei überprüft. Auch an der Betreuung durch Hilfskräfte gab es Kritik. „Der Test scheint – so wie er jetzt durchgeführt wurde – inhaltlich als auch von der Durchführung her ungeeignet zu sein und besitzt keine Aussagekraft. Der Nachbesserungsbedarf ist unübersehbar“, sagte CDU-Bildungspolitiker Claas Rohmeyer damals.
Das Bildungsressort allerdings bekräftigte die Qualität des Tests, berief sich gar auf eine Studie des Deutschen Jugendinstituts, die die Leistungsfähigkeit und Qualität bestätige. Der Haken: Diese Studie existiert zwar, in diesem Zusammenhang war aber nicht der „Cito“-Test gemeint. Im Gegenteil: Fachleute sehen „Cito“ eher kritisch.
In der Bürgerschaftsdebatte mahnte Claas Rohmeyer einen sorgsameren Umgang der Bildungsbehörde mit Anfragen und Informationen an. „Abgeordnete und insbesondere Eltern müssen sich auf die Auskünfte des Ressorts verlassen können.“ Er forderte die Senatorin auf, die notwendigen Konsequenzen aus diesem Fall zu ziehen: „Wir setzen darauf, dass Sie in Ihrem Laden aufräumen!“
Einen Film dazu finden Sie in Kürze bei den Flashvideos.
(27.Januar 2010)
CDU feiert Neujahrsempfang mit 2.000 Gästen
Fröhliche Stimmung, gute Reden, tolle Gespräche: Rund 2.000 Gäste waren am Montagabend der Einladung der CDU zum Neujahrsempfang ins Park Hotel gefolgt. Die Veranstaltung war gleich in zweierlei Hinsicht von historischer Bedeutung: Erstens trat mit Thüringens Regierungschefin Christine Lieberknecht die erste CDU-Ministerpräsidentin in der Geschichte der Bundesrepublik als Hauptrednerin auf. Zweitens verabschiedete sich Hartmut Perschau nach 35 Jahren aktiver Politik aus seinen Parteiämtern.
Der CDU-Landesvorsitzende Thomas Röwekamp zollte der Entscheidung und der erfolgreichen Arbeit Perschaus größten Respekt. "Du hast das beste Wahlergebnis in der Geschichte der Bremer CDU geholt. Ohne Dich wäre die Partei nicht das, was sie heute ist", sagte er. Der ehemalige Senator und Bürgermeister hatte Ende 2009 entschieden, seine Ämter in Partei und Fraktion niederzulegen. "Dass es hier einen Generationswechsel gegeben hat, ist das Normalste von der Welt", sagte Perschau. Er rief die Gäste dazu auf, einen engagierten Bürgerschaftswahlkampf in 2011 zu führen: "Setzen Sie sich ein, wir brauchen diese Geschlossenheit."
Christine Lieberknecht bescheinigte der CDU in Bremen und Bremerhaven, auf dem richtigen Weg zu sein. Dies mache nicht nur das von der Parteibasis erarbeitete Grundsatzprogramm mit dem Titel "kompetent. fair. innovativ." deutlich. Sie hob die Stärken des kleinsten Bundeslandes hervor. Ein Beispiel: "Bremen ist nicht nur Deutschlands Nummer 1 in der Luft- und Raumfahrt, sondern auch europaweit Nummer 2." So habe man in Thüringen sehr wohl zur Kenntnis genommen, dass der Auftrag für das Satellitensystem Galileo nach Bremen gegangen ist. Den Familienunternehmer Manfred Fuchs wird es gefreut haben. Er war mit seiner Frau unter den Gästen. Sein Unternehmen OHB hatte sich bei der Ausschreibung gegen starke Konkurrenz durchgesetzt.
Im 20. Jahr der Wiedervereinigung erinnerte Christine Lieberknecht an die Bedeutung der Deutschen Einheit. Rückblickend bezeichnete sie die damaligen Geschehnisse um den Mauerfall als "Wunder".
Die Rede der Ministerpräsidentin und einen Film von der Veranstaltung finden Sie in Kürze hier. Bilder vom Neujahrsempfang finden Sie in unserer Galerie.
Röwekamp: Bildung gehört in die Hand des Bundes
Der CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Röwekamp fordert, den Bund aktiv in die Bildungspolitik einzubeziehen und die Möglichkeit zu schaffen, in Grundsatzfragen zu einem allgemeinverbindlichen Rahmen zu kommen. „Die Ausgrenzung des Bundes aus der Bildungspolitik ist ein deutscher Sonderweg. Es ist an der Zeit darüber nachzudenken, ob wir diesen Weg weiter gehen wollen oder nicht. Ich meine, wir sollten eine Umkehr wagen“, sagte er in seiner Gastrede anlässlich eines Richtfestes des Eduard-Nebelthau-Gymnasiums am Dienstag in Bremen-Nord.
Kern von Röwekamps Kritik ist die inzwischen unüberschaubare Vielzahl an Bildungswegen, Schulzeiten, Lehrplänen und Fächerbezeichnungen, die zu einer Unvergleichbarkeit von Schulabschlüssen und dadurch zu einer Benachteiligung von Kindern und Jugendlichen führt. Er untermauerte seine Forderung mit dem Ergebnis einer Forsa-Umfrage, wonach im Vorfeld der Bundestagswahlen 91 Prozent der Eltern für eine Vereinheitlichung der Bildungssysteme stimmten. Neben einer höheren Unterrichtsqualität verspricht sich der Unionspolitiker auch bessere Bedingungen für Lehrerinnen und Lehrer. „Wenn sie von einem Bundesland ins andere ziehen wollen, müssen sie sich einem hoch bürokratischen Ländertauschverfahren unterziehen. Für Lehrerinnen und Lehrer aus der Europäischen Union ist es mittlerweile leichter, nach Deutschland zu wechseln als für Lehrkräfte innerhalb Deutschlands“, sagte Röwekamp.
Die strikte Trennung von Bundes- und Landeskompetenzen stoße in unserem föderalen System im Bereich der Bildungspolitik an ihre Grenzen. Der Bund müsse deshalb einen ordnungspolitischen Rahmen vorgeben können. „Besonders dringlich sind die Schaffung von Gemeinsamkeiten in der Lehrerbildung, die Einführung eines bundesweiten Kerncurriculums und die Vereinheitlichung von Abschlüssen durch die Einführung von Bildungsstandards mit dazugehöriger Qualitätskontrolle“, so Röwekamp.
Die vollständige Rede finden Sie hier.
Bewegender Abschied von Reinhard Metz
Mit einer bewegenden Trauerfeier haben Familie, Freunde, Weggefährten und Kollegen am heutigen Freitag Abschied von Reinhard Metz genommen. Hunderte Gäste erwiesen dem CDU-Politiker bei einem Staatsakt im Bremer Dom die letzte Ehre. Reinhard Metz war am 9. Dezember nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 72 Jahren verstorben. Die Beisetzung findet am Nachmittag auf dem Riensberger Friedhof statt.
„Die CDU verliert eine ihrer prägnantesten Persönlichkeiten“, sagte Staatsminister Bernd Neumann in seiner Trauerrede. Er beschrieb Reinhard Metz als fürsorglichen Familienvater, der seine Ehefrau und seine Kinder über alles liebte. Neumann lobte seine politische Sensibilität und rhetorische Begabung: „Reinhard Metz war politisch immer berechenbar, weil er eine feste Orientierung und Prinzipien hatte.“ Höhepunkt seiner politischen Karriere sei das Amt des Bürgerschaftspräsidenten gewesen. „Er hat es mit präsidialer Würde eindrucksvoll gelebt“, sagte Neumann. Auch Bürgerschaftspräsident Christian Weber würdigte Reinhard Metz als offenherzigen, wertvollen und verantwortungsbewussten Menschen. „Mit Dir an der Seite musste man sich vor nichts fürchten“, sagte er.
Der plötzliche Tod von Reinhard Metz hatte in der CDU große Bestürzung und Trauer ausgelöst. „Wir verlieren mit ihm nicht nur einen engagierten Streiter für christdemokratische Politik, sondern auch einen engen Berater und guten Freund“, sagte der CDU-Landesvorsitzende Thomas Röwekamp nach der traurigen Nachricht.
Reinhard Metz wurde am 18. August 1937 geboren und war von Beruf freier Journalist. Nach seinem Eintritt in die CDU im Jahr 1961 zog er 1971 erstmals als Abgeordneter in die Bremische Bürgerschaft ein. 1976 wurde er Mitglied des Bundestags und vertrat dort elf Jahre lang die Interessen Bremens und Bremerhavens. 1987 war er Spitzenkandidat bei der Bürgerschaftswahl und wurde anschließend Vorsitzender der CDU-Bürgerschaftsfraktion. In den Jahren 1995 bis 1999 war Reinhard Metz Präsident der Bremischen Bürgerschaft. Nach der Bürgerschaftswahl 1999 arbeitete er als Staatsrat im Ressort des damaligen CDU-Finanzsenators Hartmut Perschau. Von 2004 bis 2008 war er Vorsitzender des Rundfunkrats von Radio Bremen. Bis Mai 2009 hat er maßgeblich an der Entwicklung des ersten Grundsatzprogramms der Bremer CDU mitgewirkt. Zuletzt war Reinhard Metz Mitglied der Deputation für Kultur und Landesvorsitzender der Senioren Union.
18. Dezember 2009
Bürgerschaft steht vor tiefgreifenden Reformen
Weg mit undurchschaubaren Bezügen und Ungleichbehandlung von Abgeordneten, her mit einem transparenten System: Die Bremische Bürgerschaft steht vor der wohl größten Reform in der Geschichte des Abgeordnetenrechts. Die Fraktionsvorsitzenden von SPD, CDU, Grünen und FDP haben nach intensiven Verhandlungen das Fundament für tiefgreifende Veränderungen gegossen. So sollen Parlamentarier künftig privat für das Alter vorsorgen, alle Bezüge zu einer steuerpflichtigen Pauschale zusammengefasst und die Unvereinbarkeit von Beruf und Mandat von Beamten und öffentlich Bediensteten aufgehoben werden.
Geredet wurde über die Notwendigkeit einer Reform schon lange. Insbesondere die Unvereinbarkeit von Beruf und Mandat (Inkompatibilität) war lange Streitpunkt und wurde von der SPD als „heilige Kuh“ betrachtet. Kein Wunder: Die meisten davon betroffenen Abgeordneten sind Sozialdemokraten. Erst ein von der CDU gefordertes Gutachten hat Bewegung in die Sache gebracht. Der Verfassungsrechtler Professor Günter Pottschmidt kam zu dem Schluss, dass bestehende Regelungen überholt und zum Teil verfassungswidrig sind. Dies gilt beispielsweise für Ausgleichszahlungen: Bisher erhalten Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst bei Ausübung eines Abgeordnetenmandats das halbe Gehalt ihres Arbeitgebers zur Diät obendrauf. Damit soll künftig Schluss sein.
„Das Gutachten bestätigt, was die CDU immer gesagt hat: Die bestehenden Regelungen sind nicht zeitgemäß und ungerecht“, sagte der Fraktionsvorsitzende Thomas Röwekamp auf einer Pressekonferenz. Er sei froh, dass parteiübergreifend die Bereitschaft zu Reformen bestehe. „Was wir bisher besprochen haben, ist keine Beschlusssache, sondern die Grundlage für weitere Beratungen.“ Der Unionspolitiker begrüßt insbesondere die Aufhebung der Inkompatibilität. „Ich bin ein Verfechter davon, dass Abgeordnete sich nicht nur mit Politik beschäftigen, sondern auch noch einem Beruf nachgehen. Dies trägt maßgeblich zur Bodenständigkeit von Politik bei, die sich an den Interessen und Bedürfnissen der Menschen orientieren muss.“
Die Fraktionen haben sich in den bisherigen Beratungen auf vier Punkte geeinigt. 1. Sollen sämtliche Bezüge der Abgeordneten zu einer steuerpflichtigen Pauschale zusammengefasst werden. Diese soll sich auf 4.700 Euro belaufen. Bislang werden von den Fahrtkosten bis zur IT-Pauschale zwölf Positionen einzeln abgerechnet. 2. Wer in der kommenden Legislaturperiode neu ins Parlament einzieht, muss privat für das Alter vorsorgen. Bestehende Ansprüche langjähriger Abgeordneter bleiben davon unberührt. 3. Die Unvereinbarkeitsregel von Beruf und Mandat für Beamte und öffentlich Bedienstete soll komplett aufgehoben werden. 4. Sämtliche Änderungen sollen mit Beginn der 18. Legislaturperiode in Kraft treten.
Röwekamp mahnte mit Blick auf die Landtagswahlen 2011 Eile an: „Bis zur Sommerpause müssen die Beratungen in den Fraktionen beendet und die geplanten Änderungen unter Dach und Fach sein. Die Kandidaten müssen wissen, unter welchen Bedingungen Abgeordnete in der Bremischen Bürgerschaft künftig Arbeiten sollen.“ Die Abgeordneten der CDU-Bürgerschaftsfraktion werden die Vorschläge im Januar 2010 beraten.
17. Dezember 2009
SPD und Grüne verschärfen Umweltzone
SPD und Grüne machen ernst und verschärfen die Bestimmungen der Umweltzone: Wer ein Auto mit einer roten Plakette hat, darf ab Januar nicht mehr in die City fahren und muss auch um Teile der Neustadt einen Bogen machen. Die CDU hatte sich in der Stadtbürgerschaft vergeblich dafür stark gemacht, die zweite Stufe der Umweltzone auszusetzen. Kernargument: Der Verwaltungsaufwand steht in keinem Verhältnis zu der erhofften Umweltentlastung. Rot-Grün lehnten einen entsprechenden Antrag der Opposition jedoch ab.
Die Umweltzone soll dazu dienen, die Feinstaubbelastungen in der Stadt zu senken. Wer sich nicht an die Bestimmungen hält, riskiert ein saftiges Bußgeld und einen Punkt in Flensburg. Die Christdemokraten bezweifeln allerdings, dass Fahrverbote für bestimmte Autos den gewünschten Erfolg bringen. Einerseits sind viele Stinker durch die Abwrackprämie bereits von den Straßen verschwunden und durch emissionsärmere Autos ersetzt worden. Andererseits wird das Feinstaubproblem durch die Umweltzone nicht gelöst, sondern lediglich in andere Stadtteile verlagert. Der CDU-Abgeordnete Dieter Focke sprach im Parlament folglich von einer Gängelung der Autofahrer.
Die CDU befürchtet darüber hinaus Wettbewerbsverzerrungen im Einzelhandel und die Abwanderung von Kaufkraft ins Bremer Umland. Es sei schlicht nicht nachvollziehbar, weshalb Autofahrer mit einer roten Plakette zwar in den Weserpark, die Waterfront oder zu Dodenhof fahren dürften, nicht aber in die City, bemängelte jüngst der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion, Heiko Strohmann, das Vorgehen von SPD und Grünen.
Einen Bericht dazu finden Sie auch im neuesten Blickpunkt, der Zeitung des CDU-Kreisverbandes Bremen-Stadt. Das Positionspapier der CDU zur Umweltzone finden Sie hier.
16. Dezember 2009
Pastor Motschmann fordert Dialog mit Muslimen
Islam und Christentum, droht ein „Glaubenskrieg“? – Unter dieser provozierenden Überschrift hatte der CDU-Ortsverband Borgfeld unter der Leitung des Ortsvorsitzenden Jürgen Schilling zu einer Diskussionsveranstaltung mit dem bekannten Bremer Pastor Jens Motschmann eingeladen. Jens Motschmann war von 1987 bis 2007 Pastor der evangelischen St. Martini Gemeinde in Bremen und zuvor Pastor in Itzehohe.
Durch die vielen religiös motivierten Kriege könnte tatsächlich der Eindruck entstehen, dass ein gewaltsamer Zusammenstoß zwischen Islam und Christentum unausweichlich sei, räumte Motschmann vor rund 40 Zuhörern mit Blick auf die Konflikte im Irak oder in Afghanistan ein. Er warnte aber davor, alle Muslime unter Pauschalverdacht zu stellen: Die große Mehrheit der Muslime würden in Deutschland friedlich leben. Der Pastor sprach sich aber für ein entschiedenes Vorgehen gegen radikale Islamisten aus. Sie wollten eine Beendigung des westlichen Einflusses in der muslimischen Welt, die Kontrolle über muslimische Regierungen und den Aufbau eines Gottesstaates. Militärische Aktionen zur Bekämpfung des Islamismus seien in der Vergangenheit allerdings nicht das richtige Mittel gewesen, so der Pastor. Er setze vielmehr auf eine Kultur des Dialogs und der Toleranz mit den Muslimen. Dabei müsse der Wertekonsens der Kulturen in Europa gestärkt werden. „Wir müssen uns zu unseren eigenen christlichen Werten bekennen“, rief der Pastor die Zuhörer auf. Das setze natürlich ein Wissen über die eigene Religion voraus. Daran hapere es aber, meinte ein Zuhörer unter Hinweis auf das Beispiel Ost-Berlin, wo nur noch zwischen fünf und zehn Prozent der Bevölkerung einer christlichen Kirche angehören würden. „Wie sollen wir etwas über unseren Glauben erfahren, wenn der Religionsunterricht an den Schulen immer ausfällt“, fragte eine junge Zuhörerin. Eine Steilvorlage für die ehemalige Staatsrätin Elisabeth Motschmann, die ebenfalls unter den Zuhörern war. Es gebe zu wenig Religionslehrer, deshalb falle der Unterricht aus. „In Bremen dürfen Pastoren aufgrund einer Klausel in der Landesverfassung keinen Religionsunterricht geben“, erläuterte sie. Die Folge: „Wir haben immer mehr christliche Analphabeten in Bremen“, beklagte die ehemalige Staatsrätin. Die CDU habe sich immer für den Religionsunterricht an Bremer Schulen eingesetzt.
Viele Muslime würden deutlicher in ihrer Religion leben als Christen, stellte Pastor Motschmann fest. „Das Christliche verdampft, wir ziehen uns zurück, sprechen nicht nach draußen über unseren Glauben“, so der Geistliche. Sport habe eine größere Bedeutung in der Gesellschaft als Religion, obwohl insgesamt immer noch deutlich mehr Menschen in die Kirchen als in die Stadien gehen würden. Wer dialogfähig sein wolle, müsse die eigenen christlichen Wurzeln kennen und dürfe seine eigene Werteorientierung nicht aufgeben. Das Problem sei nicht der starke Islam, sondern das schwache Christentum. Die Muslime würden respektieren, wenn jemand seinen christlichen Glauben lebe. Gegensätzliches in Koran und Bibel solle nicht verschwiegen werden, warnte er vor einem falsch verstandenen Toleranzbegriff. Gemeinsamen Gottesdiensten erteilte er daher eine Absage. Denn das Bekenntnis zum Kreuz Christi, das im Zentrum eines christlichen Gottesdienstes stehe, sei für Muslime eine Gotteslästerung, so Motschmann.
Ziel müsse es sein, radikale, gewaltbereite Islamisten zu isolieren und als das darzustellen, was sie eigentlich sind: als Terroristen. Von islamischen Religionsführern erwarte er eine deutliche Distanzierung von Selbstmordattentaten und Gewalt. Das Ziel sei keine Verbrüderung, aber eine Interessengemeinschaft aller Menschen. Ob die in einem Staatsvertrag enden solle, wollte eine Zuhörerin wissen. „Ich habe Verständnis für den Wunsch der Muslime nach einem Staatsvertrag“, antwortete Elisabeth Motschmann. Praktische Fragen des Zusammenlebens müssten geklärt werden bei über 40.000 Muslimen in Bremen und über drei Millionen in Deutschland. Noch sei aber nicht klar, welcher Dachverband die Muslime vertrete. Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und die eigene Werteordnung stünden aber nicht zur Disposition, so Elisabeth Motschmann.
2.12.2009
"Integration Thema beim Bürgerstammtisch
Der Vorstand des CDU-Ortsverbandes Horn-Lehe hatte kürzlich zum sehr gut besuchten „Horner Bürgertisch“ im Clubraum des TV Eiche Horn Alexander Tassis als Referenten zu Gast. Alexander Tassis ist Historiker M.A. und beleuchtet gegenwärtig das Thema Integration in seiner Promotion. Er verwies bei diesem Thema auf seinen direkten biografischen Hintergrund. Sein Vater komme aus dem nördlichen Griechenland und sei als Analphabet als Gastarbeiter nach Deutschland gekommen..
„Zahlreiche Migranten waren in ihrer Heimat in kleineren gesellschaftlichen Einheiten zu Hause. Die Identitätsbildung über den allgemeinen und abstrakten Begriff der Gesellschaft kann nicht funktionieren. Sie wollen einfach in eine überschaubare Gemeinschaft aufgenommen werden, die ihnen die deutsche Kultur durch Literatur, Kunst, Musik, Sport, Lebensart und positiv gelebter christlicher Kultur näher bringt“,sagte er.
Das konsequente Erlernen der deutschen Sprache ist für Alexander Tassis die Grundvoraussetzung, um sich in der deutschen Kultur einzufinden. Dabei sind qualifizierte Schulungsmöglichkeiten seitens des Staates bereitzustellen. Die engagierte Mitwirkung der ausländischen Mitbürger müsse auch gesetzlich, beispielsweise in Bezug zum Bleiberecht, festgeschrieben werden. Dabei legt er den Fokus bei seinen Forderungen auch sehr auf den kindlichen Nachwuchs. „Wir erleben gegenwärtig die Ausweitung gesellschaftlich sehr problematischer familiärer Milieus. Davon sind zwar vermehrt, aber nicht nur die Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund betroffen. Die Kinder müssen da raus und wir müssen uns ein Beispiel an unseren europäischen Nachbarländern nehmen, die sehr erfolgreich die Ganztagsbetreuung in den Schulen eingeführt haben.“
Abschließend führt er die positiven Aspekte der Migration aus bevölkerungspolitischer Sicht, wie auch aus kulturell und ökonomisch bereichernden Aspekten aus. Voraussetzung für das Gelingen von Integration ist aber die Anerkennung unserer im Grundgesetz verankerten demokratischen und freiheitlichen Grundwerte, die unserem Land dauerhaft politische und gesellschaftliche Stabilität verleihen.
Alexander Tassis zog die Zuhörer stark in ihren Bann. Darauf folgte eine sehr fundierte und lebhafte Diskussion die erst spät am Abend ihren Abschluss fand.
Thomas Grahl erhält CDU-Bürgerpreis
Der Bremer Thomas Grahl ist mit dem CDU-Bürgerpreis 2009 ausgezeichnet worden. Vor rund 600 geladenen Gästen im Bremer Rathaus überreichte ihm der CDU-Landesvorsitzende den mit 1.000 Euro dotierten Preis. Er wurde damit für sein ehrenamtliches Engagement und die Betreuung von Jugendlichen in sozialen Brennpunkten im Bremer Westen geehrt. Mit je 500 Euro dotierte Anerkennungspreise gingen an Christel Tiemann für ihr Engagement im Täter-Opfer-Ausgleich sowie an Dagmar Katz, die sich mit dem Verein „Die Woge“ um Demenzpatienten kümmert. Als Ehrengast mit dabei war TV-Moderatorin und Unicef-Botschafterin Sabine Christiansen.
„Mit dem Bürgerpreis wollen wir die herausragenden Verdienste Ehrenamtlicher würdigen, aber auch auf die Unverzichtbarkeit des freiwilligen Engagements in unserer Gesellschaft hinweisen“, sagte Dr. André-Michael Schultz, Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements in Bremen und Bremerhaven. „Tausende Bremerinnen und Bremer opfern trotz steigender Arbeitsbelastungen im Beruf ihre wertvolle Freizeit in Vereinen und Institutionen und tragen so maßgeblich zum sozialen Zusammenhalt bei. Ihnen allen wollen wir an dieser Stelle herzlich danken.“ Er appellierte an die Politik, das Ehrenamt zu stärken und Vereinen die Arbeitsbedingungen zu erleichtern: „Noch immer leiden Einrichtungen unter bürokratischen Hürden, die abgebaut werden müssen.“ Als Beispiel nannte er komplizierte Verfahren für die Beantragung von Zuschüssen.
Mit Thomas Grahl fiel die Wahl auf den Ideengeber und Initiator für den Umbau eines Schutzbunkers zum Kletterbunker. Die Einrichtung im Stadtteil Gröpelingen hat sich seit der Eröffnung im Jahr 2004 zum festen Anlaufpunkt für Kinder- und Jugendliche entwickelt. Gröpelingen gilt als sozialer Brennpunkt, der von Kinderarmut und Jugendkriminalität geprägt ist. Klettern, so Grahls Idee, verbindet Bewegung und soziale Kompetenz. Kinder und Jugendliche lernen dabei, Risiken einzuschätzen und Verantwortung füreinander zu übernehmen. Thomas Grahl ist diplomierter Sozialarbeiter und seit mehreren Jahren beim Zentrum für Schule und Beruf tätig.
Einer von beiden Anerkennungspreisen ging nach Huchting. Dort betreibt Christel Tiemann eine Konfliktschlichtungsstelle. Sie ist auf dem Gebiet der Opferhilfe und Kriminalprävention aktiv und engagiert sich seit über sechs Jahren für den Täter-Opfer-Ausgleich. Dagmar Katz nahm stellvertretend für den Verein „Die Woge“ die Auszeichnung entgegen. Nach zweijähriger Aufbauphase ist es ihr gelungen, zusammen mit dem Verein eine Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz zu eröffnen. Die Einrichtung besteht seit 2003 und bietet Betroffenen Rund um die Uhr Hilfe.
Für die Auswahl der Preisträger war eine unabhängige und hochkarätig besetzte Jury verantwortlich. Dem Gremium gehörten acht Mitglieder an, darunter André-Michael Schultz, Dominique Wehrmann (französische Honorarkonsulin), Ulrike Hauffe (Landesgleichstellungsbeauftragte), Heiko Rode (Landesgeschäftsführer des BUND) und Wolfgang Schaper (Vizepräsident des Landessportbundes).
In unserer Galerie finden Sie Bilder sowie im Flashvideo-Bereich einen Film von der Veranstaltung.
(19.11.2009)
CDU: Zeit noch nicht reif für Staatsvertrag mit Muslimen
Die Zeit für einen Staatsvertrag mit Muslimen ist aus Sicht der Bremer CDU noch nicht reif. Der Dachverband "Schura" wünscht sich eine entsprechende Vereinbarung, wie sie mit Katholiken, der evangelischen Kirche und jüdischen Gemeinden besteht. Das Ziel: Die Islamvertreter wollen mehr Mitspracherechte in Institutionen wie der Universität oder Radio Bremen erhalten. Unterstützung gibt es dafür von den Grünen, die CDU dagegen setzt auf einen dauerhaften Dialog.
"Ein ausgiebiger Dialog mit dem Islam ist die Grundlage für vertragliche Regelungen mit dem Staat und nicht umgekehrt, wie es die migrationspolitische Sprecherin der Grünen, Zahra Mohammadzadeh, fordert", sagt Elisabeth Moschmann, CDU-Sprecherin für Angelegenheiten der Kirchen und der Religionsgemeinschaften. Ein Staatsvertrag könne nicht die Voraussetzung für den Dialog sein, sondern nur das Ziel. "Nicht nur das Verhältnis der Christen zu den Muslimen müsse thematisiert werden, sondern auch das Verhältnis der Muslime zu den Christen", sagt Motschmann. Für beide Seiten sei das Thema äußerst sensibel. Die Unionspolitikerin weist darauf hin, dass noch viele Fragen im Hinblick auf das Verhältnis zwischen Staat und Islam ungeklärt seien. Dafür sei ein fester Gesprächsrahmen nötig. "Die vom damaligen Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble ins Leben gerufene Islamkonferenz ist so ein Forum mit Ausstrahlungskraft - auch nach Bremen", sagt Elisabeth Motschmann und fügt hinzu: "Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Islamkonferenz auch von der neuen Bundesregierung fortgesetzt werden soll. Ein solcher Gesprächsrahmen für Bremen wäre im Sinne einer Dialogpartnerschaft ein wichtiger Schritt nach vorn."
Der CDU-Landesvorstand hatte sich mit dem Thema in seiner Sitzung im August beschäftigt. Den Beschluss dazu finden Sie hier.
CDU spricht sich für Stärkung des Handwerks aus
Die Bremer CDU will die Gründung von Handwerksbetrieben vereinfachen, Schwachstellen in der Handwerksordnung ausbessern und Frauen den Zugang zu der Branche erleichtern. Das geht aus einem Leitantrag hervor, den die Christdemokraten am Mittwochabend auf ihrem Landesparteitag in der Vegesacker Strandlust verabschiedeten. An der Diskussion beteiligten sich auch Kreishandwerksmeister Jan-Gerd Kröger (Kreishandwerkerschaft Bremen) sowie Josef Solscheid, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bremerhaven.
Eingebracht hat den Antrag der ehemalige Wirtschaftssenator Jörg Kastendiek, der die Leistungsfähigkeit des Handwerks im Lande Bremen hervorhob. Die Statistik: Rund 5.000 Betriebe und mehr als 20.000 Beschäftigte tragen maßgeblich zur Wirtschaftskraft in Bremen und Bremerhaven bei. Sie erzielen einen Jahresumsatz von rund 2,4 Milliarden Euro. „Hinzu kommt eine Ausbildungsquote, die in der Industrie nur noch ganz selten zu finden ist“, sagte Kastendiek. Dann sein Angriff auf den rot-grünen Senat: Die Landesregierung vernachlässige die Existenzgründer und erschwere den Handwerkern mit Symbolpolitik wie der Einführung einer Umweltzone die Arbeit. Sein Fazit: „Die Umweltzone trifft die kleinen Handwerksbetriebe, erzielt aber nicht den gewünschten Erfolg.“
In einem Punkt waren sich alle Redner einig: Die Unterrichtsqualität in den Schulen muss besser werden. „Das Handwerk muss sich darauf verlassen können, dass Auszubildende Kernkompetenzen wie Lesen, Rechnen und Schreiben beherrschen und nicht erst während der Lehrzeit erlernen müssen“, sagte Dr. André-Michael Schultz, CDU-Sonderbeauftragter für soziale Integration und Chancengerechtigkeit. Er brachte einen Ergänzungsantrag ein. Darin stellte er klar, dass neben einer besseren Bildung auch die Bemühungen um Integration verstärkt werden müssen. „Ein besonderes Augenmerk ist hierbei auf den Erwerb und die Förderung der deutschen Sprache zu legen, damit Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund die notwendigen sprachlichen Voraussetzungen für eine Ausbildung in einem handwerklichen Betrieb mitbringen“, schreibt Schultz. Josef Solscheid bekräftigte: „Wir brauchen ein optimiertes, ein gutes Schulsystem. Ohne dies haben wir künftig auf europäischer Ebene und weltweit keine Chancen.“ Welcher Weg dafür der Beste ist, bleibt jedoch strittig. Während sich die CDU für ein gegliedertes Schulwesen ausspricht, hält Solscheid die „Schule für alle“ für ein geeignetes Modell.
Kreishandwerksmeister Jan-Gerd Kröger forderte von der Politik mehr Verlässlichkeit. Der Kontakt zum Handwerk müsse regelmäßig statt nur in Krisenzeiten gesucht werden. Er sprach sich für eine intensivere Bekämpfung der Schwarzarbeit aus, die sich seit 2004 mehr als verdoppelt habe. Dafür müsse der Steuerbonus auf haushaltsnahe Dienstleistungen angehoben werden. „Runter mit der Mehrwertsteuer, rauf mit dem Handwerkerbonus“, sagte er. Außerdem müssten heimische Betriebe bei der Vergabe öffentlicher Aufträge stärker berücksichtigt werden. „Es gibt in Bremen tatsächlich Bereiche, in denen auswärtige Unternehmen leichter an Aufträge kommen als heimische“, bemängelte er.
In unserer Galerie finden Sie Bilder von der Veranstaltung und unter CDU-Bremen TV ein Video.
11. November 2009
Sparen bleibt für SPD und Grüne ein Tabu
Die von CDU-Fraktionschef Thomas Röwekamp vorgeschlagene Enquetekommission hat in Bremen keine Chance. Die rot-grüne Mehrheit schmetterte am Donnerstag einen entsprechenden Antrag im Landtag ab. Das Gremium sollte Sparvorschläge zur Entlastung des Landeshaushalts erarbeiten. Bremen und Bremerhaven steuern auf die Rekordverschuldung von 18 Milliarden Euro zu. Erneut gab es von SPD und Grünen weder Sparvorschläge noch alternative Ideen für einen Ausweg aus der Schuldenspirale.
„Mit den bisher ergriffenen Sparmaßnahmen werden wir die Probleme unseres Landes nicht lösen können“, sagte Röwekamp im Parlament. Er warnte vor einem schlichten „weiter so“ in der Ausgabenpolitik von SPD und Grünen. Der Senat müsse sich an Strukturen wagen, in denen Millionenbeträge versickern. Entsprechende Vorschläge hatte der Unionspolitiker kürzlich auf einer Pressekonferenz gemacht, darunter die Verschmelzung der Theater in Bremen und Bremerhaven zu einem Landestheater. Ebenfalls müsse hinterfragt werden, ob die Beteiligung an Gesellschaften wie der Brepark oder der Gewoba noch Sinn mache.
Röwekamp erinnerte daran, dass schon im Jahr 2004 SPD und Grüne eine Enquetekommission vorgeschlagen hatten – damals gegen den Willen der Christdemokraten. Röwekamp sparte nicht mit Selbstkritik und appellierte an Rot-Grün, dem Antrag doch noch zuzustimmen: „Es mag sein, dass die CDU damals falsch entschieden hat. Aber was damals richtig war, muss heute nicht falsch sein.“ Vergebens. Sowohl Dr. Hermann Kuhn (Grüne) als auch Uta Kummer (SPD) erteilten der Enquetekommission eine Absage, blieben eine schlüssige Erklärung dafür allerdings schuldig. Kuhn beschränkte sich auf Stammtisch-Rhetorik: Röwekamp wolle sich einen Raum schaffen, „in dem er irgendwie mitregieren kann.“ Ohne Inhalt auch die Rede von Uta Kummer: Sie beschränkte sich auf die Aneinanderreihung von Zitaten.
(29. Oktober 2009)
Bewegende Momente zum Abschied von Helmut Pflugradt

- Foto: Helmut Pflugradt
Es wird nicht leicht werden – das wussten alle, die am Montagabend zum Kreisparteitag der CDU in Bremen-Nord fuhren. Und so flossen bei einigen Wegbegleitern Tränen: Helmut Pflugradt sagte nach 18 Jahren an der Spitze des Kreisverbandes tschüs. Wenige Stunden zuvor hatte er nach 34-jähriger Tätigkeit in der Bürgerschaft auch angekündigt, zum Ende des Monats sein Abgeordnetenmandat niederzulegen. „Ich blicke stolz darauf, was ich hier hinterlasse“, sagte er den Mitgliedern in der Vegesacker Strandlust. Mit dabei waren neben dem CDU-Landesvorsitzenden Thomas Röwekamp auch langjährige Weggefährten wie Bremerhavens Bürgermeister Michael Teiser, Ex-Bausenator Ronald-Mike Neumeyer und Jörg Kastendiek. Letzterer wurde zu Pflugradts Nachfolger gewählt.
„Ich habe lange überlegt, ob und wann ich aufhöre“, schilderte Pflugradt die vergangenen Monate. Er sprach von einer Entscheidung, die wohlüberlegt und gereift sei. Spekulationen über einen möglichen Austritt aus der CDU erteilte er aber eine klare Absage: „Ich habe jahrelang für den Erfolg dieser Partei gekämpft. Wir haben zwar auch Konflikte gehabt, aber deshalb gibt man nicht alles auf.“ Helmut Pflugradt gehört seit 1966 der CDU an. Er arbeitete sich vom Mitarbeiter der Fraktion bis in die höchsten Parteigremien hoch. Folgerichtig wurde er auf dem Kreisparteitag einstimmig zum Ehrenvorsitzenden seines Kreisverbandes gewählt.
Thomas Röwekamp erinnerte in seiner Rede daran, dass Pflugradt in einem Wahlkampf trotz Krankschreibung die unterstützenden Agenturen bis spät in die Nacht auf Trab gehalten hat. „Du hast in all den Jahren viele Höhen und Tiefen durchgemacht und durchstanden. Wir danken Dir für Deinen unermüdlichen Einsatz und Deine Treue zur CDU“, sagte der Landesvorsitzende. Dass er zum Abschied ein Geschenk dabei hatte, versteht sich von selbst: ein Dirigent in Form einer Marionette. „Du hast Dich nie um die erste Geige bemüht, wolltest aber immer bestimmen, was gespielt wird“, sagte Röwekamp. Nun soll er den Takt im Finanzamt vorgeben – dort, wo Helmut Pflugradt künftig wieder seiner Arbeit nachgehen wird.
(26. Oktober 2009)
Bernd Neumann bleibt Mitglied der Bundesregierung
Der Bremer CDU-Politiker Bernd Neumann bleibt auch in der neuen Bundesregierung Staatsminister und Beauftragter für Kultur und Medien. Das ist im Rahmen der Kabinettsaufstellung bestätigt worden. Damit hält der Ehrenvorsitzende des Landesverbandes weitere vier Jahre die Farben von Bremen und Bremerhaven im Bundeskanzleramt hoch.
Der Landesvorsitzende Thomas Röwekamp begrüßt die Entscheidung: "Bernd Neumann hat als Staatsminister in der zurückliegenden Legislaturperiode Herausragendes geleistet. Dass mit ihm ein Bremer in der Bundesregierung vertreten ist, tut unserem Land gut." Als langjähriges Mitglied des Bundestags verfüge Neumann über die nötige Erfahrung, die Probleme zu meistern, mit denen sich Kulturschaffende bundesweit konfrontiert sehen. Röwekamp: "Die Finanz- und Wirtschaftskrise geht auch an den kulturellen Häusern nicht spurlos vorüber. In dieser Situation braucht die Szene einen kompetenten und verlässlichen Partner in der Politik. Als solcher wird Bernd Neumann geschätzt. Ich wünsche ihm für die kommenden Aufgaben und Jahre viel Erfolg."
Bernd Neumann selbst hat bereits angekündigt, weiterhin für die Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Kultur zu kämpfen.
(24. Oktober 2009)
CDU stößt Spardebatte an
Die Bremer CDU-Fraktion unternimmt einen weiteren Versuch, den rot-grünen Senat zum Sparen zu bewegen. Grund ist die desolate Haushaltslage des Landes: Bremen und Bremerhaven droht die Rekordverschuldung von 18 Milliarden Euro. Die Christdemokraten haben sich in ihrer Fraktionssitzung am Montag einstimmig für die Einsetzung einer Enquetekommission ausgesprochen. Den entsprechenden Antrag dazu bringt die CDU in die kommende Sitzung der Bürgerschaft ein.
„Bremen und Bremerhaven stehen finanzpolitisch mit dem Rücken zur Wand. Wenn wir den Haushalt sanieren und die in der Föderalismuskommission verabredete Schuldenbremse ab 2020 einhalten wollen, muss das Land die Ausgaben drastisch reduzieren“, sagte der Fraktionsvorsitzende Thomas Röwekamp auf einer Pressekonferenz. Im Haushaltsjahr 2010 planen SPD und Grüne Ausgaben in Höhe von 4,3 Milliarden Euro. Dem gegenüber stehen nur 3,4 Milliarden Euro. „Damit wird im kommenden Jahr jeder vierte Euro geliehen, jeder sechste Euro geht für Zinsen drauf“, erläuterte Röwekamp.
Die CDU-Fraktion hatte die Landesregierung in den zurückliegenden Monaten mehrfach aufgefordert, eine Sparliste zu erstellen. Vergeblich. Die von der Opposition in der Bürgerschaft unterbreiteten Sparvorschläge wurden abgelehnt, ein von der CDU angebotener „Pakt für Bremen“ bisher nicht angenommen. Die Einsetzung einer Enquetekommission bietet nun eine neue Chance, parteiübergreifend Sparpotenziale zu heben. „Ich bin mit der CDU-Fraktion der festen Überzeugung, dass wir nicht kapitulieren dürfen. Ich weiß, dass man auch unter den gegebenen schwierigen Verhältnissen in Bremen weiter sparen kann“, sagte Röwekamp.
Bereits am Montag brachte er als Gastredner vor dem Plenum der Handelskammer mehrere Beispiele für Sparpotenziale ins Spiel. So komme der Senat nicht drum herum, über den Verkauf von staatlichen Unternehmen, Beteiligungen und Grundstücken zu sprechen. „Ein Verkauf ist dann betriebswirtschaftlich sinnvoll, wenn wir mit dem Erlös unsere Schuldenlast senken und dadurch mehr Zinszahlungen einsparen, als die Beteiligung an Erträgen einbringt“, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende. Darüber hinaus müssten die Personalkosten in der Verwaltung gesenkt und die kommunalen Theater zu einem Landestheater mit zwei Spielstätten verschmolzen werden. Auch die Politik müsse sich am Sparen beteiligen: So regte Röwekamp eine weitere Verkleinerung der Bürgerschaft an.
Die komplette Rede des CDU-Fraktionsvorsitzenden vor dem Plenum der Handelskammer finden Sie hier.
Den Antrag auf Einsetzung einer Enquetekommission lesen Sie hier.
Hören Sie hier Thomas Röwekamp im O-Ton nach der Pressekonferenz.
(20. Oktober 2009)
Bremer CDU bejubelt Wahlergebnis
Jubel bei den Christdemokraten in der ganzen Republik – und die Bremer CDU freut sich gleich doppelt: Nicht nur, dass es bei den Bundestagswahlen für eine bürgerliche Mehrheit mit der FDP gereicht hat, im Land Bremen haben die Christdemokraten ihre Stimmanteile entgegen dem Bundestrend sogar noch ausgebaut! Das hat es in der sozialdemokratischen Hochburg noch nie gegeben.
Bei den Zweitstimmen legte die Bremer CDU von 22,76 Prozent in 2005 auf jetzt 23,94 Prozent zu. Auch bei den Erststimmen sieht’s gut aus: Dr. Rita Mohr-Lüllmann erzielte im Wahlkreis 55 28,71 Prozent und übertraf damit das Ergebnis von 2005 (28,15). Für Spitzenkandidat und Staatsminister Bernd Neumann stimmten im Wahlkreis 25,77 Prozent der Wählerinnen und Wähler (24,80). Er zieht erneut in den Bundestag ein.
Ein Debakel erlebte dagegen die SPD. Deren Direktkandidat Carsten Sieling schaffte zwar den Sprung auf die Oppositionsbank in Berlin. Allerdings nur mit einem Stimmenanteil von 33,74 Prozent. Zum Vergleich: Im Jahr 2005 erhielt der damalige SPD-Kandidat Volker Kröning 48,34 Prozent! Im Land rutschten die Sozialdemokraten von 42,93 Prozent auf jetzt 30,34 Prozent ab.
„Dieser Wahlkampf war für meine weitere politische Arbeit in Bremen ein Gewinn. Ich habe in unzähligen Gesprächen viel gelernt“, kommentierte die CDU-Kandidatin Rita Mohr-Lüllmann hinterher ihr Abschneiden. Auch der CDU-Landesvorsitzende Thomas Röwekamp freute sich über die Resultate: „Die CDU bleibt im Bund mit einem Riesenabstand stärkste Kraft, und es reicht für eine Koalition mit der FDP. Damit gilt wieder Vorfahrt für Wachstum und Beschäftigung.“
Dass im Land Bremen der Abstand zwischen SPD und CDU auf 6,4 Prozentpunkte geschmolzen ist, werteten viele Gäste der Wahlparty als Signal für die Bürgerschaftswahl im Jahr 2011 – die Aufholjagd hat begonnen.
(28. September 2009)
CDU läutet Schlussspurt ein
Auf in den Endspurt: Die CDU in Bremen und Bremerhaven mobilisiert in den letzten Tagen vor der Bundestagswahl noch einmal alle Kräfte und wirbt um die Erst- und Zweitstimme der Wählerinnen und Wähler. Lange war die Chance nicht mehr so groß, dass für die Bremer CDU gleich zwei Kandidaten den Sprung nach Berlin schaffen. Wichtig: Die Erststimme gehört den Direktkandidaten, die Zweitstimme der Kanzlerin! Direktkandidatin im Wahlkreis 55 (Bremen I) ist Dr. Rita Mohr-Lüllmann, Direktkandidat im Wahlkreis 56 (Bremen II) ist Bernd Neumann.
Die CDU schwärmt in den nächsten Tagen im gesamten Land aus, außerdem veranstaltet die Junge Union am Samstag, 26. September, ab 22 Uhr im Leos (Parkallee 1) die Climax „election“-Party. Hier die Übersicht, wo die CDU vertreten ist:
Bremen:
08.00-13.00
Westen/Findorff, Findorffer Wochenmarkt/ Ecke Eickedorfer Straße, v.d. Kunstwerk
09.00-13.00
Huchting, Markt Sodenmatt / Heinrich-Plett-Allee
09.00-13.00
Neustadt, Pappelstr. / Ecke Delmestr. / Wochenmarkt Gottfried-Menken-Str.
09.00-13.00
Niedervieland, "Am Marktplatz" - Dötlinger-/Ecke Woltmersh. Str.
09.00-13.00
Oberneuland, Mühlenfeldstraße, beim Sparmarkt
09.00-13.00
Osterholz, Endstation Linie 1, St. Gotthard-Str.
09.00-13.00
Osterholz, Einkaufszentrum Blockdiek, Max-Säume-Str.
09.00-13.00
Östl. Vorstadt, REWE, Am Hulsberg
09.00-13.00
Schwachhausen, ReWe, Hartwigstraße / Wachmannstraße
09.30-12.00
Vahr, Berliner Freiheit, Freifläche Kurt-Schumacher-Allee
09.00-13.00
Westen/Walle, Wochenmarkt Wartburgplatz
09.00-13.00
Wümme/Horn-L., Lestra
09.00-13.00
Wümme/Horn-L., REWE, Wilhelm-Röntgen-Str.
09.00-13.00
Wümme/Borgf., Wochenmarkt Borgfelder Heerstr.
9.30-15.00
Westen/Gröpel., Wochenmarkt Pastorenweg
10.00-12.00
Obervieland Kattenturm-Mitte, Gorsemannstr. Polizeirevier
Bremerhaven:
Freitag, 25. September, 16 Uhr Infostand in Wulsdorf
Samstag, 26. September
09 Uhr Infostand in Mitte, Rotersand
10 Uhr Infostand in Geestemünde, Konrad-Adenauer-Platz
10 Uhr Infostand in Leherheide, Einkaufszentrum/Wochenmarkt
10 Uhr Infostand in Lehe, Ernst-Reuter-Platz, vor dem Wochenmarkt
10 Uhr Infostand in Lehe, Twischlehe vor dem Lidl-Markt
11 Uhr Infostand in Mitte, Fußgängerzone in Höhe Karstadt
14 Uhr Plakatieren bei der Firma Brackmann, Grauwallring
18.30 Uhr Laternenumzug durch den Blink und das Eckernfeld
Mehr Infos auf www.cdu-bremerhaven.de
Die CDU Bremerhaven bietet einen Fahrdienst zum Wahllokal an: 0471 2 70 31
(23. September 2009)
CDU feiert Marktplatzfest mit tausenden Besuchern
Bullriding, Kinderschminken, Live-Musik: Die Bremer CDU hat am Samstag ihr Marktplatzfest im Herzen der Bremer Innenstadt gefeiert - und tausende Besucherinnen und Besucher waren bei traumhaftem Wetter dabei. Kinder konnten rot-grüne Träume beim Pfeilewerfen auf Luftballons zerplatzen lassen, die Erwachsenen vergnügten sich beim Bullriding. Die beiden CDU-Direktkandidaten für die Bundestagswahlen, Staatsminister Bernd Neumann und Dr. Rita Mohr-Lüllmann, waren auch vor Ort. Organisiert hat das Fest der CDU-Kreisverband Bremen-Stadt.
Zeitgleich veranstaltete die Bremerhavener CDU ihren "Bürgermarkt" in der City der Seestadt. Auch dort gab es prächtige Stimmung und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm.
(19.09.2009)
Warum Jugendgewalt zuallererst etwas mit den Elternhäusern zu tun hat
„Die Leiche wies 22 Verletzungen durch Einwirkung stumpfer Gewalt am Kopf und am Oberkörper auf.“ So steht es im vorläufigen Obduktionsbericht zum Münchner S-Bahn Mord, den die Staatsanwaltschaft veröffentlicht hat. Die Täter – drei Jugendliche von 17 beziehungsweise 18 Jahren – traten und schlugen mit brutaler Gewalt immer wieder auf das Opfer, Dominique Brunner (50), ein. Dieser wollte Kindern helfen, die von den drei Tätern bedroht wurden, um Geld zu erpressen. Das ist die nüchterne Kurzfassung eines grausamen Mordes auf einem Münchner Bahnhof. Nur fünf Tage später hat in Ansbach wiederum ein 18 Jähriger in einer Schule auf Kinder mit einem Beil eingeschlagen und Molotow- Cocktails geworfen. Zehn Schülerinnen und Schüler wurden verletzt, zwei Mädchen darunter schwer.
Das Entsetzen in der Bevölkerung ist groß. Die Medien berichten ausführlich. Wir quälen uns mit Fragen nach dem „Warum“! Wie kann es sein, dass Jugendliche zu einer solch grausamen Tat fähig sind? Wo liegen die Ursachen dieser Taten und wie sind sie zu bekämpfen? Monokausale Antworten auf diese Fragen gibt es nicht. Patentrezepte gibt es erst recht nicht.
Politiker aller Parteien überschlagen sich mit Vorschlägen, wie man gegen derartige Täter vorgehen sollte. Die Liste der möglichen Konsequenzen ist lang. Da ist die Rede von einer Verschärfung des Strafrechts, von der Anwendung des Erwachsenenstrafrechts auf jugendliche Täter, von Höchststrafen, von mehr Überwachung durch Videokameras, von mehr Polizei, von Frühwarnsystemen an den Schulen und so weiter. Diese Vorschläge müssen ebenso selbstverständlich auf die politische Tagesordnung wie die Frage, was wir mit den Jugendlichen tun, die keinen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz haben. Die Ursachen des eigentlichen Problems löst man mit all diesen Maßnahmen jedoch nicht. Der Staat allein ist machtlos gegen die Verwahrlosung von Kindern und Jugendlichen, wenn die Elternhäuser ihre Verantwortung nicht erkennen. Der Staat kann immer nur reagieren, die Eltern jedoch müssen agieren, bevor es zu spät ist. Auch der Vorschlag, mehr Psychologen an den Schulen einzusetzen, um früher zu erkennen, wann Schüler Verhaltensauffälligkeiten zeigen, die zu Gewaltakten führen könnten, ist kein Ersatz dafür, dass zuallererst Eltern dies erkennen beziehungsweise verhindern müssten.
„Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht.“ So steht es in Artikel 6(2) des Grundgesetzes. Haben wir das vergessen? Wenn Kinder mit stumpfer und brutaler Gewalt auf Menschen eintreten, schlagen oder gar schießen, dann muss die Gesellschaft nicht nur hilfesuchend auf den Staat blicken, sondern auch und insbesondere auf die Familien.
Hier und nirgendwo anders liegt der Kern des Problems. Der Zusammenhalt und die Bindungen innerhalb der Familien lassen immer stärker nach. Die Verantwortung füreinander schwindet. Jeder geht zunehmend eigene Wege: Mutter, Vater, Kinder. Die Gespräche verstummen, wenn alle immer mehr Stunden am Tag vor dem Fernsehen, oder dem Computer verbringen. Das Miteinander leidet, wenn es keine gemeinsamen Mahlzeiten, wenn es keine gemeinsamen Unternehmungen in der Freizeit mehr gibt. „Geiz ist geil“ gilt offenbar auch und insbesondere für die Zeit, die wir für unsere Nächsten aufwenden sollten. Wir geizen mit unserer Zeit, auch mit der Zeit für unsere Kinder. Alles andere ist wichtiger. Jeder ist sich selbst der Nächste. Wir jagen durch den Alltag, wir jagen nach Geld, wir jagen nach Amüsement und Zerstreuung.
Kinder brauchen Aufmerksamkeit, Kinder brauchen Zuwendung, Zeit und viel Liebe. Diese einfache, schlichte Wahrheit wollen viele nicht mehr wahrhaben, geschweige denn umsetzen. Die Pflicht, Kinder zu „pflegen und zu erziehen“, wird von immer mehr Eltern nicht mehr oder unzureichend wahrgenommen. Das kann nicht gut gehen. Eltern haben versagt, wenn Kinder verwahrlosen. Dieses Urteil ist hart und darum wagt niemand mehr darauf hinzuweisen. Wenn wir aber diese schlichte Tatsache verschweigen oder verdrängen – aus welchen Gründen auch immer – sind wir am Ende mitverantwortlich für die Gewaltspirale in unserer Gesellschaft.
Wie vergessen, wie verlassen, wie ungeborgen müssen Kinder bzw. Jugendliche sein, bevor sie zu solchen Taten fähig sind? Welchen Platz haben diese Jugendlichen im Leben ihrer Eltern, im Leben ihrer Familien? Die Münchner Täter waren der Polizei bekannt, sie sind bereits vorbestraft. Die Täter von Winnenden und Erfurt waren Einzelgänger, die sich sozial isoliert hatten. Wer hat sich vor den Gewalttaten um diese Jugendlichen gekümmert? Wer hat erste Alarmsignale überhört - oder schlimmer - ignoriert? Wer hat mit ihnen etwas unternommen, um ihnen eine Perspektive zu geben? Wer hat ihnen Werte vermittelt, die das Leben lebenswert machen?
Wer hat mit ihnen Gespräche geführt, die über die flüchtige, unumgängliche Alltagsverständigung hinausgehen? Im Blick auf die Vorfälle in München, Ansbach, in Winnenden oder Erfurt ist es zu spät. Menschen wurden Opfer sinnloser, brutaler Gewalt von Jugendlichen. Aber angesichts dieser grausamen Vorfälle müssen wir in die Zukunft blicken. Was muss anders werden, wo müssen wir mit unseren Konsequenzen ansetzen? Wen müssen wir wachrütteln und ermutigen?
Erziehung ist keine Frage von Geld. Erziehung ist eine Frage von Zeit. Zeit, die wir unseren Kindern schenken, ist niemals verschenkte Zeit. Deshalb kommen die jugendlichen Täter von brutaler Gewalt nicht etwa nur aus sozial schwachen Familien, sondern nicht selten auch aus so genannten „bürgerlichen Elternhäusern“. Wir haben uns angewöhnt, Familien, die über ein gutes, zumindest solides Einkommen der Eltern verfügen, als „gutes Elternhaus“ oder „bürgerliches Elternhaus“ zu bezeichnen. Welch ein Irrtum. Einsamkeit und Verlassenheit können überall entstehen, mitten in unseren Familien, ob arm oder reich, mitten in unserer Gesellschaft. Der Ansbacher Täter ging in die 13. Klasse eines Gymnasiums.
Politisch sind die bereits entstandenen Probleme kaum noch in den Griff zu bekommen. Wer die politischen Diskussionen nicht nur im Wahlkampf verfolgt, muss feststellen, dass es fast ausschließlich nur noch um das Thema Finanzen geht oder um die „finanziellen Rahmenbedingungen“ in den verschiedenen Politikfeldern. Die Finanzkrise hat diese sich seit vielen Jahren abzeichnende Entwicklung nur verstärkt, ausgelöst hat sie diese Merkantilisierung der Politik nicht. Man gewinnt den Eindruck, dass Politiker sich in permanenten Finanz- und Haushalts-beratungen befinden.
Auch die Medien haben diesem Trend wenig entgegenzusetzen. Ob Nachrichten, Kommentare, Talkshows oder das Duell zwischen Merkel und Steinmeier, alles dreht sich ums Geld. Themen wie Familie, Kinder, Bildung oder auch aus aktuellem Anlass Werte wie beispielsweise Zivilcourage werden so gut wie gar nicht thematisiert.
Die Wertediskussion ist – so hat es den Anschein – eher unerwünscht. Man überlässt sie allenfalls den Kirchen oder den wenigen Konservativen, die dann als „notorische Nörgler“ als „ewig Gestrige“ oder als „sendungsbewusste, rückständige Kritiker“ bezeichnet werden. Zwar beklagt man immer häufiger das fehlende Wertebewusstsein in unserer Gesellschaft, weil spektakuläre Gewaltaktionen uns immer wieder erschüttern. Aber die Aufgabe, sich für Werte einzusetzen, wird nicht angepackt.
Wenn es Lehren aus den verschiedenen Vorfällen gibt, dann muss die Gesellschaft, dann müssen Politiker und Vertreter der Medien endlich wieder Themen in den Mittelpunkt rücken, in denen es um die wirklichen Werte unseres Lebens geht und das ist ganz bestimmt nicht zuallererst der Geldwert.
(18. September 2009)
Diskussion: Mehrheit der Zuschauer steht hinter Bernd Neumann
Zweiter Teil der vom Weser Kurier veranstalteten Podiumsdiskussionen zur Bundestagswahl: Am Mittwochabend traf in der Vegesacker Strandlust CDU-Spitzenkandidat Bernd Neumann auf die Kandidaten von SPD, Grünen, FDP und Linkspartei. Der Staatsminister zeigte sich kämpferisch und leistete Überzeugungsarbeit. Die Mehrheit der rund 250 Zuschauer stand hinter ihm, wie eine anschließende Abstimmung belegte. Die Zuhörer konnten auf einem Stimmzettel für ihren Favoriten des Abends votieren, das Ergebnis: Bernd Neumann erhielt 90 Stimmen und lag damit weit vor Uwe Beckmeyer (SPD), der 55 Stimmen auf sich vereinte. Klaus Möhle (Grüne) erhielt 33 Stimmen, Oliver Möllenstädt (FDP) 15 und Inga Nitz (Die Linke) 18.
Bernd Neumann legte sich mächtig ins Zeug und lobte die CDU-geführte Bundesregierung für ihr umsichtiges und schnelles Handeln nach dem Einbrechen der internationalen Finanzmärkte. Er sprach sich für einen Dreiklang aus Wirtschaftswachstum, Schuldentilgung und Steuersenkungen aus, um die gegenwärtige Krise zu bewältigen. Dann sein klares Bekenntnis zu einem schwarz-gelben Bündnis: Die Weichen für Wachstum und Beschäftigung seien mit der FDP leichter zu stellen als mit der SPD. Neumann warf den Sozialdemokraten in der Debatte um die künftige Regierungskonstellation Scheinheiligkeit vor. „Einerseits warnen Sie vor einem sozialen Kahlschlag unter Schwarz-Gelb und verteufeln die FDP, andererseits buhlen Sie um die Partei, um nicht mit der Linken koalieren zu müssen“, griff der Staatsminister unter dem tosenden Beifall der Zuhörer SPD-Kandidat Uwe Beckmeyer an.
Neumann verteidigte den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr, die ihrer Bündnisverpflichtung nachkommen müsse und wichtige Hilfe beim Aufbau des Landes leiste.
Als Staatsminister und Beauftragter für Kultur und Medien hat sich Bernd Neumann vielfach für die Interessen Bremens und Bremerhavens eingesetzt. So unterstützte er beispielsweise die Erweiterung der Kunsthalle mit einer Finanzspritze über zehn Millionen Euro, bewahrte das Tanzfilm-Archiv vor dem Aus und förderte den St.-Petri-Dom mit 100.000 Euro.
Die Norddeutsche berichtet in ihrer morgigen Ausgabe umfangreich über die Veranstaltung. Wer die Ausgabe des Weser Kuriers nicht erhält, wird unter www.die-norddeutsche.de fündig.
Bilder von der Diskussionsveranstaltung finden Sie hier.
(16. September 2009)
WK-Leser geben Rita Mohr-Lüllmann ihre Stimme
Heimspiel für die CDU-Direktkandidatin Dr. Rita Mohr-Lüllmann: Rund 250 Zuschauer verfolgten am Montagabend in der Glocke eine Podiumsdiskussion des Weser Kuriers zur Bundestagswahl. Gemeinsam mit den Kandidaten von der SPD, Grünen, FDP und der Linkspartei stellte sie sich den Fragen vom Moderatoren-Duo Lars Haider (Chefredakteur) und Joerg-Helge Wagner sowie dem Publikum. Gemessen am Applaus und dem anschließenden Abstimmungsverhalten der 250 Zuschauer ging Rita Mohr-Lüllmann als klare Siegerin hervor.
Im Mittelpunkt der Diskussion standen der Afghanistan-Einsatz, der Streit um die Nutzung von Atomenergie und die Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise. „Natürlich wünschen wir uns alle, dass unsere Soldaten nach Hause kommen“, sagte die Christdemokratin. Doch Deutschland stehe als Mitglied der UNO in einer Bündnisverpflichtung. Die Bundeswehr leiste einen wichtigen Beitrag zum Wiederaufbau des Landes. Dafür müssten die Soldaten die benötigte politische und materielle Unterstützung erhalten. Mohr-Lüllmann warnte: Mit einem unverzüglichen Abzug der deutschen Truppen würden die Erfolge der vergangenen Jahre, darunter der Bau von Schulen und Krankenhäusern, mit einem Schlag zunichte gemacht.
Deutliche Worte fand Rita Mohr-Lüllmann auch zur Finanzpolitik. Sie sprach sich für strengere Regeln auf den internationalen Finanzmärkten aus, damit sich die Wirtschaftskrise nicht wiederholen kann. „Die gegenwärtige Krise ist ein internationales Problem und muss deshalb auch international gelöst werden“, sagte sie. Angela Merkel leiste wichtige Überzeugungsarbeit, um das Erfolgsmodell der sozialen Marktwirtschaft zu exportieren. Gleichzeitig entwaffnete sie SPD-Kontrahent Carsten Sieling, der die Zukunft unseres Not leidenden Bundeslandes auch vom Ausgang der Bundestagswahlen abhängig machte. Wer wolle, dass Bremen und Bremerhaven in ihrer Selbstständigkeit erhalten bleiben, müsse in der Finanzpolitik nicht nur auf die Einnahmenseite schielen, sondern in der Haushaltsaufstellung auch die Ausgaben reduzieren. „Sie haben den von der CDU vorgeschlagenen Pakt für Bremen doch ausgeschlagen“, hielt sie Sieling vor.
Dass es um die Glaubwürdigkeit der SPD nach wie vor nicht gut bestellt ist, zeigte sich in der Schlussrunde. Auf die Frage, ob bei der Bundestagswahl in vier Jahren ein rot-rotes Bündnis denkbar wäre, gab er keine klare Antwort.
Bei der abschließenden Abstimmung der Zuschauer erhielt Rita Mohr-Lüllmann nach Angaben des Weser Kuriers 89 Stimmen, Carsten Sieling (SPD) 13, Torsten Staffeldt (FDP) 10, Marieluise Beck (Grüne) 31 und Klaus-Rainer Rupp (Die Linke) 7.
Am morgigen Mittwoch findet eine weitere Podiumsdiskussion des Weser Kuriers statt. Dann treffen die Direktkandidaten aus dem Wahlkreis 56 in der Strandlust Vegesack aufeinander. Mit dabei ist CDU-Spitzenkandidat Bernd Neumann. Beginn ist um 20Uhr, der Eintritt ist frei.
(15. September 2009)
Jürgen Rüttgers begeistert in Bremerhaven

- In Hochform: Jürgen Rüttgers
Mit stehenden Ovationen haben am Samstagnachmittag rund 350 Zuhörer in Bremerhaven Jürgen Rüttgers verabschiedet. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident präsentierte sich bei seinem Wahlkampf-Auftritt vor dem Klimahaus in Hochform. Er warb in seiner Rede um Stimmen für Bundeskanzlerin Angela Merkel und für den Bremer Spitzenkandidaten und Staatsminister Bernd Neumann. "Der Mann ist gut, vertrauenswürdig und auf sein Wort ist Verlass", sagte Rüttgers. Mit dabei war auch Bremerhavens CDU-Bürgermeister Michael Teiser, der auf Listenplatz 2 für den Bundestag kandidiert.
Dass die Finanz- und Wirtschaftskrise im Mittelpunkt von Rüttgers Rede stand, versteht sich angesichts der Brisanz des Themas von selbst. So wie in Bremerhavens Häfen spielt auch im bevölkerungsreichsten Bundesland der Republik die Jobangst aktuell eine große Rolle. Der Ministerpräsident fand mit Blick auf die Verantwortlichen der Krise und die Diskussion um Bonuszahlungen deutliche Worte: Wer sein Unternehmen erst gegen die Wand fahre und zur Rettung dann auch noch Steuergelder benötige, dürfe nicht auch noch Boni in Millionenhöhe kassieren. Würden Manager stärker in die private Haftung genommen, hätten wir einige Probleme weniger, so der Ministerpräsident. "Wir brauchen andere Spielregeln für die Finanzmärkte, damit sich solch eine Krise nicht wiederholt", sagte er.
Jürgen Rüttgers sprach sich außerdem dafür aus, private Rücklagen für die Altersvorsorge besser vor dem Zugriff des Staates zu schützen. Wer privat vorsorgt dürfe nicht schlechter behandelt werden als jene, die nichts für das Alter zurücklegen. Mehr Gerechtigkeit forderte er auch im Umgang mit Arbeitslosen. Wer lange in die gesetzliche Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat, müsse auch länger etwas daraus beziehen können als jene, die weniger eingezahlt haben.
Besonders kämpferisch zeigte sich zuvor CDU-Spitzenkandidat Bernd Neumann. Er griff die rot-grüne Landesregierung für ihre Tatenlosigkeit an. So sei von SPD und Grünen im Kampf um die Arbeitsplätze in Bremerhaven und Bremen nichts zu sehen.
Fotos von der Veranstaltung finden Sie in unserer Galerie.
(12. September 2009)
Prächtige Stimmung beim CDU-Fest in Bremen-Nord

- Gut besucht: Das CDU-Fest in Vegesack
Richtig was los - diese Beschreibung passt auf das CDU-Fest in Vegesack: Am Samstag zeigten die Christdemokraten den politischen Mitbewerbern in der Fußgängerzone, wie man mit Menschen ins Gespräch kommt. Gleich mehrere Stände hatten die Organisatoren vom CDU-Kreisverband Bremen-Nord aufgebaut. Das Angebot aus politischen Informationen, Essen, Trinken und Gewinnspielen kam hervorragend an. Bisweilen herrschte dichtes Gedränge. Während sich die Erwachsenen angeregt unterhielten, ließen sich Kinder von einer Luftballon-Zauberin faszinieren.
Fotos von der Veranstaltung finden Sie in unserer Galerie.
(12. September 2009)
Rita Mohr-Lüllmann überzeugt bei Podiumsdiskussion
Spannende Diskussion in der Paulus-Gemeinde in Habenhausen: Mehr als 150 Zuschauer waren dabei, als am Donnerstagabend Vertreter von SPD, CDU, Grünen, FDP und Linkspartei bei einer Podiumsdiskussion aufeinander trafen. Die Bremer CDU schickte ihre Direktkandidatin Dr. Rita Mohr-Lüllmann ins Rennen.
Die Organisatoren hatten im Vorfeld eine Reihe an Fragen gesammelt. Die Themen reichten vom Bundeswehreinsatz in Afghanistan über die Konflikte in Israel hin bis zur Finanz- und Wirtschaftskrise. Mohr-Lüllmann lobte die Bemühungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Finanzmärkte zu beruhigen. „Das Bankenpaket diente in erster Linie dazu, die Ersparnisse der Menschen zu retten“, sagte sie. Das entschiedene Eingreifen der Bundesregierung sei deshalb wichtig und richtig gewesen. Sie sprach sich dafür aus, dass Manager für Fehlentscheidungen persönlich haften.
Die Christdemokratin stellte sich zudem hinter die deutschen Soldaten, die derzeit in Afghanistan stationiert sind. Sie leisteten einen wichtigen Beitrag beim Aufbau einer Demokratie und zum Schutz vor Terrorismus. „Wir sind als Mitglied einer Staatengemeinschaft in das Land gegangen, um Aufbauhilfe zu leisten“, erklärte sie. Dieser Bündnisverpflichtung müsse Deutschland nachkommen.
Bilder von der Veranstaltung finden Sie in unserer Galerie.
(10. September 2009)
14 Talente auf dem Weg in die Politik
Start frei für die Nachwuchsförderung der Bremer CDU: 14 junge Männer und Frauen im Alter von 18 bis 25 Jahren nehmen an einem 18-monatigen Programm teil, in dem sie auf die politische Arbeit im Land Bremen vorbereitet werden. Am Donnerstag trafen sie sich zu einer Auftaktveranstaltung in der Bremer Handelskammer. Mit dabei waren ihre Mentoren aus Politik und Wirtschaft, die ihnen in den kommenden Monaten als Ansprechpartner zur Seite stehen werden. Als Gastredner trat der Reeder Niels Stolberg auf, geschäftsführender Gesellschafter von Beluga Shipping.
„Wir hätten die ausgeschriebenen Plätze doppelt und dreifach besetzen können. Das zeigt, dass auch die nachwachsende Generation die Verantwortung für unser Land nicht scheut“, freute sich der CDU-Landesvorsitzende Thomas Röwekamp. Er hob die Bedeutung der Talentförderung für die Partei hervor: „Wir brauchen frische Ideen und kreative Köpfe, um die vor uns liegenden Herausforderungen zu bewältigen.“ Die CDU stehe für Wettbewerb, und der erstrecke sich eben nicht nur auf die Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner, sondern auch auf die eigenen Reihen. „Ich hoffe, dass mindestens einer von Ihnen dabei ist, der an meinem Stuhl sägt“, sagte Röwekamp mit Blick auf die Neueinsteiger.
In den kommenden 18 Monaten beschäftigt sich der CDU-Nachwuchs unter anderem mit den Grundsätzen der Partei, Europa-, Bundes- und Landespolitik, Rhetorik, Kampagnenarbeit, soziale Marktwirtschaft und Medienarbeit. Acht Wochenendseminare stehen an, darunter auch eine Exkursion in den Bundestag.
Dass Querdenker und kreative Köpfe für Politik und Wirtschaft gleichermaßen wichtig sind, machte Niels Stolberg in seinem Beitrag deutlich. Seine Reederei engagiert sich nicht nur stark im sozialen Bereich, sondern auch in der Nachwuchsförderung. So hat Beluga beispielsweise in Bremen das „Beluga College“ gegründet, ein berufliches Gymnasium, in dem der Unterricht in zwei Sprachen erteilt wird: Deutsch und Englisch. „Wir brauchen mehr Querdenker und Mut“, gab er den Talenten mit auf den Weg.
An dem Nachwuchsprogramm nehmen teil: Corinna Beutler, Dawid Dymek, Marc Fehrling, Luisa-Katharina Häsler, Lukas Henschen, Emre Nalbant, Catharina Neumeyer, Martyna Nowak, Joscha Rosenbauer, Falko Rübekeil, David Skupien, Jan Twachtmann, Constantin von Aderkas und Maximilian Wendisch.
Fotos von der Auftaktveranstaltung finden Sie hier.
(02. September 2009)
Schäubles starker Auftritt in Bremen-Nord
Authentisch, präzise, auf den Punkt - so hat sich CDU-Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble bei seinem Wahlkampfauftritt am Dienstagabend in der Strandlust in Bremen-Vegesack präsentiert. Vor mehr als 300 Besuchern warb er um Stimmen für die CDU, hielt ein Plädoyer für die Bekämpfung von Internet-Kriminalität und Terrorismus und holte zum Seitenhieb auf die Verursacher der Wirtschafts- und Finanzkrise aus. Auf dem Podium mit dabei waren der Bremer Spitzenkandidat und Staatsminister Bernd Neumann, die Direktkandidatin Dr. Rita Mohr-Lüllmann sowie der CDU-Kreisvorsitzende aus Bremen-Nord, Helmut Pflugradt.
Während Splittergruppen sich für grenzenlose Freiheit im Internet stark machen, warb der Bundesinnenminister dafür, klare Grenzen zu definieren: "Ohne Regeln geht's nicht im Fußball, nicht auf den Finanzmärkten und im Internet auch nicht." Er will vor allem dem Zugang zu Kinderpornografie einen Riegel vorschieben. Man müsse an der Rechtsstaatlichkeit zweifeln, wenn der Staat nicht in der Lage sei, gegen Kindersex auf Bestellung im weltweiten Datennetz vorzugehen. "Wer Verbrechen bekämpfen will, muss mit den technischen Entwicklungen Schritt halten", mahnte er. Damit war auch die Abzocke durch internationele Banden gemeint, die Bankdaten von Verbrauchern klauen und jährlich Schäden in Millionenhöhe anrichten.
Wolfgang Schäuble ging hart mit Managern ins Gericht, die erst mit riskanten Spekulationsgeschäften die Wirtschafts- und Finanzkrise ausgelöst und dann Millionen-Abfindungen kassiert haben. "Diese Manager mögen ihre Ansprüche vor Gericht einklagen können", sagte der Unionspolitiker. Doch ob sie ihrer Verantwortung als wirtschaftliche Elite gerecht werden, müsse jeder noch mal hinterfragen.
Der Minister warnte vor der wachsenden Terrorgefahr: Attentäter hätten es gezielt auf Staatsbürger aus Europa und den USA abgesehen, um so die notwendige mediale Aufmerksamkeit zu erhalten. "Wir sind im Fadenkreuz des internationalen Terrorismus", sagte er und warnte zugleich vor Panikmache. Die deutschen Sicherheitsdienste würden alles dafür tun, Anschläge in Deutschland zu verhindern.
Zuvor hatte der Bremer Spitzenkandidat Bernd Neumann auf die Bedeutung des 1. September 2009 verwiesen - der Beginn des Zweiten Weltkriegs vor 70 Jahren. Er erinnerte daran, dass in Bremen-Nord mit dem Bunker Valentin ein Stück der grausigen Kriegsvergangenheit steht. Tausende Zwangsarbeiter waren unter dem NS-Regime ums Leben gekommen. Sie sollten einen U-Boot-Bunker bauen, der jedoch nie in Betrieb genommen wurde. Bernd Neumann setzt sich für eine Gedenkstätte an dem Ort ein.
Mit dem Wahlkampf-Abend zufrieden zeigte sich am Ende der CDU-Kreisvorsitzende Helmut Pflugradt. Wenige Tage zuvor war SPD-Arbeitsminister Olaf Scholz in Bremen-Nord. "Er hat vor nur 80 Leuten gesprochen", sagte Plfugradt - da boten die zahlenmäßig überlegenen CDU-Anhänger doch ein besseres Bild.
In unserer Galerie finden Sie Bilder von der Veranstaltung und hier ein Video.
(01. September 2009)
Thomas Röwekamp überreicht 2.350 Euro an Schattenriss
Die sportlichen Mühen haben sich gelohnt: Der CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Röwekamp hat am Freitag Vertreterinnen der Beratungsstelle Schattenriss symbolisch 2.350 Euro überreicht. Das Geld kam bei einem Spendenlauf der "Bremer Stadtläufer" zusammen, eine Intiative des Unionspolitikers. Anfang August hatten sie bei sommerlicher Hitze den Werdersee umrundet - eine 8,5 Kilometer lange Strecke. Sponsoren hatten jeden gelaufenen Meter honoriert und die Stadtläufer unterstützt, darunter private Spender und Firmen wie swb, Hofmeister und Meincke, Könekamp & Partner und Karstadt.
Thomas Röwekamp unterstützt die Beratungsstelle seit Jahren. Durch die Spendenläufe sind schon mehr als 18.000 Euro auf das Konto von Schattenriss geflossen. Der Verein kümmert sich um sexuell missbrauchte Mädchen und benötigt das Geld, um die Beratungsangebote aufrecht zu erhalten. Während die Kosten jährlich steigen, ist der städtische Zuschuss seit 16 Jahren unverändert. Trotz der schwierigen finanziellen Situation will Schattenriss das Angebot demnächst um eine Online-Beratung erweitern. Betroffene Mädchen können sich dann anonym beraten lassen. "Das gehört heute zu einem Qualitätsstandard dazu. Wir rechnen mit vielen Mädchen, die Hilfe suchen, aber den Weg in die Beratungsstelle scheuen", sagt Schattenriss-Sprecherin Jutta Wolters.
"Ich bedanke mich an dieser Stelle herzlich bei allen Läuferinnen, Läufern und Sponsoren, die diese Aktion unterstützen und seit Jahren die Treue halten. Schattenriss leistet unverzichtbare Dienste für missbrauchte Mädchen. Das Thema gehört stärker in den Mittelpunkt der öffentlichen Diskussionen. Ich werde mich auch weiterhin dafür einsetzen, dass die Beratungsangebote aufrecht erhalten bleiben", sagt Thomas Röwekamp.
Wer am nächsten Spendenlauf teilnehmen möchte, abonniert am besten den kostenlosen CDU-Newsletter. Die Empfänger erhalten alle Infos zeitnah per E-Mail. Weitere Infos und die Mögllchkeit zum Spenden gibt es auf www.schattenriss.de
(28. August 2009)
CDU kämpft vergebens um mehr Mitbestimmung
Wie viel dürfen Menschen bei Verfassungsänderungen im Land Bremen mitreden? Nach Ansicht der Bremer SPD so wenig wie möglich. Das ist in der jüngsten Bürgerschaftsdebatte deutlich geworden. Auf der Tagesordnung stand die dritte Lesung zur Vereinfachung der Volksgesetzgebung. Die CDU hat sich nachdrücklich dafür eingesetzt, verfassungsändernde Volksbegehren zu vereinfachen und die notwendigen Unterschriften- und Zustimmungsquoren zu senken. Doch die SPD hat sich nicht einen Millimeter bewegt. Folge: Das Parlament hat zwar den Bremerinnen und Bremern mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten bei der einfachen Gesetzgebung per Volksentscheid eingeräumt, dies geht der CDU aber nicht weit genug.
Nach Wunsch der CDU sollten verfassungsändernde Volksbegehren eingereicht werden können, wenn 10 Prozent der Wahlberechtigten dies fordern. In der Sache müssten dann 40 Prozent dafür sein. "Wir haben die Chancen, einen entscheidenden Schritt in Richtung mehr direkter Demokratie zu machen", warb der CDU-Fraktionsvorsitzende Röwekamp in der Debatte um die Zustimmung von SPD und Grünen. Der Grünen-Abgeordnete Dr. Hermann Kuhn machte aus seiner Enttäuschung über die Blockade des Koalitionspartners keinen Hehl, sagte: "Wir werden den Änderungsanträgen von CDU und Linken nicht zustimmen, weil das mit der SPD nicht zu machen ist."
Wie schon in den vergangenen beiden Lesungen blieb die SPD eine Begründung für ihre Blockade schuldig.
(27. August 2009)
Röwekamp: Noch nie war soziale Armut größer als unter SPD und Grünen
Lebhafte Debatte in der Bremischen Bürgerschaft zum Doppelhaushalt 2010/2011: Der CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Röwekamp hat SPD und Grüne aufgefordert, mehr für Wachstum und Beschäftigung zu tun. Gleichzeitig müssten Sparvorschläge auf den Tisch, um die rasante Verschuldung des kleinsten Bundeslandes zu bremsen. Finanzsenatorin Karoline Linnert (Grüne) hatte zuvor in ihrer Rede darauf hingewiesen, dass Bremen auf ein Rekord-Minus von 20 Milliarden Euro zusteuert.
Noch nie seien die Sozialausgaben des Landes so hoch gewesen wie unter der rot-grünen Regierung, stellte Thomas Röwekamp fest. Statt die Folgen von Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, müsse der Senat mehr Anreize für die Schaffung von Arbeitsplätzen setzen. Dies sei das beste Mittel, um die steigende soziale Armut einzudämmen. Doch SPD und Grüne beschreiten genau den umgekehrten Weg: Laut Haushaltsplan werden die Qualifizierungs- und Förderungsmaßnahmen in den kommenden Jahren um 30 Prozent gekürzt. Der Unionspolitiker schaute in die Reihen der SPD-Fraktion, wo auch Bremens DGB-Chefin Helga Ziegert sitzt. Röwekamp: „Wie können Sie als Gewerkschafterin das eigentlich akzeptieren?“
Der CDU-Fraktionsvorsitzende sprach mit Blick auf die Wirtschaftskraft von einem „Schrumpfungsprozess“, der seit Amtsantritt von SPD und Grünen im Land eingesetzt habe. „Der Kurs dieser Regierung ist falsch, weil sie Wachstumsimpulse auf Null setzt“, sagte Röwekamp. Er vermisse in der Haushaltsaufstellung den Sparwillen. „Aus den Unterlagen ist keine Bereitschaft ersichtlich, an den Minus-Rekorden etwas zu ändern.“ Er bezeichnete Rot-Grün erneut als reine „Ausgabenkoalition“. So würden beispielsweise die konsumtiven Ausgaben in der laufenden Legislaturperiode stärker steigen als zu Zeiten der Großen Koalition.
Die CDU lehnt die Haushaltsaufstellung des Senats ab.
(27. August 2009)
Thomas Röwekamp und David McAllister auf Bremerhaven-Tour

- David McAllister und Thomas Röwekamp mit dicker Jacke: Im Eislabor des AWI herrschten fast 20 Grad minus.
Sie stiefelten durch die Zonen des Klimahauses, informierten sich über die Windkraftforschung an der Hochschule und froren im Eislabor des Alfred-Wegener-Instituts: Einen Tag lang waren die CDU-Fraktionsvorsitzenden aus Bremen und Niedersachsen, Thomas Röwekamp und David McAllister, am Freitag in Bremerhaven unterwegs. Dabei stellten sie einmal mehr fest: Studenten haben im maritimen Bereich hervorragende Berufsperspektiven - besonders in der Schifffahrt und im Offshore-Bereich. "Die Studenten haben meist schon eine Jobzusage, bevor sie das Studium beendet haben", berichtete Prof. Dr. Josef Stockemer, Rektor der Bremerhavener Hochschule. Sie wird demnächst um einen Neubau erweitert, der unter anderem über einen Hörsaal für 125 Studenten verfügen wird.
Nicht weniger spannend ging es im Alfred-Wegener-Institut zu. Dort steht eine Großinvestition an: Das Forschungsschiff "Polarstern" kommt in die Jahre und muss bald ersetzt werden. Das neue Schiff muss zur Versorgung der Eisstation Neumayer III die gefährlichsten Gewässer der Welt durchqueren und deshalb besonders robust gebaut sein. Sieben Meter hohe Wellen sind keine Seltenheit. Die Forscher des AWI gewinnen wichtige Erkenntnisse über die Erderwärmung. Bei einem Abschmelzen der Polkappen, droht der Meeresspiegel in der Nordsee um 25 Prozent stärker anzusteigen, als durchschnittlich angenommen.
Wie die Natur in den unterschiedlichen Regionen der Erde funktioniert, erlebten David McAllister und Thomas Röwekamp im Klimahaus. Die Touristen-Attraktion zieht Besuchermassen an. Vor einem Blick in die Ausstellung war die wirtschaftliche Entwicklung der Einrichtung Gesprächsthema.
In unserer Galerie finden Sie Bilder von der Tour.
(21.08.2009)
Angela Merkel begeisterte auf dem Marktplatz
Angela Merkel kam, sprach und punktete: Die Bundeskanzlerin war am Montagabend auf dem Bremer Marktplatz zu sehen - der Auftakt ihrer Wahlkampf-Tour durch die Republik. Nach Schätzungen der Polizei waren rund 3.500 Zuschauer in Bremens guter Stube dabei. Während ihres Auftritts ging Angela Merkel mit den Verursachern der Finanzkrise hart ins Gericht und appellierte an mehr Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. „Wenn wir stärker aus der Finanz- und Wirtschaftkrise hervorgehen wollen als wir in sie hineingeraten sind, brauchen wir diesen Zusammenhalt“, sagte sie. Mit dabei waren auch der CDU-Landesvorsitzende Thomas Röwekamp sowie der Spitzenkandidat und Staatsminister Bernd Neumann und die Direktkandidatin Dr. Rita Mohr-Lüllmann.
Die Kanzlerin machte ihrem Unmut über das Verhalten einiger Bankmanager Luft. „Ich erwarte von denen, die diese Krise verursacht haben, Demut und Einsicht – und dass sie daraus lernen“, sagte Angela Merkel. Mit aller Kraft wolle sie sich dafür einsetzen, dass die Gemeinschaft nicht noch einmal für das Versagen einiger weniger einstehen muss. „Die Wirtschaft ist nicht dazu da, dass sie die Menschen drangsaliert. Sie ist für die Menschen da!“, sagte sie. Mit Hilfe der anderen EU-Staaten müsse es gelingen, die soziale Marktwirtschaft zu exportieren. „Dann kann sich eine solche Krise nicht wiederholen.“
Die Bundeskanzlerin sprach sich für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus, hob die Verbesserung des Bildungssystems hervor und warnte vor einem Linksruck im Bundestag. Trotz guter Umfrageergebnisse könne die CDU noch nicht von einem Wahlsieg ausgehen. Ihre Botschaft: Bis zum 27. September wird um jede Stimme gekämpft. Ihr Auftritt in Bremen war der eindrucksvolle Beweis.
Bilder von der Veranstaltung finden Sie hier...
Hier finden Sie ein Video von der Jungem Union Bremen.
(17.08.2009)
„In Dir muss es brennen....“
Mehr als 50 Interessierte beim Mitgliederwerbeseminar
des Kreisverbandes Bremen-Stadt im Grollander Krug
Die CDU ist mit 515.000 Mitgliedern die mitgliederstärkste Partei Deutschlands. „Darauf können wir alle stolz sein“, sagte der CDU-Kreisvorsitzende Hans-Georg Gerling. Allein im Jahr 2008 sind 20.500 Mitglieder neu eingetreten. Leider stehen dem aber auch 28.000 Abgänge gegenüber. Der CDU-Kreisverband Bremen-Stadt sah Handlungsbedarf und lud den Mitgliederwerbebeauftragten der CDU Deutschlands, Frank Niebuhr, ein. „Nutzen Sie gerade jetzt im Superwahljahr die Chance, neue Mitglieder zu werben“, sagte Frank Niebuhr vor mehr als 50 interessierten Zuhörern. Das wichtigste: „In Dir muss es brennen, wenn Du im anderen entzünden willst“, zitierte der Mitgliederbeauftragte den Philosophen Aurelius Augustinus. „Sie sind das Gesicht der CDU“, sagte der engagierte Christdemokrat. Der Bundesverband habe einen Mitgliederwettbewerb ausgerufen. Die besten Werber wurden in diesem Jahr zu einem Besuch im Kanzleramt in Berlin eingeladen. Der Wettbewerb werde auch im nächsten Jahr fortgesetzt.
Hier finden Sie Bilder von dem Seminar.
(16.08.2009)
CDU fordert SPD und Grüne zum Sparen auf

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Mit deutlicher Kritik an der Ausgabenpolitik des Senats hat die CDU-Fraktion den Nachtragshaushalt in der jüngsten Bürgerschaftssitzung abgelehnt. 220 Millionen Euro werden wegen gestiegener Ausgaben zusätzlich benötigt. Die rot-grüne Mehrheit sorgte schließlich dafür, dass das Land die erforderlichen Kredite aufnehmen kann.
Der finanzpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Dr. Wolfgang Schrörs, warf SPD und Grünen vor, trotz der absehbaren Folgen der Finanzkrise nicht rechtzeitig Vorsorge getroffen zu haben. „Dass die Einnahmen einbrechen werden, hätten Sie schon zu Jahresbeginn erkennen müssen, wenn nicht sogar schon im vergangenen Jahr“, hielt er Finanzsenatorin Karoline Linnert (Grüne) vor. Statt endlich mit dem Sparen zu beginnen, kümmere sich die Koalition nur um die Ausgaben. Jüngstes Beispiel sei das Sozialticket, das mit jährlichen Kosten von 1,7 Millionen Euro kalkuliert wird. Schrörs bezeichnete dieses Ticket als unsozial und ungerecht. So sei es nicht nachvollziehbar, weshalb Arbeitslosengeld II-Empfänger vergünstigt Bus und Bahn fahren dürften, alleinerziehende Väter und Mütter, die häufig am Rand der Armutsgrenze lebten, aber nicht. Zudem könne sich das Land angesichts leerer Kassen solch freiwillige Ausgaben nicht leisten. Schrörs: „Andere Städte haben auch solch ein Ticket gewollt, es aus finanzpolitischen Gründen aber nicht eingeführt.“
Weiteres Beispiel ist der lasche Umgang mit dem Unterhaltsvorschuss-Gesetz. Durch säumige Elternteile summieren sich die Rückstände auf mehr rund 9,1 Millionen Euro. Fast so viel, wie der Senat mit der Haushaltssperre einsparen will. Während die Rückholquote von Unterhaltsvorschüssen im Bundesdurchschnitt 19 Prozent beträgt, liegt sie in Bremen bei gerade mal 10,4 Prozent.
Schrörs appellierte erneut an SPD und Grüne, endlich eine Sparliste vorzulegen. Die Vertreter beider Parteien erteilten dieser Aufforderung aber eine Absage.
(18.06.2009)
Streit um Religionsunterricht an Bremens Schulen

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In einer hitzig geführten Debatte hat sich die CDU-Fraktion in der Bürgerschaft für den Fortbestand des „Biblischen Geschichtsunterrichts“ an Bremens Schulen eingesetzt. Das Fach wird bisher auf christlicher Grundlage unterrichtet, die Teilnahme ist freiwillig. Damit haben insbesondere die Grünen ein Problem: Sie wollen den Biblischen Geschichtsunterricht abschaffen und durch eine verpflichtende, allgemeine Religionskunde ersetzen. Dabei werden die unterschiedlichen Glaubensrichtungen schon heute in den Schulen vermittelt. Die Rede der kirchenpolitischen Sprecherin Elisabeth Motschmann finden Sie hier.
(18.06.2009)
CDU fordert Ende der Alleingänge von SPD-Oberbürgermeister Schulz
Der finanzpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Dr. Wolfgang Schrörs, hat in der Bürgerschaft an Bremerhavens Oberbürgermeister Jörg Schulz (SPD) appelliert, seine politischen Alleingänge zu beenden und sich am Konsolidierungskurs Bremens und Bremerhavens zu beteiligen. Der Grund: Schulz hatte kürzlich die Bürgermeister Jens Böhrnsen und Karoline Linnert sowie den Kämmerer der Seestadt, Michael Teiser, überraschend versetzt. Bei dem Spitzentreffen sollte es um eine Kursbestimmung für den Umgang mit der steigenden Verschuldung des Landes und die Kostenexplosion einzelner Projekte gehen. Das Land steuert auf die Rekordverschuldung in Höhe von 16 Milliarden Euro zu. Der Vorfall war heute Thema einer „Aktuellen Stunde“, die die CDU beantragt hatte.
„Fraglich ist, ob Herr Schulz überhaupt willens ist, den schwierigen Weg der Sanierung gemeinsam mit Bremen zu meistern“, sagte Schrörs. Angesichts wegbrechender Steuereinnahmen, zusätzlicher Millionenlasten und steigender Kosten in Millionenhöhe bei den „Havenwelten“ sei eine gemeinsame Lösungssuche von Senat und Magistrat unverzichtbar. Doch der SPD-Oberbürgermeister signalisiere bislang kein Interesse an einem gemeinsamen Vorgehen, bemängelte Schrörs. „Er muss sich nicht wundern, wenn er immer mehr Bremer und Bremerhavener gegen sich aufbringt.“
Während der Bremerhavener SPD-Abgeordnete Martin Günthner die Verantwortung für die finanzielle Entwicklung der Seestadt reflexartig auf die CDU schob, gingen die Grünen zu ihrem Koalitionspartner auf Distanz. Die Kostensteigerungen bei den Havenwelten und das Verhalten des Oberbürgermeisters werfen offenbar auch bei den Grünen zu viele Fragen auf. Wenn Günthner Beifall erhielt, dann nur aus den eigenen Reihen. Wer hat Entscheidungen gefällt? Wer hat wann von der Kostenexplosion bei dem ehrgeizigen Projekt gewusst? Ein Sonderermittler soll Ursachenforschung betreiben. Die CDU-Fraktion hat bereits signalisiert, dass die erforderliche Mehrheit für einen Untersuchungsausschuss nicht an ihr scheitern würde. Jedoch sei es ratsam, zunächst die Ergebnisse des Sonderermittlers abzuwarten.
Bürgermeister Jens Böhrnsen ärgerte sich über das Verhalten seines Parteikollegen Schulz, kündigte aber einen erneuten Gesprächsversuch an. Vierteljährlich wolle er sich nun mit Karoline Linnert, Michael Teiser und Jörg Schulz treffen. Sowohl die Bremer als auch die Bremerhavener müssten erkennen, dass alle gemeinsam in einem Boot sitzen. Bleibt nur die Frage, ob weiterhin nur drei von ihnen rudern…
(17.06.2009)
Matjes und Innenminister wussten zu überzeugen
„Der Matjes hier ist der Leckerste“, witzelte Hans-Georg Gerling am Dienstagabend im „ausverkauften“ Saal des Grollander Krugs ins Mikrophon. Dass er damit wohl Recht hatte, mochte ihm hinterher niemand der mehr als 100 Gäste beim traditionellen Matjesessen absprechen. So viele waren zu der Traditionsveranstaltung des Stadtbezirksverbands Huchting, dessen Vorsitzender Gerling ist, gekommen – inklusive Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann. Er war der prominente Gast des Abends und redete zur inneren Sicherheit.
Jugendgewalt, islamistischer Terrorismus und Alkoholmissbrauch waren Schünemanns Themen. „Die Qualität der Gewalt bereitet uns Sorgen“, sagte er mit Blick auf die zunehmende Brutalität auf Straßen und Schulhöfen. Die heutigen Auseinandersetzungen seien längst nicht mehr mit den Rempeleien von früher vergleichbar. Der Innenminister geht in Niedersachsen konsequent gegen Jugendgewalt vor und hat erst kürzlich ein Punktesystem eingeführt. Wer am meisten Zähler sammelt und eine kriminelle Karriere einschlägt, muss mit regelmäßigen Hausbesuchen durch die Polizei rechnen. Beschleunigte Gerichtsverfahren und DNA-Proben verstehen sich inzwischen von selbst. Er stellte allerdings auch klar, dass Jugendkriminalität am besten im Elternhaus verhindert werden kann. „Kinder brauchen den Halt einer Familie“, stellte er klar. Häufig hapert es allerdings schon an der mangelnden Zuwendung in Familien.
Bei seiner Ursachenforschung ist Uwe Schünemann auf Killerspiele gestoßen. Nur etwas gesunder Menschenverstand sei für die Erkenntnis nötig, dass solche Spiele nichts in den Händen von Kindern und Jugendlichen zu suchen hätten.
Ähnlich scharf bekämpft der Innenminister den Alkoholmissbrauch unter Jugendlichen. Die Polizei bringt betrunkene Teenager konsequent nach Hause, auch spät in der Nacht. Die Eltern müssen dafür 65 Euro zahlen, gleichzeitig können sich die Beamten ein Bild von der Lebenssituation vor Ort machen. „Häufig sind Kinder und Jugendliche Opfer familiärer Umstände“, sagt Schünemann. Im Zweifel wird das Jugendamt informiert.
Der CDU-Politiker warnte auch vor dem islamistischen Terrorismus, der längst in Deutschland angekommen sei. Dies hätten der gescheiterte Bombenanschlag zur Fußball-WM in einem Zug und die aufgeflogene Terrorzelle im Sauerland deutlich gemacht. Er mahnte eine bessere Ausstattung der Polizei an und sprach sich für ein Gesetz aus, wonach die Ausbildung in einem Terrorcamp strafbar ist. „Man kann nicht alle, die in einem solchen Camp ausgebildet wurden und nach Deutschland zurückkehren permanent observieren“, sagte Schünemann.
Am Rande des Matjesessens fanden noch drei Ehrungen statt: Burkhard Schnaar, Gerda Unruh und Werner Willing wurden für besondere Dienste ausgezeichnet.
(16.06.2009)
CDU-Fraktion fordert Ende der Ausgabenpolitik von SPD und Grünen
Mit dem Sparen hat es die rot-grüne Landesregierung nicht so. Dies wurde einmal mehr am Mittwochvormittag im Parlament deutlich. Thema war die jüngste Steuerschätzung, wonach das Land durch Einnahmeausfälle bei den Steuern zusätzliche Belastungen in Höhe von rund 900 Millionen Euro verkraften muss. Zur Erinnerung: Bremen und Bremerhaven sind bereits mit mehr als 15 Milliarden Euro verschuldet, die wachsenden Zinslasten erdrücken den Zwei-Städte-Staat förmlich. In einer aktuellen Stunde blieben SPD und Grüne jedoch erneut Sparvorschläge schuldig.
„Sie haben in zwei Jahren Amtszeit nicht einen müden Euro gespart“, hielt der CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Röwekamp Finanzsenatorin Karoline Linnert (Grüne) vor. Die einzige Disziplin, die der Senat trotz leerer Kassen beherrsche, sei das Geldausgeben. „Wer noch immer nicht begreift, dass angesichts wegbrechender Einnahmen gespart werden muss, hat in dieser Regierung nichts zu suchen“, sagte er. Bereits im April hatte Röwekamp eine Haushaltssperre gefordert. Damals spielte der Grünen-Politiker Dr. Hermann Kuhn den Vorschlag als „haltlose Windmacherei“ herunter – und musste sich jetzt eines Besseren belehren lassen. „Willkommen im Windpark“, entgegnete Röwekamp ihm in der Bürgerschaft. Der Unionspolitiker begrüßte die Einsicht von SPD und Grünen, dass Bremen nicht mehr um eine Haushaltssperre herum komme. Röwekamp forderte den Senat abermals auf, Sparvorschläge zu unterbreiten. „Mit reinen Ankündigungen ist noch kein Cent aus diesem Haushalt geschwitzt“, sagte er. Gleichzeitig müsse sich auch Bremerhavens Oberbürgermeister Jörg Schulz (SPD) solidarisch zeigen und eine Haushaltssperre verhängen.
Während die Sozialdemokraten eisernes Sparen weiter ablehnten und jeden Sparvorschlag der Opposition vom Tisch wischten, zeigte sich der Grünen-Fraktionsvorsitzende Matthias Güldner verhandlungsbereit: „Wir sind generell offen für Einspardiskussionen in diesem Land.“
(27.05.2009)
Merkel begeistert 1.300 Zuhörer in Bremerhaven
Motivieren für die Europawahlen am 7. Juni – das war der Auftrag von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Und misst man ihren Erfolg am Applaus, hat sie am Montagabend in Bremerhaven Überzeugungsarbeit geleistet. Rund 1.300 Besucher wollen die Kanzlerin vor dem Auswandererhaus sehen, wollten hören was sie zur Finanz- und Wirtschaftskrise sagt und die Verbindung zur Europawahl herstellt. Auf der Bühne mit dabei waren Hans-Gert Pöttering, Präsident des Europaparlaments, der CDU-Landesvorsitzende Thomas Röwekamp sowie der Bremer Spitzenkandidat für die Europawahlen, Carl Kau.
Eine Stunde hatte die Kanzlerin in ihrem überfüllten Terminkalender für Bremerhaven reserviert. Eben noch in Berlin in den Helikopter gestiegen, bahnte sie sich umringt von Leibwächtern den Weg vom Klima- zum Auswandererhaus. Ein Blick hier, ein Foto da, Autogramme schreiben, dann ging es ab auf die Bühne. Es war ihr erster Besuch in der Seestadt, die sich touristisch und wirtschaftlich in den vergangenen Jahren prächtig entwickelt hat. Dass jedoch die Finanz- und Weltwirtschaftskrise die für die Exportnation so wichtigen Häfen ganz besonders trifft, ist auch der Kanzlerin nicht entgangen. Nach Jahren ungebremsten Wachstums sind die Umschlagszahlen dramatisch eingebrochen. Tausende Mitarbeiter in den Häfen und Zuliefererbetrieben bangen um ihre Arbeitsplätze. Angela Merkel verspricht, den Mittelstand zu stützen. „Er ist Deutschlands Rückgrat! Jeder Arbeitsplatz ist uns gleichviel wichtig“, sagt sie. Es sei an der Zeit, die Lehren aus der Krise zu ziehen, die nur aufgrund fehlender Regeln entstehen konnte. „Wir brauchen eine ordnende Hand des Staates, damit unkontrollierter Wettbewerb die Kleinen nicht kaputt macht. Das ist soziale Marktwirtschaft“, betonte sie und versprach: „Ich setze meine ganze Kraft dafür ein, dass sich eine solche Finanzmarktkrise nicht wiederholt.“
Das Zusammenwachsen Europas sei eine Erfolgsgeschichte, die in erster Linie zum dauerhaften Frieden geführt hat. Doch viele Menschen würden die EU eher mit Regelungswut verbinden. Die Bundeskanzlerin stellte klar: „Europa muss sich nicht darum kümmern, ob man Wein aus Trauben oder Äpfeln macht. Das können wir sehr gut selbst entscheiden.“ Wichtiger sei es, dass sich die EU insbesondere auf dem Gebiet des Umwelt- und Klimaschutzes weiterentwickelt. Deutschland sei zwar spitze in der Entwicklung von Technik zur Gewinnung regenerativer Energien. Doch die Republik alleine könne das Weltklima nicht retten.
Ein paar Autogramme noch, dann machte sich die Kanzlerin auf den Weg zu ihrem nächsten Termin in Flensburg. Sie wird aber schon bald wieder im kleinsten Bundesland sein – in Bremens guter Stube für den bevorstehenden Bundestagswahlkampf.
(25.05.2009)
Mädchen bevölkern das CDU-Haus
Girl’s Day am Wall: Zehn Mädchen haben einen Tag lang hinter die Kulissen der Politik geblickt und den politischen Alltag der Bremer CDU miterlebt. Was ist eine interfraktionelle Sitzung? Was passiert im Parlament? Und welche Themen werden in der täglichen „Lage“-Besprechung mit den Mitarbeitern der Fraktion behandelt? Weshalb fordert Thomas Röwekamp eine Haushaltssperre? Fragen über Fragen, deren Antworten die Mädels erarbeitet haben. Fotos vom Girl’s Day finden Sie hier.
(23. April 2009)
CDU-Politiker schwärmten in Huchting aus
Eine Zeit lang hatten Zeitungsleser angesichts der vielen Berichte über Schlägereien und Überfälle den Eindruck, Huchting habe außer Kriminalität nicht viel zu bieten. Von wegen! Die Abgeordneten der Bremer CDU-Fraktion ließen sich vom Gegenteil überzeugen: Einen Tag lang erkundeten sie im Rahmen der „Bremer Begegnungen“ den Stadtteil, besuchten Einrichtungen wie das Bürger- und Sozialzentrum, die Stadtteilfarm oder die Bremer Heimstiftung und den schönen Park Links der Weser. Trotz vieler Sorgen trafen sie auf motivierte und zuversichtliche Bremerinnen und Bremer. Natürlich hörten sie sich auch im Roland Center um, besuchten Schulen und den ambulanten Pflegedienst „Sanitas“.
Gemeinsam mit Deputierten und Beiratsmitgliedern führten sie Gespräche und verteilten Fragebögen, um mehr über die Wünsche der Menschen herauszufinden. Vor allem eine Sorge teilten viele: Fehlendes Geld und Angst vor Stellenabbau. Etliche Einrichtungen bangen wegen Mittelkürzungen um den Erhalt ihrer Angebote. Und die Mitarbeiter des „real“-Marktes im Roland Center sorgen sich wegen der anstehenden Schließung des Lebensmittelmarktes um ihre Jobs.
Wer an dem Besuchstag nicht teilnehmen konnte, uns aber trotzdem seine Meinung sagen will, kann online unseren Fragebogen ausfüllen.
Bilder von der Veranstaltung finden Sie hier.
(20. April 2009)
CDU-Fraktion hinterfragt bei „Bremer Begegnungen“ Sorgen und Wünsche
Start frei für Teil 3 der „Bremer Begegnungen“: Abgeordnete, Deputierte und Beiratsmitglieder waren am Donnerstag in der Stadtmitte und in der östlichen Vorstadt unterwegs, um sich über die Sorgen und Wünsche der Bremerinnen, Bremer und Beschäftigten zu informieren. Zu den Zielen zählten unter anderem das Klinikum Bremen-Mitte, das Bürgerhaus Weserterrassen, der Sportgarten, die Landesverkehrswacht und das Künstlerhaus „Kubo“ im Viertel.
Während sich die Betreiber vieler Einrichtungen angesichts knapper Mittel um ihre Zukunft sorgen, wurde im Klinikum Bremen-Mitte der Vertrauensverlust in Politik besonders deutlich. Die Abgeordneten und Deputierten der CDU-Fraktion trafen dort mit der Geschäftsführung und dem Betriebsrat zu Gesprächen zusammen. Das Krankenhaus schreibt seit Jahren rot Zahlen, Arbeitsplätze werden abgebaut. Der 2003 erarbeitete Masterplan zur Verbesserung der Strukturen und Sanierung des Hauses wurde aus politischen Gründen jedoch nicht umgesetzt. Insbesondere die rot-grüne Landesregierung hat viel wertvolle Zeit verplempert und 2007 das laufende Verfahren gestoppt. Das hat viele Mitarbeiter verunsichert. Inzwischen sieht sich das Klinikum wachsender Konkurrenz im Umland gegenüber: Während in Bremen noch immer über die Sanierung gestritten wird, macht sich Oldenburg in Kooperation mit Groningen auf den Weg, eine Art Uni-Klinik zu gründen. Wenn das gelingt, so ist zu hören, droht dem Klinikum Bremen-Mitte ein massiver Verlust an Patienten.
Die Bremer Begegnungen sind eine Initiative der CDU-Fraktion, um politische Antworten auf die sich verändernden Lebensbedingungen in den Stadtteilen zu erarbeiten. In diesem Zusammenhang verteilen die Abgeordneten Fragebögen. Wer an den Bremer Begegnungen nicht teilnehmen kann, hat hier auf unserer Homepage die Möglichkeit, den Fragebogen online auszufüllen.
Bilder von den Begegnungen finden Sie in unserer Galerie.
(26.03.2009)
EU-Politik und Aufbruchstimmung prägen Kreisparteitag

- Rainer Wieland, MdEP und der Bremer Spitzenkandidat Carl Kau (v. l.)
Die Türkei kommt aus Sicht der CDU nach wie vor nicht für eine Vollmitgliedschaft der Europäischen Union in Frage. So deutlich hat sich der EU-Abgeordnete Rainer Wieland während des Parteitags des CDU-Kreisverbands Bremen-Stadt geäußert. Der Schwabe gehört dem Europäischen Parlament seit 1997 an und war eigens für eine Gastrede ins Atlantic Hotel Airport gekommen. Er sparte dabei nicht an Selbstkritik: „In Brüssel wurde oft der Eindruck erweckt, als wären Beitrittsfragen ein Schönheitswettbewerb. Die EU ist jedoch eine Rechtsgemeinschaft. Und diesen Maßstab muss man bei Beitrittsländern anlegen“, sagte der Christdemokrat vor fast 100 Mitglieder.
Die anstehende Europawahl am 7. Juni war Schwerpunkt des Kreisparteitags. So verstand es sich von selbst, dass auch der Bremer Spitzenkandidat Carl Kau ein Grußwort sprach. Er hob die Bedeutung der Wahl für die Menschen hervor. Europa müsse in der Weltpolitik, in der sich die USA seit dem Amtsantritt von Präsident Barack Obama neu positionieren, eine Starke Stimme bekommen. Die EU könne sich bei den parlamentarischen Kräfteverhältnissen einen Linksruck nicht leisten. Carl Kau appellierte an die Menschen, sich an der Wahl zu beteiligen: „Wir brauchen eine Politik der Mitte. Dafür ist ein starkes Wählervotum vonnöten.“
In besonders einer Frage waren sich Carl Kau und Rainer Wieland einig: Brüssel ist weniger ein Geburtsort von Bürokratie, als dies von vielen Menschen empfunden wird. In Wahrheit sei Deutschland überbürokratisiert. „Bei uns gibt es sogar eine Rüttelpflicht an Grabsteinen“, spielte er auf eine Vorschrift zur Sicherheit auf Friedhöfen an. „Wenn ich das im EU-Parlament erzähle, lachen die sich schlapp. Wir machen viele Dinge viel zu gründlich.“
Natürlich spielte auch die Arbeit des Kreisverbands Bremen-Stadt eine Rolle. Der Vorsitzende Hans-Georg Gerling sprach von Neuanfang und Aufbruchstimmung. „Es wird wieder diskutiert, und zwar von unten nach oben. Sowohl auf Kreisverbands- als auch auf Landesverbandsebene befindet sich die Partei im Aufbruch!“ Die Erarbeitung eines Grundsatzprogramms sei nur ein Beispiel dafür, dass die Basis die Neuorientierung der Partei maßgeblich bestimme. Die CDU sei ihren Zielen innerhalb eines Jahres ein großes Stück näher gekommen: „Wir wollten die CDU Bremen weiterentwickeln zu einer modernen Großstadtpartei. Eine Partei, die unterschiedliche gesellschaftspolitische Strömungen zu einer starken Kraft vereint.“ Die CDU wende sich neuen Themen zu, ohne ihre klassischen Stärken zu vernachlässigen.
Bilder von der Veranstaltung finden Sie in unserer Galerie.
(24. März 2009)
CDU-Mitglieder räumen in Bremen auf

- Dr.Carl Kau , Ansgar Matuschak, Jan Haker und Iris Spieß(v. l.)
Frühjahrsputz in Bremen: Zahlreiche CDU-Mitglieder haben sich an der Aktion "Bremen räumt auf" beteiligt. Mit Mülltüten und Handschuhen ausgerüstet haben sie ihre Stadtteile von Müll befreit. So auch in Schwachhausen, wo der dortige Stadtbezirksverband zum Mitmachen aufgerufen hatte. Prominenteste Aufräumer waren dort die Bürgerschaftsabgeordneten Dr. Rita Mohr-Lüllmann, Dr. Iris Spieß, Carl Kau, Sibylle Winther und Elisabeth Motschmann. Auch die Senioren Union schickte mit Thea Marin eine Helferin. Dass sich die Vorstandsmitglieder des Stadtbezirksverbands beteiligten, versteht sich von selbst. So zeigten sich Susanne Grobien, Ansgar Matuschak und Jan Haker nach stundenlanger Arbeit zufrieden: Die Mülltüten waren randvoll.
(20.03.2009)
Thomas Röwekamp unterschreibt Bildungskonsens
Thomas Röwekamp hat als erster Parteienvertreter die Vereinbarung zum Bildungskonsens unterschrieben. In der heutigen Bürgerschaftsdebatte überreichte er das von SPD, CDU, Grünen und FDP ausgehandelte Papier zur Verbesserung des Bremer Schulsystems. Er ließ damit seinen Worten Taten folgen: „Wir stehen zu den im Bildungsgipfel ausgehandelten Vereinbarungen und sind jederzeit bereit, sie zu unterschreiben."
Die Unterschriften der anderen Parteivorsitzenden lassen dagegen noch auf sich warten. Der für den 11. März verabredete Unterzeichnungstermin war überraschend geplatzt, weil Grüne und FDP noch Vorbehalte hatten. Während die Grünen nun einen zweiten Anlauf signalisieren, lehnt die FDP den Bildungskonsens ab. Im Parlament setzte es dafür deutliche Kritik. „Das Verhalten der FDP zeigt, dass mündliche Zusagen bei den Liberalen nichts zählen. Sie haben sich als Partei endgültig bildungspolitisch disqualifiziert", sagte Thomas Röwekamp in der Sitzung der Bremischen Bürgerschaft.
Der Bildungskonsens sieht ein schlankeres Schulsystem vor. Künftig soll es in Bremen nach der Grundschule nur noch Gymnasien und Oberschulen geben. Das Abitur ist an beiden Schulzweigen möglich. Damit ist die ursprünglich geplante „Schule für alle" vom Tisch. Allerdings ist in Einzelfällen eine gemeinsame Beschulung von Klasse 1 bis 10 möglich, wenn Eltern und Lehrer dies wünschen. Voraussetzung dafür ist jedoch der politische Konsens. Thomas Röwekamp sicherte zu: „Wenn es den Wunsch gibt, sind wir gesprächsbereit."
Ein zweiter Anlauf für die Unterzeichnung des Papiers soll nach den Osterferien unternommen werden.
(19.03.2009)
Überzeugte CDU-Anhängerin vor 40 Jahren:
„Wenn Ihr hier einen auf Untergang macht, gehe ich in die CDU“
Ehrungen für 40 und 50jährige Mitgliedschaft im CDU-Kreisverband Bremen-Stadt
„Sie haben für ihre eigenen Überzeugungen gekämpft, dafür gebührt Ihnen unsere Anerkennung!“. Mit diesen Worten bedankte sich der CDU-Landesvorsitzende Thomas Röwekamp in einer Ansprache bei Godehard Trentmann, Annegret Pütz und Gerhard Ludwig Warrelmann für 40 bzw. 50jähriges Engagement für die CDU. Der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Bremen-Stadt, Hans-Georg Gerling, hatte zu diesem festlichen Anlass eigens in den Kaminsaal des Bremer Ratskellers eingeladen. Aus der Hand des CDU-Landesvorsitzenden erhielten die Jubilare die von der CDU-Bundesvorsitzenden Bundeskanzlerin Angela Merkel unterschriebenen Urkunden und Ehrennadeln.
Thomas Röwekamp gab sich in seiner Ansprache kämpferisch. „Wir wollen die nächsten Wahlen gewinnen“, sagte er. Dies sei nur möglich mit engagierten Mitgliedern, die unsere Überzeugungen transportieren. Darüber hinaus sei es entscheidend, so Hans-Georg Gerling, dass neue Wählerschichten für die CDU erschlossen würden. „Die CDU ist auf dem Weg zu einer modernen Großstadtpartei“, sagte der CDU-Kreisvorsitzende.
Der bekannte Bremer Rechtsanwalt Godehard Trentmann wurde für 50-jähriges Engagement für die CDU geehrt. Trentmann, dessen Vater schon in führender Funktion in der CDU war, war lange Jahre Vorsitzender des CDU-Stadtbezirksverbandes Oberneuland und in diesem Stadtteil auch Sprecher des Beirates. Außerdem war er 20 Jahre im Präsidium des Landessportbundes tätig, unter anderem als dessen Vizepräsident.
Annegret Pütz, die von 1955 bis 1975 Nachrichtensekretärin bei Radio Bremen war, trat vor 40 Jahren in die CDU ein. Aus Überzeugung, wie sie sagt. Sie habe die jungen 68er bei Radio Bremen erlebt. Die hätten einen ziemlichen „Linksdrall“ gehabt, meinte die eloquente Rentnerin. „Wenn Ihr hier einen auf Untergang macht, gehe ich in die CDU“, habe sie damals zu ihrem Kollegen gesagt. Gesagt, getan! Als dann Konrad Adenauer Bremen besucht habe, sei sie CDU-Mitglied geworden. Annegret Pütz engagierte sich neben ihrem Beruf auch 12 Jahre lang als Schöffin.
Der gelernte Schuhmacher und spätere Sozialarbeiter Gerhard Ludwig Warrelmann trat vor 40 Jahren in die CDU ein. Auch er wollte sich bewusst absetzen von einer Umgebung aus Sozialdemokraten und Kommunisten, damals in Huchting, wo er aufgewachsen war. Der überzeugte Adenauer-Anhänger, der jetzt in Schwachhausen wohnt, engagierte sich im Ortsbeirat und im Landesausschuss der CDU. Außerdem arbeitete er ehrenamtlich im sportlichen Bereich.
Bilder von der Veranstaltung finden Sie hier.
CDU-Fraktion verabschiedet Positionspapier zur Überseestadt
Die Bremer CDU-Fraktion setzt sich mit aller Kraft dafür ein, dass die Überseestadt besser an die Innenstadt angebunden und das Entwicklungspotenzial des Gebiets weiter ausgeschöpft wird. Das geht aus einem Positionspapier hervor, das die Abgeordneten und Deputierten am Montag in ihrer gemeinsamen Sitzung beschlossen haben. Passend zum Thema tagte die Fraktion nicht in der Bürgerschaft, sondern in den Räumen der Projektentwicklungsgesellschaft Justus Grosse im Speicher I.
Das Immobilienunternehmen Justus Grosse treibt maßgeblich die Entwicklung der Überseestadt mit voran. So versteht es sich von selbst, dass Geschäftsführer Joachim Linnemann die CDU-Fraktion persönlich begrüßte. „Am Anfang wussten viele nicht, wo der Speicher I überhaupt ist“, erinnerte Linnemann an die Anfänge der Erfolgsgeschichte. Dies habe sich durch die Ansiedelung von Firmen und Marketingstrategien grundsätzlich geändert. Die Erfolge in der Überseestadt können sich sehen lassen: Unter anderem baute Justus Grosse das ehemalige Hafenhochhaus um, das kurz vor dem Abriss stand. So wurden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Neben dem Erhalt des Gebäudes blieb auch die Reederei MSC samt ihrer Arbeitsplätze in Bremen. Sie wollte laut Linnemann abwandern, zog dann aber als Hauptmieter in das ehemalige Hafenhochhaus ein.
Die Überseestadt ist mit einer Länge von 3,5 Kilometern und eine Breite von rund einem Kilometer weit größer als die HafenCity in Hamburg. Wo in den riesigen Hallen des Speicher I einst Gabelstapler fuhren, stehen heute Bürotische und Stühle auf Holzdielen – eine gediegene und zugleich moderne Atmosphäre. Auf dem Areal vereinen sich in einzigartiger Weise Wohnen, Leben und Arbeiten am Wasser.
Die CDU-Fraktion spricht sich für einen Bestandsschutz der bereits angesiedelten Unternehmen aus: „Die Umsetzung der einzelnen Bauprojekte war auch im Hinblick auf die Schaffung neuer und dauerhafter Arbeitsplätze in dem Stadtteil überaus erfolgreich“, heißt es dazu in dem Positionspapier. Außerdem fordern die Christdemokraten weitere Verbesserungen der Verkehrsanbindung: „Die rot-grüne Landesregierung darf sich nicht auf dem Erreichten ausruhen, sondern muss auch weiterhin Entscheidungen für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur innerhalb und zur Überseestadt fällen.“ Hier finden Sie das Positionspapier.
Bilder von der Fraktionssitzung finden Sie hier.
(03.03.2009)
CDU kritisiert Ideenlosigkeit des Wirtschaftssenators
Die Bremer CDU-Fraktion begrüßt zwar das Konjunkturpaket II, äußert aber scharfe Kritik an den Vorschlägen des Senats zur Verwendung der Mittel. Das ist das Ergebnis einer Sondersitzung, zu der die Abgeordneten heute Mittag zusammengetreten sind. „Wir hätten uns mehr Nachhaltigkeit bei der Auswahl der Projekte gewünscht“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Röwekamp auf einer anschließenden Pressekonferenz. Der Vorschlagsliste des Senats fehle es an Transparenz. So sei völlig unklar, nach welchen Kriterien die Mittel zugewiesen wurden und welche Alternativen es zu den Vorschlägen in den jeweiligen Bereichen gegeben hat. Zudem sei einmal mehr die Chance vertan worden, die bremische Wirtschaft durch nachhaltige Projekte zu stärken.
Im Mittelpunkt der Kritik stand insbesondere Wirtschaftssenator Ralf Nagel, der bei der Auflistung einmal mehr den Kürzeren zog. So stelle sich beispielsweise die Frage, weshalb Geld in die Verbesserung des Tourismus-Angebots nach Bremerhaven fließt, die Stadt Bremen jedoch leer ausgeht. „Entweder hat Herr Nagel nichts angemeldet oder nichts durchsetzen können. Beides legt die Schwäche dieses Senators offen“, sagte Thomas Röwekamp. Seit Beginn seiner Amtszeit habe Nagel nicht einen einzigen Vorschlag zur Stärkung der Wirtschaft unterbreitet. „Wer keine Ideen hat, kriegt auch kein Geld“, resümierte der CDU-Fraktionsvorsitzende. Gleichzeitig warnte er vor Hoffnungen, das Wirtschaftsressort werde bei der Haushaltsaufstellung besser abschneiden.
Der Unionspolitiker begrüßte dagegen, dass der Senat den gesamten Bildungsbereich im Konjunkturpaket II berücksichtigt hat. Jedoch sei auch hier unklar, nach welchen Kriterien die Einrichtungen ausgesucht wurden. „Nachhaltige Investitionspolitik in Bildung besteht aus mehr als dem Streichen von Wänden und der Erneuerung von Türgriffen“, sagte Röwekamp und verwies auf den Ausbau des Angebots von Ganztagsschulen: „Der Bau einer dafür erforderlichen Mensa schafft Arbeit und verbessert die Bildungsstruktur. Bleibt die Frage, ob Schulen derartige Wünsche angemeldet haben.“ Er verlangt deshalb vom Senat Auskunft, welche Alternativen es zu der Vorschlagsliste gegeben hat. Röwekamp: „In den anstehenden Deputationssitzungen wird es eine Menge Klärungsbedarf geben.“
(25.02.2009)
Engagierte Diskussion über neuen Kurs der Bremer CDU
Man kann es als Aufbruchsignal werten, was sich am Montagabend in der Strandlust in Bremen-Nord abgespielt hat: Fast drei Stunden lang diskutierten die Bremer Christdemokraten über den künftigen Kurs ihrer Partei. Der Anlass: Die CDU verabschiedet auf ihrem Landesparteitag im Mai das erste Bremer Grundsatzprogramm. Der Entwurf ist 60 Seiten dick und birgt reichlich Zündstoff. Und die Basis mischt mit, wie man es selten erlebt hat. Auf der ersten von vier Regionalkonferenzen ging es um Fragen der Integration, Kriminalität und Justiz.
"Wir wollen die Dinge thematisieren, die die Menschen hier in unserem Land interessieren“, hob Dr. Thomas vom Bruch, Leiter der Grundsatzkommission, den Anspruch an das Papier hervor. So wolle die CDU wieder mehr Transparenz und die Glaubwürdigkeit in Politik herstellen. An klaren Aussagen mangelt es dem Programmentwurf jedenfalls nicht. So soll der Staat früher eingreifen, um kriminelle Karrieren von Jugendlichen zu verhindern und konsequenter mit Intensivtätern umgehen: „Bei heranwachsenden Tätern soll verstärkt Erwachsenenstrafrecht angewendet werden“, heißt es in dem Entwurf. Für die CDU gehe Opferschutz vor Täterschutz.
Eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung von Kriminalität spielt dabei die Frage der Integration. „Der Schlüssel für Integration ist Bildung. Die hat aber in Problemfamilien häufig keinen Stellenwert“, sagte der CDU-Landesvorsitzende Thomas Röwekamp. Die Folge: Perspektivlosigkeit führt oft zu Gewalt. Nach Erkenntnissen der Polizei ist der Anteil von türkischen und libanesischen Tatverdächtigen unter den Vielfachtätern deutlich erhöht. Auf welche Probleme Bremen zusteuert, machte Kripo-Chef Holger Münch deutlich, der als Gastredner auftrat. 60 Prozent der Migranten würden höchstens den Hauptschulabschluss erreichen. „Das ist die Saat, auf der Kriminalität entstehen kann“, sagte er. Bedenklich: Im Jahr 2020 werden rund 50 Prozent aller Jugendlichen im Land einen Migrationshintergrund haben, die Situation dürfte sich somit noch verschärfen.
Röwekamp merkte selbstkritisch an: „Wir haben über Jahre hinweg eine reine Zahlendiskussion geführt, wie viele Ausländer sich das Land leisten kann. Wir haben aber zu wenig darüber nachgedacht, wie wir die hier lebenden Ausländer integrieren.“ Dabei stellten die Diskussionsteilnehmer auch klar: Integration ist keine einseitige Angelegenheit des Staates, sondern muss von Ausländern als Verpflichtung begriffen werden.
Die CDU veranstaltet drei weitere Regionalkonferenzen:
Dienstag, 3. März, 19 Uhr
Bürgerhaus Mahndorf, Mahndorfer Bahnhofstraße 10, 28307 Bremen
Themenschwerpunkt: Ökonomie und Ökologie
Dienstag, 17. März, 19 Uhr
Theo, Lutherstraße 7, 27576 Bremerhaven
Themenschwerpunkt: Soziales und Integration
Mittwoch, 18. März, 19 Uhr
World Trade Center, Birkenstraße 15, 28195 Bremen
Themenschwerpunkt: Grundsätzliche Normen und Werte
Der Entwurf des Grundsatzprogramms ist online auf www.cdu-bremen.de erhältlich. Auf der Homepage bietet die CDU als einzige Partei Bremens die Möglichkeit, in einem Internet- Forum mitzudiskutieren.
(23.02.2009)
CDU Stadtmitte besucht Weserstadion
Stadionumbau, soziales Engagement, und nicht zuletzt der momentane Tabellenstand – es gibt viele Fragen zum SV Werder Bremen in diesen Tagen. Die Mitglieder und Freunde der CDU Stadtmitte konnten diese direkt bei Herrn Klaus-Dieter Fischer, Präsident des SV Werder Bremen e. V., los werden.
Im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung besuchte der CDU-Stadtbezirksverband mit rund 40 Teilnehmern Werder Bremen. Nach kurzen Berichten durch den Stadtbezirksvorsitzenden Malte Engelmann und den Beiratsmitgliedern Viola Mull und Alexander Tassis folgte ein Vortrag von Klaus-Dieter Fischer zum Stadionumbau, der wirtschaftlichen Entwicklung und dem sozialen Engagement des SV Werder Bremen, sowie der Zukunftsplanung des Vereins.
Im Anschluss konnten die CDU Mitglieder noch eine ausgedehnte Rundgang durch das Stadion machen und die Spielerkabinen, die VIP Bereiche, den Innenraum und das Wuseum erkunden.
Bilder von dem Besuch finden Sie hier.
(23.02.2009)
A 281 – SPD und Grüne lenken ein
Endlich Entlastung für die Anwohnerinnen und Anwohner in der Neustadt: das Teilstück der A 281 soll künftig direkt von der Neuenlander Straße aus befahren werden können. Das hat die Bürgerschaft in ihrer Sitzung am Donnerstag beschlossen. Dafür muss eine Rampe von zwei auf vier Spuren ausgebaut werden. Diesen Ausbau hatte die CDU bereits vor einem Jahr gefordert, war jedoch damit im Parlament an der rot-grünen Mehrheit gescheitert.
Die Neuenlander Straße dient derzeit bis zur Fertigstellung der Stadtautobahn als Verbindungsstück zwischen A1 und A 281. Derzeit können Autofahrer im Bereich der Neuenlander Straße allerdings nur die A281 verlassen. Wer die Autobahn dagegen befahren möchte, wird an Wohnhäusern vorbei bis zu einer Auffahrt geleitet. Die Belastung durch Lärm und Abgase ist immens: Insbesondere der Schwerlastverkehr steuert über diese Route das Güterverkehrszentrum an.
Dass die erforderliche Rampe von zwei auf vier Spuren ausgebaut werden kann, stand schon vor einem Jahr fest. „Jeder hätte bloß einmal in seine Unterlagen schauen müssen“, sagte der CDU-Abgeordnete Helmut Pflugradt. Die Redner von SPD und Grünen blieben allerdings eine schlüssige Erklärung schuldig, weshalb sie die Forderung der CDU damals abgelehnt hatten.
(20.02.2009)
SPD-Fraktionschef lehnt „Pakt für Bremen“ ab
Was Bremens Sparanstrengungen angeht, haben die Grünen offenbar mehr Gemeinsamkeiten mit der CDU als mit ihrem Koalitionspartner SPD. Das wurde in der heutigen Parlamentsdebatte nach einer Regierungserklärung von Bürgermeister Jens Böhrnsen zu den Ergebnissen der Föderalismuskommission deutlich. Was Beobachter kaum glauben mochten: Der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Carsten Sieling schlug den von CDU-Fraktionschef Thomas Röwekamp angebotenen „Pakt für Bremen“ aus und beschränkte sich auf verbale Attacken.
Thomas Röwekamp hatte gemeinsame Sparanstrengungen in einem „Alle-Mann-Manöver“ gefordert, um das in der Föderalismuskommission vereinbarte Neuverschuldungsverbot ab 2020 einhalten zu können. „Wir werden alleine und ausschließlich auf die Ausgabenseite zu schauen haben“, sagte Röwekamp. Dabei müssten insbesondere die Strukturen der einzelnen Ressorts angegangen werden. Das Land könne nach den Verhandlungen und erzielten Zinsbeihilfen von jährlich 300 Millionen Euro bis 2019 nur noch auf Eigenanstrengungen setzen, um einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen.
Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Matthias Güldner nahm den Ball auf: „Ich bin sehr gerne bereit, mit der Opposition über die Fragen zu sprechen, wie es uns angeboten worden ist“, und fügte hinzu: „Ich glaube, dass wir die Opposition brauchen werden.“ Sieling dagegen blieb stur, wollte von einer Beteiligung anderer zur Bewältigung der Herausforderungen nichts wissen.
(18.02.2009)
CDU setzt im Wahlkampf auf neue Medien
Die CDU wird einen Bundestagswahlkampf führen, wie es ihn in Deutschland noch nicht gegeben hat. Das wurde auf einer Kampagnenkonferenz in Hannover deutlich. CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla und Bundesgeschäftsführer Dr. Klaus Schüler stellten dieser Tage das Konzept des Wahlkampfes im Congress Centrum der niedersächsischen Hauptstadt vor. Mit dabei waren auch rund 50 Christdemokraten aus Bremen.
„Wir sind mit unseren Vorbereitungen viel weiter, als wir dies nach Außen kommunizieren“, sagte Ronald Pofalla. Die CDU wird crossmedial arbeiten, also neben Zeitungen auch das Fernsehen und stärker denn je das Internet zur Verbreitung von Informationen nutzen. „Wir werden deutlich machen, dass wir die einzig verbliebene Volkspartei der Mitte sind“, so Pofalla. Die Union wolle der bisherigen Meinungsführerschaft der Linken im Internet entschieden entgegentreten.
Während die Union derzeit gute Umfragwerte erzielt, hat die SPD massiv an Glaubwürdigkeit verloren. Schuld ist offenbar die Wahllüge der hessischen Sozialdemokraten, die entgegen aller Versprechungen mit der Linkspartei zusammenarbeiten wollten. Das Vertrauen in die Aussagen der SPD ist so erschüttert, dass einer Umfrage zufolge sogar 50 Prozent der eigenen Anhänger nicht glauben, dass die Sozialdemokraten nach der Bundestagswahl eine Koalition mit der Linken ausschlagen würden.
Bilder von der Kampagnenkonferenz finden Sie hier.
(17.02.2009)
Jugendgewalt – Berliner Richterin spricht Klartext

- Foto: Kirsten Heisig
Sie gilt als knallhart, als Reizfigur - und diesem Ruf wollte Kirsten Heisig bei ihrem Gastauftritt in Bremen auch nicht so recht widersprechen: Die Jugendrichterin aus dem Berliner Problembezirk Neukölln saß am Dienstagabend bei einer Diskussionsveranstaltung zum Thema Jugendkriminalität auf dem Podium in der Arbeitnehmerkammer. Titel der Diskussion: „Knast light als Erziehungshilfe – oder gibt es andere Wege aus der Jugendgewalt?“. Eingeladen hatten der CDU-Kreisverband Bremen-Stadt und der Landesarbeitskreis Christlich Demokratischer Juristen (LACDJ). Mit dabei waren auch Bernd Rein, im Sozialressort zuständig für Erziehung- und Eingliederungshilfen, Hilka Robrecht vom Weißen Ring sowie Wilhelm Hinners, innenpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion.
„Ich bin konsequent, aber kein Hardliner“, sagte Kirsten Heisig vor mehr als 100 Zuhörern im völlig überfüllten Saal. Das mochte ihr im Verlauf des Abends nicht jeder abnehmen. In Neukölln hat sie es mit Brutalität von besonderer Qualität zu tun. Angesichts der zugespitzten Situation auf Schulhöfen sagte sie: „Ich habe nicht mehr den Eindruck, Herrin der Lage zu sein.“ Sie berichtete von einem Fall, in dem ein 15-jähriger Jugendlicher ein elfjähriges Mädchen anal vergewaltigte. Schon im Alter von elf Jahren habe sich diese kriminelle Laufbahn des Jungen abgezeichnet. Entsprechend früh hätten Behörden eingreifen müssen. Heisig: „Prävention ist gut und richtig. Aber die Elternhäuser müssen mitgehen. Das tun sie aber häufig nicht“, bemängelte sie den fehlenden Integrationswillen vieler Migrantenfamilien und sagte zum Publikum: „Bei den libanesischen Großfamilien kriegen Sie keinen Fuß in die Tür!“ Die Folge: Die Jugendrichterin zögert nicht, wenn Intensivtäter oder hartleibige Schulverweigerer vor ihr sitzen. Dann macht sie vom Arrest Gebrauch. Schließlich wüssten auch Migranten, dass der Aufstieg in einer Gesellschaft nur über eine gute Bildung funktioniere.
Bernd Rein gefielen nicht alle Standpunkte der Jugendrichterin. „Wenn wir immer wüssten, wie sich ein Achtjähriger entwickelt, wenn er 16 ist, dann wäre das prächtig“, sagte er. Es sei nicht einfach, Prognosen über kriminelle Karrieren zu erstellen. CDU-Politiker Willi Hinners widersprach dem vehement. Die Polizei erstelle solche Prognosen durch Befragungen und Analysen. „Die sind fast zu 100 Prozent richtig“, sagte er. Hinners kritisierte zudem, dass Schulverweigerer in Bremen einen Freifahrtschein erhielten: „Wir haben fast 3.000 Fälle von Schulpflichtverletzungen. Aber das zuständige Dezernat bei der Staatsanwaltschaft wurde aufgelöst.“
Vor dem Beginn der Debatte erinnerte der CDU-Kreisvorsitzende Hans-Georg Gerling an die alarmierende Statistik in Bremen. Demnach gehen 57 Prozent der registrierten Raubdelikte und 41 Prozent der gefährlichen Körperverletzungen auf das Konto von Jugendlichen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Gabi Piontkowski, Vorsitzende des LACDJ.
(10.02.2009)
Junge Union verabschiedet Grundsatzprogramm
Donnerwetter, das schafft nicht jede politische Jugendorganisation: Die Junge Union Bremen hat dieser Tage ein Grundsatzprogramm verabschiedet, das es in sich hat. Auf 23 Seiten geht es um zentrale Positionen zum Leben in Bremen und Bremerhaven sowie um Wirtschafts- Bildungs-, Finanz- und Jugendpolitik. Darin warnt die JU, angesichts des demografischen Wandels die junge Generation zu vernachlässigen. „Solidarität muss auch zwischen den Generationen gelebt werden. Die Gesellschaft in Bremen darf in Zukunft trotz einer immer älter werdenden Generation die Belange der Jüngeren nicht vergessen“, heißt es in dem Papier. Auch die Umweltpolitik spielt in der Standortbestimmung der Jungen Union eine entscheidende Rolle: Ökonomie und Ökologie müssten mehr denn je in Einklang gebracht werden. „Dabei sollte unserer Meinung nach vor allem auf regenerative Energien gesetzt werden.“ Gemeint ist insbesondere der Ausbau der Windenergie.
Das Grundsatzprogramm der Jungen Union können Sie hier lesen.
(10.02.2009)
Günther Oettinger war Gast beim 21. CDU-Neujahrsempfang

- Günther Oettinger
„Baden-Württemberg und Bremen sind zwar geographisch weit voneinander entfernt, trotzdem sind die beiden Länder eng miteinander verbunden“, erklärte der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Günther Oettinger, auf dem 21. Neujahrsempfang der Bremer CDU. Von Daimler Benz über Airbus, die Hafenanlagen in Bremerhaven bis hin zum gemeinsamen Wunsch, nicht immer den FC Bayern als Deutschen Fußballmeister zu sehen, reichen die Verbindungen. Einer Auflösung des kleinsten Bundeslandes erteilte er eine klare Absage.
Rund 2.000 Gäste waren der Einladung der Bremer CDU zum traditionellen Neujahrsempfang im Park Hotel gefolgt. In seinen Begrüßungsworten hob CDU-Landeschef Thomas Röwekamp hervor, dass Günther Oettinger ein Freund und Anwalt des kleinsten Bundeslandes sei der sich in der Föderalismuskommission stets fair und partnerschaftlich für die Interessen Bremerhavens und Bremens einsetze.
Oettinger warb für eine, im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse für die öffentlichen Haushalte vom Bund und den Ländern. Gleichzeitig stellte er für Bremen Mittel aus einem Schuldenhilfefonds in Aussicht, die Mittelvergabe sei aber an weitere Eigenanstrengungen gebunden. Die Föderalismuskommission wird Anfang Februar unter Vorsitz von Günther Oettinger zu ihrer abschließenden Beratung zusammentreten.
Hier finden Sie Bilder vom CDU-Neujahrsempfang und in Kürze auch einen Film.
DFB-Präsident Theo Zwanziger löst Versprechen ein
Solch hohen Besuch erlebt die SG Marßel nicht alle Tage: DFB-Präsident Theo Zwanziger stattete mit dem CDU-Landesvorsitzenden Thomas Röwekamp am Freitagabend der Sportgemeinschaft in Bremen-Nord einen Besuch ab. Er traf sich mit den Gewinnern der Bürgerpreisverleihung und stellte im Vereinsheim sein Geschick am Tischkicker unter Beweis. Zwanziger löste damit ein Versprechen ein: Weil er während der Auszeichnung Anfang Dezember im Bremer Rathaus am Frankfurter Flughafen festsaß, wollte er den Preisträgern nachträglich gratulieren.
Der Verein zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements hatte damals Werner Müller, Vorsitzender der SG Marßel, mit dem von der Bremer CDU gestifteten Bürgerpreis ausgezeichnet. Anerkennungspreise erhielten Irmtraut Krüger (Chor des Bremerhavener Turnvereins Geestemünde) sowie Jörg Werner Steffens und Thomas Hirsch (Musikprojekt „Ten Sing“).
Theo Zwanziger hob den gestiegenen Stellenwert des Ehrenamts hervor. Insbesondere die Arbeit in den Vereinen habe für das Miteinander an Bedeutung gewonnen: „Fußballtrainer müssen heute den Kindern nicht mehr nur vermitteln, wie ein Doppelpass gespielt wird, sondern wie es um unsere interkulturelle Gesellschaft bestellt ist“, sagte er. Thomas Röwekamp forderte mehr Beachtung dieser Arbeit: „Unsere Preisträger nehmen die Auszeichnung stellvertretend für tausende Ehrenamtliche in Bremen und Bremerhaven entgegen. Deren Einsatz ist alltäglich, aber nicht bezahlbar.“
Für Werner Müller ist die Auszeichnung mit dem Bürgerpreis Ansporn, sich weiter zu engagieren. „Wir wollen das Zusammenleben in Marßel über den Sport hinaus so weiter entwickeln, dass sich die Menschen hier wohler fühlen“, erklärte er. Bilder von der Veranstaltung finden Sie hier.
(16.01.2009)
Volker Kauder fordert mehr Selbstbewusstsein

- Nils Herrmann & Volker Kauder
Wenn es nach Volker Kauder geht, können sich die Deutschen von Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy durchaus eine Scheibe abschneiden. „Was uns fehlt, ist Selbstbewusstsein, das der französische Ministerpräsident im Übermaß versprüht“, sagte der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion dieser Tage während seines Gastauftritts beim Neujahrsempfang des Wirtschaftsrats im Swissotel am Hillmannplatz. Er spielte damit auf die weltweite Finanzkrise an, die in weiten Teilen der Bevölkerung und Wirtschaft für Verunsicherung sorgt. Dabei stehe Deutschland besser da als so manch anderes Land in Europa.
Insbesondere die Auto- und Stahlbranche hat es bekanntlich schwer erwischt. Kauder machte dies am Beispiel des Stahlriesen „Mittal“ deutlich. „Die Auslastung ist innerhalb kurzer Zeit von 100 auf weltweit unter 50 Prozent gesunken“, sagte er. Der Stahl wurde vor allem für die Fertigung von Autos benötigt. Durch eine jahrelange Überproduktion habe sich die Situation für Autohersteller zusätzlich verschärft.
Kauder lobte das sofortige Eingreifen des Staates durch die Bereitstellung eines Rettungspakets für Banken. Nur so sei der Verlust von Ersparnissen verhindert worden. Der Unionspolitiker appellierte an die Wirtschaftsleute, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und Stellenabbau zu verhindern. Kauder: „Dort, wo der Arbeitsplatz gefährdet ist, dort kommt die Krise an.“
Unterdessen appellierte Nils Herrmann, Landesvorsitzender des Wirtschaftsrats, an die Banken, Firmen dringend benötigte Kredite zu gewähren: „Sichern Sie die Investitionsvorhaben, vor allem die des Mittelstands.“
Leichten Optimismus versprühte Volker Kauder auch mit Blick auf die Zukunft Bremens. Der CDU-Fraktions- und Landesvorsitzende Thomas Röwekamp hatte zuvor an die prekäre Finanzlage Bremens und Bremerhavens erinnert: „Wir wollen die Lasten verfehlter Finanzpolitik nicht auf die kommenden Generationen verschieben.“ Das Land steuert geradewegs auf den Verschuldungsrekord von 16 Milliarden Euro zu. Im Bund, so ließ Kauder durchblicken, werde intensiv über eine Schuldengrenze für die Länder nachgedacht. Die öffentlichen Haushalte sollen künftig ohne Nettoneuverschuldung auskommen. Damit bleibt die Diskussion über eine Lösung für die Altschulden der Notlageländer wie Bremen auf der Tagesordnung.
(07.01.2009)
Kommission legt Entwurf des ersten Bremer Grundsatzprogramms vor
Monatelang hat die Kommission geackert, teils bis spät in die Nacht getagt, gestritten und formuliert – jetzt liegt er vor: der Entwurf des ersten Grundsatzprogramms der Bremer CDU! Das Papier ist 60 Seiten dick und bietet Diskussionsstoff pur.
Neben den klassischen Stärken der Partei auf dem Gebiet der Wirtschafts-, Innen- und Finanzpolitik stechen Positionen im Bereich der Sozial-, Umwelt und Integrationspolitik hervor. So wird in dem Entwurf eine „lokale Agenda Klimaschutz“ gefordert. Insbesondere im Gebäudebestand und bei Neubauten müsse der Energieverbrauch gesenkt werden. Dies gelte auch für Maschinen und Fahrzeuge in Privathaushalten, im öffentlichen Bereich sowie in Unternehmen. Entsprechende Förderprogramme sollen Anreiz für mehr Umweltbewusstsein schaffen. „Das Einsparen von Energie, die Erhöhung der Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energien sind die tragende Säule unserer Politik für den Klimaschutz“, heißt es in dem Papier.
Die Bremer CDU setzt sich für eine gerechtere Finanzverfassung in Deutschland und ein besseres Bildungssystem ein. „Leistung und Begabung müssen entscheiden, nicht Herkunft und Geldbeutel“, steht zur Chancengerechtigkeit in dem Entwurf. Die Bildung beginne bereits im Kindergarten, dessen Besuch mittel- bis langfristig kostenlos sein soll.
Eine zentrale Rolle spielt der Begriff „soziale Marktwirtschaft“. Die CDU appelliert dabei insbesondere an die Verantwortung von Unternehmern. „Leitlinien unternehmerischen Handelns sollten die Prinzipien des ehrbaren Kaufmanns sein: Anstand, Ehrlichkeit, Nachhaltigkeit und Verantwortlichkeit.“
An dem Grundsatzprogramm haben mehrere Arbeitsgruppen und eine 20-köpfige Kommission unter Leitung von Thomas vom Bruch mitgewirkt. Der Entwurf wird in den kommenden Monaten unter anderem auf vier Regionalkonferenzen diskutiert, ehe er im Frühjahr auf dem Landesparteitag verabschiedet werden soll. Die Termine finden Sie zeitnah auf www.cdu-bremen.de.
Diskutieren können Sie schon heute in unserem Forum. Den Entwurf des Grundsatzprogramms finden Sie hier.
(5.01.2009)
Bildungsgipfel – Parteien begraben Kriegsbeil
Bremens Gymnasien sind gerettet, die rot-grünen Pläne einer Einheitsschule vom Tisch, alle Kinder dürfen sich auf bessere Qualität in den Schulen freuen. Das ist das Ergebnis des Bremer Bildungsgipfels, auf dem sich die Vertreter von SPD, CDU, Grünen und FDP auf eine parteiübergreifende Schulentwicklung geeinigt haben. Lediglich die Linkspartei macht nicht mit. Jetzt müssen die jeweiligen Parteigremien noch ihre Zustimmung geben.
„Ich bin sehr froh, dass unser Angebot einer überparteilichen Einigung zum Erfolg geführt hat. Zum Wohle der Schülerinnen und Schüler ist das Kriegsbeil begraben worden“, kommentierte der CDU-Landesvorsitzende Thomas Röwekamp das Ergebnis. Die Union hatte sich lange um den Fortbestand der Gymnasien gesorgt, die nach ursprünglichen Plänen von Rot-Grün einer „Schule für alle“ weichen sollten. Diese Angst ist jetzt gebannt.
Die folgenden Kernforderungen der CDU wurden auf dem Bildungsgipfel erfüllt:
1. Die acht durchgängigen Gymnasien in Bremen bleiben erhalten.
2. In Bremen wird es weiterhin ein gegliedertes Schulsystem geben, bestehend aus Grundschulen, Gymnasien und Oberschulen. An der Oberschule sind alle Abschlüsse möglich, also auch das Abitur.
3. Nach wie vor hat der Elternwille bei der Schulwahl Priorität. Für den Übergang auf das Gymnasium sind, wenn die Anwahl höher ist als die Kapazität, die Ergebnisse der Vergleichsarbeiten in Deutsch und Mathematik nach den bundesweiten Standards der Kultusministerkonferenz maßgeblich.
4. In erster Linie soll die Unterrichtsqualität verbessert werden, um den Anschluss an die Spitzenländer zu schaffen. Dazu besteht jetzt für 10 Jahre Verlässlichkeit.
5. Mit den Schulen in freier Trägerschaft soll im Gesetzgebungsverfahren ein Konsens erzielt werden. Das bedeutet: Wenn diese die neue Schulstruktur übernehmen, müssen sie zusätzliche Mittel bekommen, oder sie bekommen eine Ausnahmeklausel.
„In der Diskussion haben sich alle Parteien aufeinander zu bewegt. Das Ergebnis ist für die CDU nicht nur eine Absichtserklärung, sondern wir fühlen uns daran gebunden“, sagte Röwekamp nach den Spitzengesprächen. Laut Vereinbarung ist der Schulstreit für die nächsten zehn Jahre beigelegt. Schulzusammenschlüsse kann es - wenn überhaupt - nur mit Zustimmung der CDU geben.
Der CDU-Landesvorstand befasst sich auf seiner Sitzung am Freitagabend mit dem Thema. Das auf dem Bildungsgipfel verabschiedete Papier finden Sie hier.
(19.12.2008)
Debatte um Ressortzuschnitt – Böhrnsen rudert zurück
War das eine Würge-Nummer für Rot-Grün: In der Debatte um eine Neugliederung des Ressorts von Senatorin Ingelore Rosenkötter ist die Koalition im Parlament zurückgerudert. Mit Mühe und Not versuchten die Fraktionsvorsitzenden von SPD und Grünen ihren Bürgermeister Jens Böhrnsen wieder einzufangen. Böhrnsen war im November in der Debatte zum Misstrauensantrag gegen die Senatorin vorgeprescht und hatte eine Neugliederung des Ressorts ins Spiel gebracht. Offenbar ein Ausrutscher. Rosenkötter ist für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales zuständig. Damit hat sie mehr Aufgaben als jedes andere Mitglied des Senats.
Die Oppositionsparteien CDU, FDP und Linke hatten allesamt Anträge eingebracht, um das Ressort zu verkleinern und so mehr Effizienz zu schaffen. So sprach sich stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Rita Mohr-Lüllmann wiederholt dafür aus, den Bereich Arbeit dem Wirtschaftssenator zu übertragen. Außerdem sollte der Jugendbereich dem Bildungsressort angegliedert werden. Doch die rot-grüne Mehrheit schmetterte den Antrag ab.
SPD-Fraktionschef Carsten Sieling reduzierte sich auf Vorwürfe, blieb inhaltliche Argumente schuldig. „Ihnen geht es darum, uns in ein organisatorisches Wirrwarr zu stoßen“, hielt er CDU und FDP vor. Zu den Linken ging er dagegen auf Kuschelkurs, lobte die Abgeordnete Sirvan Cakici indirekt für ihre Rede. Ähnlich verbog sich der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Matthias Güldner. Er bezweifelte, ob eine Verlagerung von Aufgabenbereichen gewünschte Verbesserungen bringe und kritisierte die Vorredner: „Der Bürgermeister hat in der Debatte zum Nachdenken angeregt, aber die Opposition reagiert lustlos.“ Weder er noch Carsten Sieling unterbreiteten eigene Vorschläge. Derweil legte sich Bürgermeister Jens Böhrnsen kräftig in die Riemen, um zurück zu rudern: „Es ehrt mich sehr, dass zwei Sätze von mir ein Nachdenken der Opposition ausgelöst haben“, sagte er mit Blick auf seine Rede zum Misstrauensantrag, stellte jedoch klar: „Es gibt keinen Handlungsbedarf.“
(10.12.2008)
Röwekamp wirft Rot-Grün unseriöse Finanzpolitik vor
In einer lebhaften Parlamentsdebatte über die Zukunft der kommunalen Krankenhäuser hat der CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Röwekamp Rot-Grün vorgeworfen, sich vom Sanierungskurs des Landes verabschiedet zu haben. SPD und Grüne wollen Kredite für den defizitären Klinikverbund Gesundheit Nord über mehr als 300 Millionen Euro durch Bürgschaften absichern. Ob die Kredite zurückgezahlt werden können, ist jedoch völlig unklar.
Grund für die Debatte war das vom Senat vorgelegte Finanzierungskonzept zur Rettung der städtischen Krankenhäuser in Mitte, Ost, Nord und Links der Weser. CDU und FDP lehnten das Zahlenwerk geschlossen ab. „Der Senat gibt Geld mit beiden Händen in einen defizitären Konzern ohne Aussicht auf Besserung“, sagte Röwekamp. Insbesondere das Klinikum Bremen-Mitte schreibt seit Jahren Miese im Millionenbereich. Der Unionspolitiker verlangte, fehlgeleitete Zuschüsse aus der Vergangenheit zurückzufordern und Profis aus der Privatwirtschaft mit ins Boot zu holen. Experten eben, die auf der rot-grünen Regierungsbank nicht zu finden seien.
„Der von Ihnen vermittelte Eindruck, die Kliniken seien gerettet, ist irreführend und falsch“, sagte Röwekamp. SPD und Grüne wollen den Krankenhäusern auf einen Schlag eine Schuldenlast in Höhe von 70 Millionen Euro nehmen. Doch niemand sagt, woher das Geld kommen soll. „Sie finanzieren diese 70 Millionen Euro auf Pump“, warf er der Koalition vor. Dies schade Bremen, das angesichts der prekären Landesverschuldung in Höhe von mehr als 15 Milliarden Euro um Bundesfinanzhilfen kämpft und vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe klagt. Röwekamp: „Sie verabschieden sich vom Sanierungsweg aus kurzsichtigen, politischen Gründen.“
Die Gesundheitssenatorin Ingelore Rosenkötter dagegen sieht die städtischen Krankenhäuser auf einem guten Weg. Grünen-Fraktionschef Matthias Güldner tat die Warnungen der Opposition lapidar als „Unkenrufe“ ab.
(09.12.2008)
CDU-Parlamentarier fühlten Bremern auf den Zahn
War das ein Marathon: Die Abgeordneten, Deputierten und Beiratsmitglieder der Bremer CDU schwärmten am Donnerstag zum Auftakt der „Bremer Begegnungen“ im Stadtteil Schwachhausen aus, um mehr über die Sorgen, Wünsche und veränderten Lebensbedingungen der Menschen zu erfahren. Mehr als neun Stunden waren sie in Gruppen unterwegs und steuerten 20 Ziele an, darunter das Krankenhaus St.-Joseph-Stift, das Medienhaus, die Arche, die Polizeistation am Bürgerpark und das Geburtshaus.
„Wir haben eine Menge Eindrücke mitgenommen, die für unsere parlamentarische Arbeit sehr wertvoll sind“, resümierte Thomas Röwekamp, Vorsitzender der CDU-Fraktion. In den Gesprächen allgegenwärtig: Geldsorgen durch Kostensteigerungen. So fürchten viele mittelständische Unternehmen die vorhergesagte Wirtschaftsflaute nach dem Weihnachtsgeschäft – ausgelöst durch die weltweite Verunsicherung durch die Finanzkrise. Sorgen macht sich insbesondere die ältere Generation: Immer teurer werdende Unterbringungskosten in Seniorenheimen und unzureichende Rentenerhöhungen machen unzufrieden.
Die Christdemokraten verteilten Fragebögen. Die Antworten werden in den kommenden Wochen ausgewertet und sollen in die politische Arbeit einfließen. Wer an den Bremer Begegnungen nicht teilnehmen konnte, hat trotzdem die Möglichkeit mitzudiskutieren. Die CDU-Fraktion hat im Internet ein Forum eingerichtet. Außerdem kann der Fragebogen direkt online ausgefüllt werden.
Hier finden Sie Bilder und einen Film von den Bremer Begegnungen.
(04.12.2008)
Merkel schwört CDU auf Herausforderungen ein
Angela Merkel ist erwartungsgemäß mit überwältigender Mehrheit im Amt als Bundesvorsitzende der CDU bestätigt worden. Auf dem Bundesparteitag in Stuttgart erhielt sie 94,8 Prozent der Delegiertenstimmen. Zuvor hatte die Bundeskanzlerin ihre Partei auf die Herausforderungen der kommenden Monate eingeschworen. Deutschland stehe durch die Finanzkrise vor noch nie dagewesenen Problemen. „Vor uns liegt ein forderndes Jahr. Es wird nicht einfach. Deutschland braucht dafür Verantwortungsgefühl, Entschlossenheit und praktische Vernunft“, sagte sie vor den Delegierten in der Messe Stuttgart.
In die Finanzkrise habe der Staat mit aller Kraft eingegriffen – nicht zum Schutze der Banken, sondern des Allgemeinwohls. „Deshalb war dieser Eingriff alternativlos“, sagte Merkel. Der Staat sei gefordert, der Wirtschaft Brücken zu bauen: „Was er nicht tut, das ist, Produkte zu subventionieren und damit notwendige Strukturwandel zu verhindern. Das ist mit uns nicht zu machen.“ Die Republik müsse aus den vergangenen Krisen lernen und weniger auf selbsternannte Experten vertrauen. „Man kann nicht auf Dauer über seine Verhältnisse leben.“
Die Bundeskanzlerin blickte bei ihrem Auftritt auf die Bilanz der CDU nach drei Jahren in der Regierungsverantwortung. Zwei Millionen weniger Arbeitslose als zu Zeiten von Rot -Grün, mehr Ausbildungsplätze, weniger Jugendarbeitslosigkeit, Stärkung von Bildung und Forschung sowie mehr Sicherheit im Bereich der Rente und Sozialversicherung waren nur einige Meilensteine, die sie nannte. Dann noch die starke Familienpolitik: „Es werden wieder mehr Kinder geboren. Deutschland hat neues Vertrauen in die Zukunft. Das ist die schönste Nachricht für unser Land überhaupt.“
Merkel appellierte daran, die gegenwärtige Finanz- und Wirtschaftskrise als Chance zu nutzen. Vorgezogene Investitionen in Infrastruktur und Klimaschutz sowie Hilfen für die stärksten Industrien seien das richtige Mittel. „Aber wir brauchen noch mehr: Die Hochgeschwindigkeitsnetze sind die Autobahnen des 21. Jahrhunderts. Welcher Schub würde durch Europa gehen, wenn jedes Haus – wirklich jedes – Zugang zu diesen Zukunftsnetzen hat?“, fragte sie und fügte hinzu: „ich will Breitbandzugang für alle in ganz Europa.“
CDU-TV berichtet ausführlich vom Bundesparteitag in Stuttgart. Die Vollständige Rede der Bundeskanzlerin finden Sie hier.
(01.12.2008)
Der Wahl-Zauber von Obama
Der neue US-Präsident Barack Obama hat den politischen Gegner entzaubert und die Menschen im Land verzaubert. Doch bringt er den ersehnten Wandel? Darüber diskutierten am Donnerstagabend auf Einladung des CDU-Kreisverbands Bremen-Mitte im Park Hotel unter der Leitung von buten un binnen-Moderator Andreas Neumann namhafte Gäste. Mit dabei: Volker Weise (Chefredakteur des Weser Kuriers), Dr. Friedrich Mielke (Dozent und Journalist), Dr. Raymond Wells (Jacobs University) und der CDU-Landesvorsitzende Thomas Röwekamp. Besonderer Gast des Abends war Prof. Dr. Alvaro Rojas, Botschafter der Republik Chile.
In einem Punkt waren sich die Teilnehmer einig: Obamas Wahlslogan „Change“ hat den Nerv der der Amerikaner getroffen. „Die USA hatten Bush satt“, resümierte Volker Weise. Dabei kämpften die Spitzenkandidaten John Mc Cain und Barack Obama seiner Beobachtung nach nahezu inhaltslos um Stimmen. „Es gab im wahrsten Sinne des Wortes nur schwarz oder weiß“, sagte er. Röwekamp fiel dabei ein grundsätzlicher Unterschied in der Berichterstattung im Vergleich zu Deutschland auf. Während in den USA der Begriff „Change“ positiv besetzt sei, werde er in Deutschland negativ ausgelegt. „Wenn Politiker behaupten, etwas verändern zu können, dann heißt es in den Medien sofort: Die können das alle nicht“, sagte Röwekamp. Er verlangte: „Es muss erlaubt sein, kontroverser zu diskutieren, als wir das in der Vergangenheit getan haben.“
Prof. Dr. Alvaro Rojas verband mit dem Wahlergebnis in erster Linie „Hoffnung“. Die Erwartungshaltung an Obama sei in der übrigen Welt hoch. Sein Tenor: Die USA müssten in Zukunft mehr die Bedürfnisse aller Teile in der Welt berücksichtigen und weniger zu Alleingängen neigen. Dr. Friedrich Mielke erkannte grundsätzliche Unterschiede zwischen den Wahlkämpfen in den USA und in Deutschland. Die Parteien seien hierzulande zwar aktiv, aber nicht das Wahlvolk.
Bilder von der Podiumsdiskussion finden Sie hier.
(20.11.2008)
CDU-Lesebotschafter begeisterten Kinder
Kaum zu glauben, dass es in einer Grundschule so mucksmäuschenstill sein kann: Am bundesweiten Vorlesetag schwärmte am Donnerstag die Fraktionsspitze aus, um den Knirpsen Geschichten vorzulesen. So zog Thomas Röwekamp mit der „Kleinen Hexe“ Jungs und Mädchen in der Grundschule am Pfälzer Weg in seinen Bann. Zeitgleich besuchten seine Stellvertreter Heiko Strohmann sowie Dieter Focke die St. Joseph-Grundschule in Oslebshausen und den Kindergarten „Murmel“ in Borgfeld.
Die Abgeordneten folgten damit dem Aufruf der „Stiftung Lesen“, die Kinder für Bücher begeistern und damit die Lese- und Schreibkompetenz fördern will. Hintergrund der Aktion: Einer von der Stiftung in Auftrag gegebenen Studie zufolge lesen sage und schreibe 42 Prozent der Eltern ihren Kindern unter 10 Jahren nur unregelmäßig oder gar nicht vor. Die Folge: 20 Prozent aller 15-Jährigen stehen an der Schwelle zum so genannten „sekundären Analphabetismus“.
Dass die Knirpse die Lesebotschafter am Rande über ihre Arbeit als Abgeordnete ausfragten, versteht sich von selbst. Am Pfälzer Weg erlebten die Kinder dabei Demokratie hautnah: Röwekamp ließ darüber abstimmen, ob er noch weitere Kapitel vorlesen soll – und musste eine ordentliche Extrarunde einlegen.
(20.11.2008)
Sozial ohne rot zu sein
Worin unterscheiden sich CDU, SPD und Linkspartei grundlegend in der Sozialpolitik? Zwei Karikaturen der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) zeigen es in dem Flyer „Sozial ohne rot zu werden“. Das Flugblatt wird auf dem Landesparteitag in Bremerhaven verteilt und steht hier als Download zur Verfügung.
(17.11.2008)
Rot-Grün lehnt Misstrauensantrag ab

- Dr. Rita Mohr-Lüllmann, MdBB
Die rot-grüne Koalition hat den Misstrauensantrag der CDU-Fraktion gegen Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter im Parlament abgelehnt. Während CDU und FDP geschlossen den Rücktritt der Senatorin forderten, votierten SPD und Grüne gegen den Antrag. Die Linke enthielt sich. In Zahlen: 29 Abgeordnete stimmten für Ja, 45 für Nein, 7 enthielten sich.
Die Union wirft Rosenkötter vor, den Überblick über ihr Ressort vollständig verloren zu haben. Dies betreffe insbesondere das Krisenmanagement der kommunalen Kliniken sowie die Umsetzung der Empfehlungen des Untersuchungsausschusses nach dem Fall Kevin. „Misstrauen entsteht nicht über Nacht. Misstrauen entwickelt sich über einen längeren Zeitraum“, sagte Dr. Rita Mohr-Lüllmann, stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion. Die CDU habe in zahlreichen parlamentarischen Initiativen auf Probleme und Missstände im Verantwortungsbereich von Ingelore Rosenkötter hingewiesen und Lösungen angeboten. Doch die Senatorin habe die Probleme ausgesessen.
Beispiel: Masterplan für das Klinikum Bremen Mitte. Mohr-Lüllmann zitierte aus einer Rede von Bürgermeister Jens Böhrnsen, der auf dem Parteitag der SPD im Jahr 2007 versprochen hatte, um jeden Arbeitsplatz in Bremen kämpfen zu wollen und sich klar zur Umsetzung des Masterplans bekannte. „Doch Ihnen, Frau Senatorin, fehlte die Kraft, die Entschlossenheit und der Mut, dieses weit gereifte Projekt in die politische Zustimmung zu führen“, sagte Mohr-Lüllmann. Privatinvestoren seien mit Tricks hingehalten, die ursprüngliche Planung aus politischen Gründen beerdigt worden. Der angekündigte Abbau von rund 1.000 Stellen in den Kliniken erfolge nach dem Zufallsprinzip. Die Unionspolitikerin: „Mit jedem Tag Ihrer Handlungsunfähigkeit verliert Bremen Geld, sinken die Chancen auf eine optimale medizinische Versorgung und wird ein neuer Arbeitsplatz in den Kliniken gefährdet.“
Die Liste des Versagens wurde in der Rede länger und länger. Aus dem Fall Kevin seien immer noch nicht die erforderlichen Konsequenzen gezogen worden. Tagesmütter müssen monatelang hinter ihren Honoraren herlaufen. Erst kürzlich warnte die Senatorin die Kassenärztliche Vereinigung, der hohe Altersdurchschnitt in der Belegschaft könne zu erhöhten Fehlzeiten führen. Pikant: Die Senatorin ist Schirmherrin einer Preisverleihung, bei dem Firmen geehrt werden, die älteren Menschen eine Chance geben. Mohr-Lüllmann: „Wer soll solch einer Arbeitssenatorin eigentlich noch vertrauen?“
Rot-Grün hielt mit persönlichen Angriffen dagegen, argumentierte aber ohne Inhalt.
Die komplette Rede von Dr. Rita Mohr-Lüllmann lesen Sie hier.
(13.11.2008)
Motschmann mahnt: Gleichberechtigung weiter vorantreiben

- Foto: Elisabeth Motschmann, MdBB
Die CDU-Abgeordnete Elisabeth Motschmann hat der Frauenbeauftragten Ulrike Hauffe im Parlament ihren Dank für die Bemühungen um die Gleichberechtigung ausgesprochen. „Die Tatsache, dass es heute noch Gleichstellungsbeauftragte überall in der Republik gibt, zeigt, dass das Werk dieser tapferen Frauenrechtlerinnen von damals keineswegs vollendet ist“, sagte sie. Grund für die Debatte war eine von Grünen, SPD und Linkspartei beantragte „Aktuelle Stunde“ zum 90-jährigen Bestehen des Frauenwahlrechts.
„Was haben sich die Frauen damals anhören müssen, weil sie sich für die gleiche Behandlung von Frauen und Männern im gesamten öffentlichen Leben einsetzten“, erinnerte Elisabeth Motschmann und lieferte die Antwort gleich mit: „Sie wurden belächelt, verhöhnt und verspottet.“ Die Unionspolitikerin mahnte, sich weiter für die Gleichberechtigung einzusetzen. „Wir müssen wachsam sein und mit Engagement und Maß überall dort, wo Frauen noch immer auf gleiche Rechte warten, diese einfordern.“ Dazu gehöre beispielsweise die Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit.
Die komplette Rede von Elisabeth Motschmann lesen Sie hier.
(12.11.2008)
CDU kämpft für Sonntagsöffnung in Bremerhaven

- Foto: Bilderbox
Der CDU-Abgeordnete Paul Bödeker hat sich in der Bürgerschaft für eine Sonntagsöffnung der Geschäfte in Bremerhavens Innenstadt sowie dem neuen Einkaufszentrum „Mediterraneo“ stark gemacht. Der Streit um die Sonntagsöffnung am Tourismusstandort schwelt bereits seit Wochen. Die Unionsfraktion hatte deshalb für den Landtag eine Aktuelle Stunde mit dem Titel „Bremerhavener Strukturwandel sonntags geschlossen – Senat muss zusätzliche Sonntagsöffnungen ermöglichen“ beantragt.
„Wir haben uns auf den Weg gemacht, die oberzentrale Funktion Bremerhavens zurück zu gewinnen“, sagte Paul Bödeker im Landtag. Er erinnerte damit an Investitionen in die Entwicklung der Innenstadt und in die Tourismusangebote. Er warnte davor, sich selber auszubremsen: „Es ist doch völlig nachvollziehbar, dass Touristen, wenn sie sonntags in Bremerhaven sind, dort auch die Einkaufswelten besuchen wollen.“
Der CDU-Abgeordnete hält die Sorge für unbegründet, Bremerhaven würde dem Bremer Handel mit einer Ausweitung der Ladenöffnungszeiten zu viel Konkurrenz machen. „Wir sind in Bremerhaven noch lange nicht so weit wie ein intakter Einzelhandel.“
Die Sozialdemokraten lehnten weitere Ausnahmen jedoch ab. Mit ihnen sei eine Lockerung des Ladenschlussgesetzes nicht zu machen.
(12.11.2008)
CDU stellt Misstrauensantrag gegen Senatorin Rosenkötter
Die Bremer CDU-Fraktion spricht Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter das Misstrauen aus. Einen entsprechenden Antrag hat die Union für die kommende Sitzung der Bürgerschaft eingereicht. Die CDU wirft ihr Versagen in allen Verantwortungsbereichen vor. Dies betrifft insbesondere das Krisenmanagement der kommunalen Kliniken sowie die Umsetzung der Empfehlungen des Untersuchungsausschusses Kindeswohl.
Anders als in der Vergangenheit stützt sich der Misstrauensantrag damit nicht auf einen Skandal, sondern auf Unfähigkeit. „Wir haben in unzähligen Ausschüssen, Sitzungen, in großen und kleinen Anfragen sowie im Parlament auf eklatante Mängel in der Sozial- und Gesundheitsbehörde hingewiesen“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Thomas Röwekamp auf einer Pressekonferenz. Außer dehnbarer Formulierungen und unverbindlichen Absichtserklärungen habe die Senatorin jedoch nichts zur Lösungssuche beigetragen. Insbesondere im Bereich der Kliniken hat sich die Situation dramatisch zugespitzt. „Wir steuern mit den kommunalen Krankenhäusern geradewegs auf einen zweiten Bremer Vulkan zu“, sagte er.
Zu einer ähnlich dramatischen Einschätzung kam Dr. Rita Mohr-Lüllmann, stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion: „Wir haben es mit einer organisierten Talfahrt zu tun und erkennen kein Ende.“ Alle vier kommunalen Kliniken zusammen benötigten schon heute Kredite über 313 Millionen Euro für Investitionen. Darüber hinaus stünden 70 Millionen Euro Pensionslasten sowie zehn Millionen Euro Altschulden des Klinikums Bremen-Mitte zu Buche. Weitere 35 Millionen Euro Fördergelder müssen an das Ressort zurückgeführt werden. „Die Situation ist unter Frau Rosenkötter komplett aus dem Ruder gelaufen“, sagte Mohr-Lüllmann.
Die kommunalen Krankenhäuser gehen im Eiltempo auf die Insolvenz zu, warnte die Unionspolitikerin. Die Senatorin trage dafür die Verantwortung. „Sie hat viel wertvolle Zeit verplempert.“ So war beispielsweise die Stelle des Geschäftsführers der Klinik Holding fast zwei Jahre vakant. Die Senatorin habe auf den grundlegendsten Feldern der Personalführung versagt. So sei es weder machbar, Mitarbeiter in einem Personalbinnenmarkt zwischen den Kliniken hin und her zu versetzen, noch gebe es eine zentrale Personalsteuerung. Völlig unklar sei zudem, auf welcher Grundlage der Abbau von rund 1.000 Stellen beschlossen wurde.
Im Sozialressort türmen sich derweil weitere Probleme: Tagesmütter müssen monatelang hinter ihren Honoraren herlaufen, Empfehlungen des Untersuchungsausschusses Kindeswohl – wie beispielsweise die Einführung der elektronischen Fallakte – wurden noch immer nicht umgesetzt. An dem Handlungskonzept „Stopp die Jugendgewalt“ haben sich die Ressorts Bildung, Inneres und Justiz beteiligt. Von Ingelore Rosenkötter kam jedoch nichts.
Für Thomas Röwekamp ist das Maß voll: „Frau Rosenkötter ist nur eine Senatorin für die Fotos, nicht aber fürs Handeln.“ Bremen brauche besonders im Sozial- und Gesundheitsbereich Führungsstärke. „Es geht uns darum, die Handlungsfähigkeit des Ressorts wiederherzustellen“, begründete er den Misstrauensantrag. Dies sei mit Ingelore Rosenkötter an der Spitze nicht machbar.
Den Misstrauensantrag finden Sie hier.
(04.11.2008)
Voller Erfolg für „Bremer Stadtläufer“
Erfolgreicher Start der „Bremer Stadtläufer“: Mehr als 60 Sportlerinnen und Sportler ließen sich am Samstagmorgen nicht vom Schmuddelwetter abhalten und haben gemeinsam mit Thomas Röwekamp den Werdersee umrundet. Der CDU-Fraktions- und Landesvorsitzende hatte zu dem Spendenlauf aufgerufen, um den Verein „Schattenriss“ zu unterstützen, eine Beratungsstelle für sexuell missbrauchte Mädchen.
Thomas Röwekamp hat sich in den vergangenen Jahren bereits mehrfach im Rahmen des damaligen „Röwekämp“ für Schattenriss eingesetzt. Aus der Initiative ist eine dauerhafte Aktion geworden, die jeweils im Frühjahr und Herbst stattfindet. „Ich freue mich riesig, dass so viele Menschen dem Aufruf gefolgt sind, sich den Bremer Stadtläufern anzuschließen und damit Schattenriss zu unterstützen“, freute sich der Unionspolitiker nach seinem 8,5 Kilometer langen Lauf. Die Beratungsstelle ist zum Erhalt des Hilfsangebots zunehmend auf Spenden angewiesen. Im Vorfeld hatten sich bereits diverse Firmen bereit erklärt, sich finanziell an dem Spendenlauf zu beteiligen. Bis kurz vor dem Start waren fast 2.500 Euro auf dem Konto von Schattenriss eingegangen. Hier finden Sie Bilder von den Bremer Stadtläufern.
(01.11.2008)
CDU kritisiert chaotische Zustände im Umgang mit Tagesmüttern

- Sandra Ahrens , MdBB
Die CDU-Bürgerschaftsfraktion hat Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter zu einem respektvollen Umgang mit Tagesmüttern aufgefordert und eine pünktliche Bezahlung verlangt. „Sie müssen monatelang hinter ihren Honoraren für geleistete Arbeit herlaufen, werden von Sachbearbeitern abgewimmelt und von den Verantwortlichen im Sozialressort offensichtlich nicht ernst genommen“, sagte die Abgeordnete Sandra Ahrens am Freitag in einem Pressegespräch im CDU-Haus. Die Probleme seien schon länger als ein Jahr bekannt. Die Fraktion wird das Thema auf die Tagesordnung der kommenden Bürgerschaftssitzung setzen. Einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag mit dem Titel „Arbeit der Tagesmütter wertschätzen – pünktliche Bezahlung endlich sicherstellen“ hat die CDU bereits eingereicht.
Die betroffenen Tagesmütter betreuen insbesondere Kinder, die sie vom Jugendamt vermittelt bekommen. In vielen Fällen müssen sie teils länger als ein Jahr auf ihr Honorar warten. Besonders schlimm sind demnach die Zustände in den Sozialzentren Walle/Gröpelingen sowie Neue Vahr/Osterholz. Pikant: In dem Pressegespräch stellten sich auch zwei betroffene Frauen den Fragen der Medienvertreter. So muss Tanja Röhrs ihr Geld inzwischen im Amt eintreiben. Ihr Druckmittel: Sie gibt die Kinder nach Absprache mit den Eltern einfach bei den Sachbearbeitern in den zuständigen Sozialzentren ab und geht. „Ich habe keine Lust mehr, unter diesen Bedingungen zu arbeiten“, sagte sie.
Die CDU erhöht unterdessen den Druck auf die Sozialsenatorin: „Wir fordern Frau Rosenkötter ultimativ auf, ihre Hausaufgaben zu machen und die pünktliche Bezahlung der Tagesmütter sicherzustellen. Wenn sie nicht in der Lage dazu ist, muss sich der Senat insgesamt darum kümmern“, sagte Sandra Ahrens.
Den Antrag der CDU-Fraktion und die Chronologie finden Sie hier.
Rot-Grün lehnt Missbilligungsantrag gegen Sozialsenatorin ab

- Dr. Rita Mohr-Lüllmann, MdBB
Nach einer teils hitzig geführten Debatte im Bremer Landtag hat die rot-grüne Mehrheit im Parlament heute einen Missbilligungsantrag von CDU und FDP gegen Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter (SPD) abgeschmettert. CDU und FDP werfen der Senatorin vor, die Empfehlungen des Untersuchungsausschusses „Kindeswohl" unzureichend bis gar nicht umgesetzt zu haben. Entsprechende Hinweise waren im Vorfeld aus den Antworten auf eine Große Anfrage der Unionsfraktion hervorgegangen. Während Union und FDP geschlossen für die Missbilligung stimmten, befürworteten SPD und Grüne mit ihrem Abstimmungsverhalten die bisherige Arbeit der Senatorin. Die Linke enthielt sich. Doch schon jetzt steht fest: Die CDU lässt sich nicht beirren und behält sich die Option eines Misstrauensantrags gegen Senatorin Rosenkötter vor.
„Wir haben uns zwei Jahre lang die Entwicklungen im Bereich Kindeswohl genau angesehen und alle vom Sozialressort vorgelegten Sachstandsberichte mit großer Aufmerksamkeit durchgearbeitet. Wir haben Nachfragen gestellt, in den Parlamentsausschüssen und den Deputationen Vorschläge gemacht. Und doch blieben die Sachstandsberichte hinter den Erwartungen an die Ressortspitze zurück. Mehr als vage Antworten, elastische Formulierungen und Vorschläge haben wir nicht erhalten", kritisierte Dr. Rita Mohr-Lüllmann, stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion. Bis zum heutigen Tage funktioniere weder die elektronische Fallakte, die den Fachleuten die Arbeit erleichtern soll, noch seien Nachschulungen für Fallmanager verpflichtend. „Wir warten seit vier Jahren auf die elektronische Fallakte. Der Untersuchungsausschuss hat festgestellt, dass die Aktenführung schlampig und chaotisch war. So schlampig, dass Dritte die Entscheidungen eines Case-Managers nicht nachvollziehen konnten", sagte Mohr-Lüllmann und fügte hinzu: „Was wir Ihnen vorwerfen, Frau Rosenkötter: Seit 2007 fragen wir regelmäßig nach dem Stand der Einführung der elektronischen Akte. Immer wieder hören wir jedoch andere Gründe für die Verzögerung."
SPD-Politikerin Karin Garling konterte anschließend zynisch: „Glauben Sie im Ernst, dass damit das Wohl aller Kinder gesichert ist?" Sie warf der CDU Effekthascherei vor und sprach von einem reinen „Showantrag". Dass der Antrag alles andere als „Show" ist, zeigt ein weiteres schlimmes Beispiel: Aus den Angaben des Sozialressorts geht hervor, dass noch nicht einmal eine Qualitätssicherung im Zusammenspiel zwischen Sozialressort und freien Trägern trotz Empfehlung des Untersuchungsausschusses eingeführt wurde. Dafür arbeiten etliche freie Träger bereits mit der elektronischen Fallakte!
CDU und FDP hatten der Senatorin in dem Missbilligungsantrag eine Frist bis zum 31. Oktober gesetzt, um die Empfehlungen umzusetzen. Aus der CDU-Spitze wurde inzwischen bekannt, dass diese Frist weiterhin Bestand hat. Sollte die Senatorin bis zum 31. Oktober kein besseres Ergebnis zur Sicherung des Kindeswohls vorlegen, will die Unionsspitze Gespräche mit den anderen Oppositionsparteien über das weitere Vorgehen aufnehmen. Dabei behalten sich die Christdemokraten alle Optionen offen - auch einen Misstrauensantrag.
Hier finden Sie die komplette Rede von Dr. Rita Mohr-Lüllmann, eine umfangreiche Chronologie, die Antworten auf die Große Anfrage sowie den Missbilligungsantrag.
(09.10.2008)
CDU: Zustände im Stadtamt nicht haltbar

- Wilhelm Hinners, MdBB
Der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Wilhelm Hinners, hat in der Stadtbürgerschaft deutliche Kritik an den Zuständen im Bremer Stadtamt geübt. „Wir können als Abgeordnete der Bremischen Bürgerschaft nicht hinnehmen, dass es erhebliche Bearbeitungsrückstände und eine häufig unzureichende Qualität der Aufgabenerfüllung in fast allen wichtigen Bereichen wie Ausländeramt, Waffenrecht, Kontrolle gefährlicher Hunde, Gaststättenüberwachung, Lebensmittelkontrolle, Gewerberecht und Wiedererlangung der Fahrerlaubnis gibt“, sagte er. In der Vergangenheit war insbesondere die Zahl der Untätigkeitsklagen gestiegen. Mit mehr als 500.000 Bürgerkontakten sei das Stadtamt eine der wichtigsten Behörden in Bremen, so Hinners. Er forderte in der Debatte personelle Verstärkung, um die Aufgaben bewältigen zu können. Anlass für die Debatte war eine Große Anfrage der Fraktionen von SPD, Grüne, CDU, FDP und Linke.
Die komplette Rede von Wilhelm Hinners können Sie hier lesen.
(07.10.2008)
„Bremer Stadtläufer“ gehen an den Start
Sportsachen raus, Laufschuhe an und ab an den Werdersee: Thomas Röwekamp startet im Rahmen seines Engagements für soziale Einrichtungen die Aktion „Bremer Stadtläufer“. Gemeinsam mit Sportbegeisterten umrundet er Anfang November den Werdersee und wirbt damit für Spenden zugunsten von Schattenriss e. V. In der Vergangenheit fanden die Spendenläufe im Rahmen des „Röwekämp“ statt. „Der Spendenlauf hat sich als eigenständige Veranstaltung bewährt und zu einer Tradition entwickelt. Deshalb wollen wir der Aktion einen eigenen Namen geben und damit alle Bremerinnen und Bremer aufrufen, sich für Schattenriss zu engagieren. Wir wissen, wie wichtig das Engagement der Helferinnen für sexuell missbrauchte Mädchen ist“, sagt Thomas Röwekamp.
Die „Bremer Stadtläufer“ starten am Samstag, 1. November, ab 10.30 Uhr am Werdersee. Treffpunkt ist am Deich in Höhe der Roland Klinik am Niedersachsendamm. Die Streckt ist rund 8,5 Kilometer lang. Für Verpflegung wird natürlich auch gesorgt: Karstadt stellt für die Läuferinnen und Läufer Obst und Getränke bereit. Darüber hinaus bekommt jeder Teilnehmer ein T-Shirt. Eine Startgebühr wird nicht erhoben.
Bilder und einen Film vom vergangenen Spendenlauf sind unter folgenden Links zu sehen:Galerie und You Tube
(02.10.2008)
Rot-Grün packt aus: Abschaffung der Gymnasien kommt
Im Streit um die Zukunft des Bremer Schulsystems haben Vertreter von SPD und Grünen jetzt in einer Sendung des Nordwestradios Klartext gesprochen: Die „Schule für alle“ soll langfristig kommen - und damit auch die Abschaffung der Gymnasien. Weil die rot-grüne Koalition den Widerstand der Eltern jedoch nicht überleben würde, soll nur als Übergangslösung das zweigliedrige Modell der CDU bestehend aus Gymnasien und Oberschulen kommen. Gleichzeitig werden die Gymnasien ausgehöhlt und zu Gesamtschulen umfunktioniert, indem dort künftig alle Schulabschlüsse möglich sein sollen. Damit bestätigt sich die Befürchtung der CDU, die am gegliederten Schulwesen festhalten will und seit Monaten für den Erhalt der Gymnasien kämpft. Insbesondere die Lehrergewerkschaft GEW macht sich jedoch für die Einheitsschule stark. „Die GEW fordert die Schule für alle und zwar ohne Schlupfwinkel“, sagte ein Sprecher in der Diskussion.
Das Nordwestradio übertrug die Diskussion live aus dem Foyer der Bürgerschaft. Hören Sie hier den Mitschnitt und erfahren alles über die Enthüllung der rot-grünen Pläne.
(24.09.2008)
Tooor! CDU-Landeschef kickert auf der HanseLife
War das ein Match: CDU-Landeschef Thomas Röwekamp besuchte heute die Messe „HanseLife“ im AWD-Dome und traf dabei auf begeisterte Kicker-Spieler vom Bremer Martinshof. Dort hatte Thomas Röwekamp im Rahmen seiner Sommerbegegnungen vorbeigeschaut und mitgearbeitet. In der Belegschaft sprach sich schnell herum, dass der Unionspolitiker im Tischfußball durchaus geschickt ist - immerhin steht in seinem Büro ein Kicker, den die CDU sonst für Messeauftritte nutzt. Kein Wunder also, dass Röwekamp die Herausforderung auf der HanseLife annahm. Ergebnis: Ein Spiel gewann das Team vom Martinshof, ein Sieg ging auf Röwekamps Konto.
(19.09.2008)
Starkes Huchting, starke CDU
Dass Huchting ein äußerst lebendiger Teil Bremens ist, ist bekannt. Wie stark die Wirtschaft vor Ort ist, wurde einmal mehr am Wochenende gezeigt: Die Interessensgemeinschaft Huchtinger Unternehmer (IHU) hatte zu den Messetagen am Roland-Center geladen. Zahlreiche Betriebe informierten über ihre Angebote und Leistungen. Und wo die Wirtschaft ist, muss man nach der CDU bekanntlich nicht lange suchen: Mittendrin waren die Huchtinger Christdemokraten mit einem Stand vertreten. Dass sich CDU-Landes- und Fraktionschef Thomas Röwekamp vor Ort umsah, versteht sich von selbst. Bilder von dem Besuch finden Sie hier.
(14.09.2008)
CDU legt Fünf-Punkte-Papier für Bildungsgipfel vor
Nach einer lebhaft geführten Debatte hat der CDU-Landesvorstand am Montagabend ein Fünf-Punkte-Papier zur Schulentwicklung im Lande Bremen verabschiedet. Die Christdemokraten sprechen sich darin für ein schlankeres Bildungssystem bestehend aus Grundschule, Oberschule und Gymnasien aus, auch bekannt als „Zwei-Säulen-Modell“. Mit dem Papier hat die CDU eine Verhandlungsgrundlage für einen Bildungsgipfel geschaffen, den Unions-Landeschef Thomas Röwekamp den Parteispitzen von SPD, Grünen und FDP vorgeschlagen hat.
„Diese Schulstruktur hält für die unterschiedlichen Begabungen und Interessen unserer Kinder die passende Schule bereit“, heißt es in der Vorlage. Außerdem soll bei der Schulwahl nach wie vor der Elternwille gelten. „Wir wollen eine einvernehmliche Lösung erzielen und ein dauerhaftes Ende des Parteienstreits erreichen“, sagte Thomas Röwekamp bei der Vorstellung des Papiers vor Medienvertretern. Deshalb soll die neue Schulstruktur in der Landesverfassung geschützt werden. Gleichzeitig verkündete er das vorläufige Ende der „Gymnasien-Schutzgebiet“-Kampagne. Es sei gelungen, die Menschen über das drohende Aus der Gymnasien zu informieren. Die Aktion könne aber kurzfristig wiederbelebt werden, sofern Rot-Grün erneut die Abschaffung der Gymnasien vorbereite.
Das Fünf-Punkte-Papier finden Sie hier.
(08.07.2008)
CDU stellt Positionspapier zur Kindertagesbetreuung vor
Die Eltern müssen zur Nachmittagsschicht ins Werk, aber die Türen von der Kindertagesstätte sind zu? Das soll es nach Wunsch der Bremer CDU künftig nicht mehr geben. Die Angebote von Kitas müssen flexibler und auf die Wünsche berufstätiger Eltern zugeschnitten werden. Außerdem soll es für Kinder mit Sprachschwierigkeiten ein verpflichtendes Förderangebot geben. Das geht aus einem Positionspapier zur Kindertagesbetreuung vor, das die CDU-Bürgerschaftsfraktion in einer öffentlichen Sitzung vorgestellt hat. „Ziel muss es sein, durch einen qualitativen und quantitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung eine Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf einerseits und eine Verbesserung der Zukunftschancen für Kinder aus sozial schwachen Familienstrukturen andererseits zu gewährleisten“, heißt es darin. Das vierseitige Positionspapier finden Sie hier.
Hartz IV – Michael Bartels verlangt das Prinzip „Fördern und Fordern“

- Michael Bartels, MdBB
Bremen muss stärker auf das Prinzip „Fördern und Fordern“ setzen, um Langzeitarbeitslosen in Beschäftigung und somit aus staatlichen Transferleistungen zu helfen. Das hat Michael Bartels, sozialpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, im Landtag verlangt. In der Debatte ging es um Sanktionen im Bereich der Arbeitslosengeld II-Empfänger. Interessant: Während bundesweit immer mehr Verstöße gegen Bestimmungen geahndet werden, verhängt die Bagis in Bremen weniger Sanktionen. Der Erklärungsversuch von Sozialstaatsrat Joachim Schuster (SPD): „Die Bagis arbeitet unter sehr schweren Bedingungen.“ So habe die Behörde insbesondere mit einer hohen Fluktuation in den eigenen Reihen zu kämpfen.
Michael Bartels forderte den Senat auf, mehr für die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen zu tun, Verstöße stärker als bisher zu ahnden und stellte für die CDU klar: „Fördern und Fordern – dieser Politik fühlen wir uns verpflichtet.“
(03.07.2008)
Ein Parlament schnackt platt

- Frank Imhoff, MdBB
Lange nicht mehr ging es im Landtag so gelöst zu: Die CDU beantragte in der jüngsten Sitzung, einmal im Jahr eine Debatte op Platt abzuhalten. So solle die Politik ein Zeichen für den Erhalt der plattdüütschen Sprache setzen. Irre: Fast alle Fraktionen schnackten op Platt mit.
Die Christdemokraten schickten mit ihrem Abgeordneten Frank Imhoff einen geschliffenen Platt-Rhetoriker ins Rennen. „Dat gifft ummer weniger Platt-Snackers“, verwies er auf die dramatisch sinkende Zahl jener, die der plattdeutschen Sprache mächtig sind. Vorwiegend mit älteren Menschen könne man noch Platt schnacken. Er forderte Angebote in den Schulen, um die Sprache zu erhalten. „Kinder können zwar türkisch und russisch lernen, aber nicht Platt“, bemängelte Imhoff. In dem Antrag ist der Hilferuf so formuliert: „Dat Platt eenfach so utklingt, dat mutt nich ween. Man de Spraak bruukt Hölp: vun de Borgers, vun de Wirtschaft, vun de Politik, vun ganz vele Sieden. Heel wichtig sund de Scholen, de de Opgaav as Anwalt för Platt overnehmen kunnen.“
Die in der Bürgerschaft vertretenen Parteien überwiesen den Antrag einstimmig zur Beratung in die Deputation für Kultur.
Das Radio Bremen-Magazin „buten und binnen“ war im Parlament und hat die Debatte op Platt mitverfolgt. Den Film dazu finden Sie hier.
(02.07.2008)
CDU-Chef für strenges Neuverschuldungsverbot
Thomas Röwekamp hat sich im Landtag für ein „rigides Neuverschuldungsverbot“ für die Länder ausgesprochen. „Wir dürfen mit den Haushalten künftig nicht mehr so umgehen, wie wir das in der Vergangenheit getan haben“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende. Sowohl die Linkspartei als auch SPD und Grüne hatten eine aktuelle Stunde zu den vorläufigen Ergebnissen der Föderalismuskommission II beantragt. Bekanntlich hatte die Kommissionsspitze kürzlich ein Eckpunkte-Papier vorgelegt.
Die Kommission wurde vor rund anderthalb Jahren mit dem Ziel eingesetzt, eine Lösung für das gesamtstaatliche Problem der Verschuldung zu finden. Der Bremer Unionspolitiker machte aus seiner Enttäuschung über die ersten Ergebnisse keinen Hehl. Das hoch verschuldete Land Bremen habe mit erheblichen Zinslasten zu kämpfen. Rot-Grün feiere zwar in Aussicht gestellte Entlastungen, diese würden jedoch nur geringfügig ins Gewicht fallen. Die Kernprobleme für die Finanzmisere seien bisher nicht erörtert worden. Thomas Röwekamp: „Bremen wird nur dann überleben können, wenn sich die wirtschaftliche Stärke auch fiskalisch widerspiegelt.“ Unter dem Strich bleibe jedoch durch ein ungerechtes Verteilungssystem im Länderfinanzausgleich nichts für das Land übrig. Außerdem sei bisher keine Lösung für die Altschulden in Sicht. Röwekamp fügte hinzu: „Es enttäuscht mich, dass in dieser Kommission nicht darüber geredet wird.“
Während Bürgermeister Jens Böhrnsen es als seinen Erfolg verbuchte, dass die Kommission angesichts vieler strittiger Fragen nicht auseinander gebrochen ist, verlangte der CDU-Fraktionschef mehr Einsatz bei der Vertretung von Bremens Interessen. Es sei ein Fehler gewesen, ohne eigene Position in die Verhandlungen zu gehen. „Wer vom Bund etwas will, muss auf den Tisch legen, was er erreichen will“, sagte Röwekamp.
Er bot Rot-Grün weiterhin seine Unterstützung an, um einen Weg aus der Verschuldungsfalle zu finden und Bremens Selbstständigkeit zu retten.
(02.07.2008)
Klinik-Krise: CDU warnt vor Desaster wie beim Bremer Vulkan
Bremen steuert mit den kommunalen Kliniken auf ein Desaster zu, wie es das Land bisher nur aus der Werftenpleite des Bremer Vulkan kannte. - Deutlicher konnte die Warnung von CDU-Fraktionschef Thomas Röwekamp in der jüngsten Bürgerschaftsdebatte zur Klinik-Krise nicht ausfallen. Die Christdemokraten hatten eine aktuelle Stunde beantragt. Darin warf Thomas Röwekamp Gesundheitssenatorin Ingelore Rosenkötter (SPD) vor, das Ausmaß der Finanzmisere der städtischen Kliniken zu verschleiern. Er warnte vor Bürgschaften in Millionenhöhe, die das Land für einen Neubau des Klinikums Bremen-Mitte bewilligen wolle.
Das zum Klinikverbund „Gesundheit Nord“ gehörende Krankenhaus Bremen-Mitte schreibt einen jährlichen Verlust von derzeit rund 8,5 Millionen Euro. Grund für den Vorwurf der Verschleierung sind wiederholte Ungereimtheiten in der Zukunfts- und Finanzplanung. Zu Zeiten der Großen Koalition gefasste Beschlüsse waren über Jahre nicht umgesetzt worden. Jetzt versucht ein neuer Geschäftsführer der Dachgesellschaft zu retten, was zu retten ist.
Doch das ist alles andere als leicht, es gibt einen Berg an Problemen. Alle wissen: Ohne einen Neubau und Synergieeffekte wird das Klinikum Bremen-Mitte nicht überleben können. Die Investitionskosten beliefen sich einst auf 200 Millionen Euro, jetzt liegen sie bei 262 Millionen. Und das trotz abgespeckter Bauversion. Besonders schlimm: Die CDU wirft den Protagonisten vor, einen Überziehungskredit in Höhe von 200 Millionen Euro für den Ausgleich struktureller Defizite in Anspruch genommen zu haben. „Hier werden immer neue Löcher durch kurzfristige Finanzierung gestopft“, wetterte Thomas Röwekamp. Rot-Grün spielt den Fall dagegen als „Skandalisierung“ herunter.
SPD und Grüne wollen den Neubau mit Bürgschaften absichern. Genau diesen Weg will die CDU nicht mitgehen. Alle Kosten addiert ginge Bremen dann ein Risko in Höhe von 500 Millionen Euro ein, warnte Thomas Röwekamp und verglich die Situation mit der Pleite des Bremer Vulkan: „Wir haben viel zu lange die Zeche dafür gezahlt“, sagte er und stellte klar: „Mit der CDU sind Bürgschaften nicht zu machen.“
( 01.07.2008)
Prächtige Stimmung in Bremens guter Stube
War das eine Veranstaltung: Spannende Spiele im Riesenkicker, Sonnenschein, internationale Küche, gute Musik und super Laune – das Marktplatzfest der Bremer CDU war einmal mehr ein voller Erfolg. Tausende Menschen besuchten am Samstag die Stände und Zelte rund um den Roland, in denen dutzende Helferinnen und Helfer seit den frühen Morgenstunden alles vorbereitet hatten. Natürlich waren auch CDU-Landeschef Thomas Röwekamp und sowie der Staatsminister und Beauftragte für Kultur und Medien, Bernd Neumann, vor Ort. Doch politisch ging es nur am Rande zu. Bilder vom Marktplatzfest finden Sie hier.
(21. Juni 2008)
Junge Union kickte beim Benefizturnier
Da sag noch einer, Parteien seien reine Debattierclubs. Von wegen: Ein Team der Jungen Union kickte am Wochenende bei einem Benefizturnier von Union 60 mit. Zugegeben: Der Auftritt wirkte im Vergleich zu den leichtfüßigen Gegnern ab und an etwas hölzern. Aber immerhin bekam es der Polit-Nachwuchs auch mit gestandenen Teams zu tun. So reist die A-Jugendmannschaft des Gastgebers beispielsweise demnächst zum One-Nation-Cup nach Südafrika. „Die sind perfekt eingespielt. Gegen solche Teams hatten wir natürlich keine ernsthafte Chance“, sagt Malte Engelmann, Mannschaftskapitän der JU. Sein Team belegte den letzten Platz. Das Torverhältnis wird an dieser Stelle nicht verraten.
Bilder von dem Auftritt gibt es hier.
(14. Juni 2008)
CDU: Zwangsmitgliedschaft in der Arbeitnehmerkammer beenden

- Carl Kau MdBB
Die CDU-Fraktion hat sich in der jüngsten Bürgerschaftsdebatte für die Aufhebung der Zwangsmitgliedschaft in der Bremer Arbeitnehmerkammer ausgesprochen. Bremen und das Saarland sind die einzigen bundesländer Bundesländer, in denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter automatisch der Arbeitnehmerkammer angehören und Pflichtbeiträge zahlen müssen – unabhängig davon, ob sie die Angebote nutzen oder nicht. Der CDU-Abgeordnete Carl Kau widersprach dem Vorwurf von Rot-Grün, die Unionsfraktion wolle die Arbeitnehmerkammer abschaffen: „Ein System, das Ihrer Sorge nach nur durch Zwang erhalten bleiben wird, ist meines Erachtens nach in einer freiheitlichen Bürgergesellschaft bedenklich. Sie befürchten scheinbar durch den Wegfall der Zwangsmitgliedschaft einen „Mauerfall“, bei dem der Arbeitnehmerkammer taggleich die eingesperrten Bürger weglaufen. Ist Ihr Vertrauen in die Bedarfsgerechtigkeit dieser Institution und in den Nachfragebedarf der Angestellten so gering, dass Sie gleich den Kollaps prognostizieren?“ Seiner Meinung nach müsse sich die Kammer durch Leistung und Werbung im freien Wettbewerb behaupten können. Kau: „Geben Sie bitte mir und den übrigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die Chance, die einzige persönliche Zwangsmitgliedschaft in eine freiwillige umzuwandeln.“
Rot-Grün lehnte den gemeinsamen Antrag von CDU und FDP ab.
(06. Juni 2008)
Klinik-Krise: Rot-Grün vollzieht wundersame Kehrtwende

- Foto: Bilderbox
Was schert mich mein Geschwätz von gestern? Kein Spruch passt besser auf das Verhalten von Sozialdemokraten und Grünen, wenn es um die Zukunft des Klinikums Bremen Mitte geht. Deutlich wurde das in der jüngsten Bürgerschaftsdebatte.
Das Krankenhaus befindet sich bekanntlich in finanzieller Not. Seit Monaten weist die stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion, Dr. Rita Mohr-Lüllmann, im Parlament auf Versäumnisse im SPD-geführten Gesundheitsressort hin. Doch Sozialdemokraten und Grüne spielten die Kritik bislang herunter: Die Union läute das Totenglöckchen, meinte damals Grünen-Fraktionschef Matthias Güldner lapidar, der SPD-Abgeordnete Winfried Brumma sprach gar von Skandalisierung und Inszenierung. Jetzt die plötzliche Wende: Seit dem Dienstantritt von Diethelm Hansen als Geschäftsführer der Klinik-Dachgesellschaft „Gesundheit Nord“ verstummen diese Vorwürfe.
Hansen fand innerhalb kurzer Zeit heraus: Die wirtschaftliche Notlage wurde bisher nicht erkannt! 2009 steht der Gesundheit Nord ein Defizit von 60 Millionen Euro bevor, im Jahr 2015 wird sich das Minus sogar auf 140 Millionen Euro belaufen. SPD-Gesundheitssenatorin Ingelore Rosenkötter sprach zuletzt von einem Defizit von 22 Millionen Euro im Jahr 2012. Im Parlament konfrontierte Mohr-Lüllmann Rot-Grün mit den Fakten: „Liebe Kollegen Güldner, Brumma, sehr geehrte Senatorin – wie fühlen Sie sich eigentlich jetzt? Hat Herr Dr. Hansen nun meine Rolle übernommen und läutet jetzt das Totenglöckchen? Was unterscheidet seine Analyse eigentlich von meiner?“
Reaktion von Sozialdemokraten und Grünen: Man müsse nicht immer in der Vergangenheit bohren. Wenig verwunderlich ist es da, dass Rot-Grün in der Debatte nicht hinterfragt hat, ob in der Vergangenheit richtige Zahlen genannt wurden oder ob Gesundheitssenatorin Ingelore Rosenkötter die Brisanz schlicht falsch eingeschätzt hat.
(04. Juni 2008)
CDU-Abgeordneter protestiert für fairen Milchpreis
Leckere Überraschung in der Bürgerschaft: Der CDU-Abgeordnete Frank Imhoff hat seine Kollegen dieser Tage vor der Parlamentssitzung mit Joghurts empfangen. Imhoff ist Landwirt im Bremer Ortsteil Strom und protestierte mit der Aktion für einen fairen Milchpreis. Bekanntlich kippen in diesen Tagen bundesweit Bauern ihre Milch weg, weil der Ertrag je Liter Milch kaum noch die Produktionskosten deckt. Die Bürgerschaftskollegen zeigten parteiübergreifend Verständnis – und ließen es sich schmecken.
(04. Juni 2008)
Rot-Grüner Senat genehmigt sich Gehaltserhöhung

- Wilhelm Hinners MdBB
Die Bremer Senatoren erhalten ab November rund 300 Euro mehr Gehalt pro Monat. Das hat die rot-grüne Mehrheit in der Bürgerschaft beschlossen. SPD und Grüne lehnten damit einen gemeinsamen Antrag von CDU und FDP ab, wonach der Senat von der anstehenden Besoldungserhöhung für Beamte ausgeklammert werden sollte. „Der Senat predigt Wasser und trinkt selber Wein“, warf Wilhelm Hinners, innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, Rot-Grün vor. Er erinnerte an die finanziellen Engpässe und Sparzwänge zahlreicher Institutionen im Notlageland Bremen. Hinners sprach von einem völlig falschen Signal, das die bremische Landesregierung aussende: „Es gehört schon eine ordentliche Portion Unverfrorenheit dazu, sich in dieser Situation derart zu bedienen.“
Sozialdemokraten und Grüne sahen das anders. Grünen-Fraktionschef Matthias Güldner tat die Kritik der Union als „Populismus“ ab. Erstmals seit Monaten trat auch Bürgermeister Jens Böhrnsen bei einem brisanten Thema wieder in Erscheinung. Er forderte eine sachliche Debatte und sagte: „Wir brauchen Vertrauen, dass wir nicht die Raffkes sind.“
Die CDU-Fraktion hatte bereits im Rahmen der Haushaltsberatungen im April einen Verzicht auf die Gehaltserhöhung für Senatoren gefordert, war aber an der Mehrheit von Rot-Grün gescheitert. So auch dieses Mal.
(03. Juni 2008)
Reinhard Metz bleibt Vorsitzender der Senioren Union
Reinhard Metz bleibt Landeschef der Bremer Senioren Union. Das ist das Ergebnis der Jahreshauptversammlung, die dieser Tage im CDU-Haus am Wall stattfand. Der ehemalige Präsident der Bremischen Bürgerschaft wurde mit 97 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Metz führt die Senioren Union seit November 2003. Der CDU gehört er seit 1961 an.
Zu seinen Stellvertretern wurden Wilhelm Behrens (Vorsitzender des Kreisverbandes Bremerhaven), Udo Fehlberg (Vorsitzender des Kreisverbandes Bremen-Stadt) und Dieter Michaelsen (Vorsitzender des Kreisverbandes Bremen-Nord) gewählt.
(29. Mai 2008)
CDU-Fraktion blickt hinter die Kulissen von EADS-Astrium
Dass Bremen weltweit einen exzellenten Ruf als Standort für Luft- und Raumfahrt genießt, ist bekannt. Welch faszinierende Leistung die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von EADS Astrium erbringen, lässt sich jedoch nur vor Ort erkunden: Die CDU-Fraktion besuchte dieser Tage den Konzern mit Sitz am Airport und schnupperte in die Hallen, wo einst das Forschungslabor „Columbus“ für die Raumstation ISS entwickelt wurde. Dabei erfuhren sie, unter welchen Bedingungen Astronauten in der Raumstation arbeiten und welche Technik aus Bremen in der „Tonne“ steckt.
Die Astrium GmbH ist für den Betrieb und die Wartung des Labors zuständig. Darüber hinaus wird unter anderem in Bremen die Oberstufe für die Trägerrakete „Ariane 5“ entwickelt und gebaut. Die Abgeordneten der Unionsfraktion ließen sich von Standort-Chef Günter Stamerjohanns und seinem Team die Firmenstruktur und Aufgaben erklären. Dass sie dabei das Motiv für recht amüsante Bilder bieten würden, ahnten die Abgeordneten nicht: Die Produktion verläuft unter Einhaltung strenger Bestimmungen, wozu auch die Luftreinheit gehört. Unter dem Motto „Fussel sind verboten“ mussten sie sich entsprechend verkleiden. Bilder von dem Besuch finden Sie hier.
(20. Mai 2008)
Parteichef Thomas Röwekamp kündigt im Nordwestradio klaren Kurs an
Hundert Prozent CDU – so lautet der Kurs, den Parteichef Thomas Röwekamp vorgibt. Im Nordwestradio stellte er sich in der Sendung „Gesprächszeit“ den Fragen von Moderatorin Gaby Schuylenburg. „Wir werden für viele Entscheidungen der Großen Koalition noch heute verantwortlich gemacht. Dabei ist viel Gutes gewesen, aber auch vieles, was nicht zu 100 Prozent unserer Auffassung entsprach“, sagte Röwekamp. Ziel müsse es sein, noch deutlicher die Unterschiede zur SPD herauszuarbeiten. Das komplette Interview können Sie hier.
(19. Mai 2008)


















































